Ihre Vermutung stützt die Gothaer Versicherung auf die Indizienkette eines zweiten Gutachters, den sie selbst beauftragt hatte. Das sagte die Pressesprecherin der Goather Versicherung dem Bayerischen Rundfunk. Ihren Angaben zufolge sprechen unter anderem das Motiv, die finanzielle Lage der Betreiberfirma und Insiderwissen des Täters dafür, dass ein Mitarbeiter des Betreibers den Brand vorsätzlich gelegt hat.

Fahrlässigkeit oder Absicht?

Der zweite Gutachter widerlege nach Angaben der Gothaer Versicherung auch die These der Staatsanwaltschaft, dass auch eine Zigarettenkippe für den Brand verantwortlich gewesen sein könnte. Zwar gehen die Ermittler ebenfalls von Brandstiftung aus. Ob diese fahrlässig oder mit Absicht passiert ist, können sie aber nicht eindeutig feststellen.

Für die Gothaer Versicherung ist der Fall klar: Da am Vortag des Brandes rund acht Liter Regen pro Quadratmeter gefallen seien, könne ein noch glimmender Zigarettenrest als Brandursache ausgeschlossen werden, argumentiert die Versicherung. Außerdem hätte wegen der Regenfälle Wasser in einem Eimer stehen müssen, der bislang als Brandherd angesehen wird. Dadurch habe sich der Eimer aber gar nicht erst entzünden können.