Stadtsprecherin Ulrike Siebenhaar findet deutliche Worte: "Wir haben geringes Verständnis, wenn jemand intaktes, gutes Stadtmobiliar mit Farbe verschandelt." Passiert sein muss dies innerhalb der vergangenen Tage, wann genau ist unklar. Ebenso gibt es noch keine heiße Spur zum Täter.

Bisher bekannt ist, dass drei der hölzernen Sitzgelegenheiten ungewollt einen neuen Anstrich bekommen haben. Eine am Michaelsberg in Hellblau, eine in Gelb am Mühlwörth und weitere am Delphinbrunnen, im unteren Abteigarten am Benediktiner Weg, in Rot. Den Schaden beziffert Siebenhaar auf einen unteren vierstelligen Betrag. Die Parkbänke werden nun zügig vom Entsorgungs- und Baubetrieb (EBB) wieder instandgesetzt. "Das heißt: abbauen, Farbe entfernen, neu einlassen", wie die Stadtsprecherin erläutert.
Kritisch sieht sie Kommentare, etwa auf Facebook, in denen über "Kunst" in Bezug auf die farbigen Bänke diskutiert wird. "Das ist definitiv keine Kunst, das ist flächige Sachbeschädigung", und die sei als solche schon bei der Polizei angezeigt.


Parkbänke waren neu und in gutem Zustand

Siebenhaar betont zudem, dass es sich nicht etwa um herunter gekommenes, altes Außenmobiliar handeln würde. "Das waren neue Holzbänke, da war gar nichts marode."
Entdeckt hatten die besprühten Parkbänke Mitarbeiter des EBB, fast gleichzeitig wurden der Stadtverwaltung von aufmerksamen Passanten Fotos zugesendet.

Gerade Spaziergänger werden wohl, zumindest zeitweise, die Leidtragenden der fragwürdigen Sprayer-Aktion sein. Denn während die Parkbänke von ihrem unfreiwilligen Anstrich befreit werden, bleiben ihre Plätze in der Landschaft leer. Hinsetzen kann sich dort erst mal niemand mehr. Ulrike Siebenhaar merkt an: "Das ist natürlich sehr schade, gerade im Sommer."