Hund in Zapfendorf vergiftet - Peta setzt Belohnung aus: Ende vergangener Woche wurde bekannt, dass es im Landkreis Bamberg bereits Mitte Januar zu einer Gift-Attacke auf einen Hund gekommen war. Ein Tierarzt stellte am Samstag, 13.01.2019, Gift im Magen eines Hunds fest, nachdem dessen Besitzer infolge eines Spaziergangs mit dem Vierbeiner typische Vergiftungsmerkmale aufgefallen waren.Das Tier konnte damals durch eine sofortige Behandlung gerettet werden.

Zapfendorfer Gift-Angriff auf Hund: 500 Euro Belohnung ausgesetzt

Die Polizei ist weiterhin auf der Suche nach dem Tierquäler ist, der möglicherweise Giftköder für die Tat benutzte. Diese wird nun auch von der Tierrechtsorganisation Peta unterstützt. Die Tierschützer setzen eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise aus, die zur Verurteilung des Täters führen.

Auf der Internetseite von Peta heißt es: "Der Unbekannte, der den Giftköder in Zapfendorf ausgelegt hat, muss sofort gestoppt werden, bevor weitere Vierbeiner verletzt oder sogar getötet werden." Sie stammen von Judith Pein. Die Journalistin, die bereits mehrfach mit Peta zusammenarbeitete, ist als "Tierschutzdetektivin" aus der Sendung "hundkatzmaus" auf VOX bekannt.

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Wie Pein erklärt, sei es oft schwierig solche Tierquäler zu überführen, da sie agierten, wenn sie sich unbeobachtet fühlen. Deshalb könne es auf jeden noch so unwichtig erscheinenden Hinweis ankommen. "Mit unserer Belohnungsauslobung wollen wir die Arbeit der Polizei unterstützen sowie Hundehalter für das Thema sensibilisieren und warnen. Geschädigte sollten unbedingt Anzeige bei der Polizei erstatten. Der Täter muss sich darüber im Klaren sein, dass mit gefährlichen Stoffen präparierte Köder nicht nur für Hunde, Katzen und freilebende Tiere, sondern auch für Kinder lebensbedrohlich sein können", so Judith Pein weiter.

Peta-Tipps für Erste-Hilfe-Maßnahmen

Bestehe der Verdacht, dass ein Tier einen mit Gift oder gefährlichen Gegenständen gespickten Köder gegessen hat, muss umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden, raten die Tierschützer von Peta. Es bestehe Lebensgefahr, da das Tier an inneren Verletzungen qualvoll sterben können. Bei Vergiftungserscheinungen (Erbrechen, Durchfall, starke Unruhe, Apathie, blasse oder porzellanfarbenen Veränderungen an den Schleimhäuten, große Pupillen, Atembeschwerden, Krämpfe) müsse ebenfalls umgehend der Tierarzt aufgesucht werden.

  • Der Hund sollte beruhigt und angeleint werden.
  • Maulkorb oder Maulschlinge dürfen nicht angelegt werden, da Erstickungsgefahr bei Erbrechen droht.
  • Wenn das Tier bereits bewusstlos ist, sollte es in die stabile Seitenlage gebracht und die Atemwege freigehalten werden.
  • Für eine schnelle Diagnose ist es sinnvoll, eine Probe des Köders oder des Erbrochenen mit zum Tierarzt zu nehmen.

Wer Hinweise zum mutmaßlichen Giftköder-Einsatz in Zapfendorf hat, kann sich bei folgenden Stellen melden:

  • Polizeiinspektion Bamberg-Land: Telefonnummer 0951-9129-310
  • Peta: Telefonnummer 01520-7373341 oder per E-Mail an whistleblower@peta.de (jeweils auch anonym)

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