Seit zwei Jahren profitiert Bayreuth schon von einem verdichteten Fahrplan der Deutschen Bahn von und nach Nürnberg. Zum Fahrplanwechsel im Jahr 2015 wurden erstmals vier statt wie bisher drei Züge in zwei Stunden eingesetzt. Der nächste Fahrplanwechsel am kommenden Sonntag (11. Dezember) wird zusätzliche Verbesserungen mit sich bringen, teilt die Stadt Bayreuth mit. Vor allem wird es bessere Anschlussverbindungen in Nürnberg zu den Fernverkehrszügen von und nach München und Frankfurt geben.

Der Regional-Express mit Abfahrt um 20.29 Uhr in Bayreuth wird nun etwas früher in Nürnberg eintreffen, so dass Reisende die Anschlusszüge nach München und Frankfurt erreichen. Für Reisende nach Bayreuth fährt der RE 3419 nun einige Minuten später um 22.06 Uhr in Nürnberg ab. So können die Anschlüsse aus Richtung München und Frankfurt aufgenommen werden.

"Damit kommen wir dem Ziel eines Halbstundentakts mit raschen Anschlüssen an die ICE-Verbindungen in Nürnberg nach München und Frankfurt ein Stück näher", sagt Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe. Allerdings ist eine weitere Optimierung des Fahrplans ohne den Ausbau der Bahnstrecken kaum mehr möglich. "Mit der Aufnahme der Elektrifizierung der Franken-Sachsen-Magistrale haben wir einen entscheidenden Schritt erreicht. Nun kommt es darauf an, die direkte Einbindung der Stadt Bayreuth durch die Elektrifizierung und den Bau eines zweiten Gleises nach Schnabelwaid in der Bundesverkehrswegeplanung zu verankern", so die Oberbürgermeisterin.

Nicht nur Fahrplan und Infrastruktur sind eng miteinander verknüpft. Dies gilt auch für Angebot und Nachfrage. Die Angebotsverbesserung der vergangenen zwei Jahre hatte eine deutlich gestiegene Nachfrage in den Expresszügen der DB Regio auf dieser wichtigen Relation der Metropolregion Nürnberg zur Folge, wie der Kaufmännische Geschäftsleiter von DB Regio Nordostbayern, Gerd Schörner, bestätigt. "Das haben auch die technischen Schwierigkeiten an den Neigetechnikzügen der Baureihe VT612 zu Jahresbeginn 2016 nicht nachhaltig beeinträchtigen können, zumal die DB Regio-Werkstatt in Hof die Fahrzeugprobleme innerhalb weniger Wochen beheben konnte", so der Geschäftsleiter weiter.