Vor dem Gastspiel bei den LTi Gießen 46ers am kommenden Samstag beträgt der Abstand der Bayreuther auf die Abstiegsplätze somit nur noch zwei Punkte.

Als Brandon Hunter kurz nach dem Seitenwechsel mit zwei Dreiern und einem Korbleger zum 30:30 (23.) ausgleichen konnte, schien sich die Partie zu Gunsten der Bayreuther, die im ersten Durchgang viele Wünsche offen ließen und zur Pause verdient mit 22:30 (20.) im Hintertreffen lagen, drehen zu wollen. Doch Gästecoach John Patrick zog mit einer Auszeit prompt die Handbremse. Und traf dabei den richtigen Ton, denn nur vier Minuten später hatten sich die Unterfranken schon wieder eine komfortable 44:34-Führung herausgearbeitet.

Tragischer Held auf Bayreuther Seite war Brandon Hunter, dem just in dieser Phase zwei Ballverluste unterliefen, die von den Würzburgern prompt bestraft wurden. Bis auf sechs Punkte konnten die Bayreuther zum Start des Schlussabschnittes noch einmal herankommen, doch wirklich spannend wurde es nicht mehr, denn die Gäste hatte zumeist die passende Antwort parat und brachten den Sieg sicher über die Ziellinie. "Wir haben gut gegen die Bayreuther Guards verteidigt und verhindert, dass diese ihren Rhythmus finden. Dass Hunter und Ibekwe dann von der Dreierlinie treffen, war in unserem Plan nicht vorgesehen. Beim Stand von 30:30 drohte die Partie zu kippen, doch ich konnte mein Team in einer Auszeit beruhigen. Wir sind cool geblieben und haben danach wieder konzentrierter gespielt", lobte Gästecoach John Patrick nach der Partie.

"Im Vergleich zu den beiden vorangegangenen Spielen habe ich heute eine verbesserte Kampfbereitschaft meines Teams gesehen. Wir müssen unter Druck unsere Emotionen besser kontrollieren, zudem müssen wir intensiv an unserem Centerspiel arbeiten: Es ist zwar schön, wenn Ibekwe und Hunter von der Dreierlinie treffen, aber sie fehlen dann natürlich am Brett", fasste BBC-Coach Marco van den Berg nach Spielende zusammen. Wie schon in den zurückliegenden Spielen fiel auch diesmal die Formkrise bei BBC-Spielmacher Danny Gibson auf, Fleißnoten verdiente sich einzig der kampfstarke Brandon Hunter, der mit 16 Punkten auch zum Topscorer avancierte. BBC-Neuzugang Rain Veideman zeigte viel versprechende Ansätze. Beste Werfer bei Würzburg waren Jason Boone und Chris Kramer mit je 12 Zählern.



BBC Bayreuth: Wyrick (0), Spöler (0), Smith (0), Gibson (10/2), Shtein (2), Zeis (dnp), Hunter (16/3), Ibekwe (12/1), Veideman (6/1), Jeanty (9/1)

s.Oliver Würzburg: King (11), Little 2(), Jacobsen (11/3), Frazier (5), Kleber (0), Boone (12), Elliott (7/1), Bucknor (0), Henneberger (dnp), Kramer (12), Tomaszek (4), Clay (dnp)