Der schwerste Orkan seit mehr als zehn Jahren in Deutschland hat am Donnerstag mehrere Menschen das Leben gekostet und den gesamten Fernverkehr der Bahn lahmgelegt. Vielerorts wurde zeitweise Windstärke 12 und mehr gemessen.

Im Sturm "Friederike" kamen bundesweit mindestens acht Menschen ums Leben. In einigen Bundesländern fiel der Schulunterricht aus - auch in Franken mussten vielerorts die Schüler früher nach Hause. Auch mehrere Flughäfen strichen aus Sicherheitsgründen Flüge.

Das Tief, das von Westen her über Deutschland fegte, ist laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) der schwerste Sturm seit dem Jahr 2007. Auf dem Brocken seien in der Spitze Orkanböen von 203 Stundenkilometer gemessen worden. "Damit haben wir elf Jahre nach Kyrill wieder einen Orkan der Königsklasse", sagte DWD-Sturmexperte Andreas Friedrich.


Die Ereignisse in Franken und im Rest von Deutschland zum Nachlesen in unserem Liveticker:

07.30 Uhr: Zwei Tote in Sachsen-Anhalt

Während des Orkantiefs "Friederike" sind in Sachsen-Anhalt zwei Männer ums Leben gekommen. Beide erlagen am Donnerstagabend ihren schweren Verletzungen, wie die Polizei in Halle am Freitag mitteilte. In Benndorf (Landkreis Mansfeld-Südharz) war ein 65-Jähriger vom Dach eines Hauses gestürzt und rund acht Meter in die Tiefe gefallen. Er hatte auf dem Dach Sicherungsarbeiten durchgeführt. Im Burgenlandkreis in Hohenmölsen wurde ein 34-Jähriger von einem umstürzenden Baum getroffen.

06.00 Uhr: Immernoch zahlreiche Hauhalte ohne Strom

Nach Sturmtief "Friederike" sind in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen noch zahlreiche Haushalte ohne Strom. Wie der Versorger Mitnetz Strom am Freitagmorgen mitteilte, sind noch 16 000 Kunden in allen drei Bundesländern sowie Brandenburg betroffen. Die Mitarbeiter des Unternehmens seien bis in die Nacht im Einsatz gewesen. Mit Tagesanbruch würden die Reparaturarbeiten fortgesetzt.

In Sachsen-Anhalt sind den Angaben zufolge rund 6 000 Kunden vor allem im Kreis Anhalt-Bitterfeld und im Harz ohne Strom. In Sachsen gibt es unter anderem in den Kreisen Nordsachsen, Leipzig und Mittelsachsen rund 4 400 unversorgte Kunden. In Thüringen haben rund 700 Kunden im Altenburger Land noch keinen Strom.

Freitag, 05.10 Uhr: Erste Züge fahren wieder

Nach der deutschlandweiten Einstellung des Fernverkehrs wegen des Orkans "Friederike" hat die Deutsche Bahn den Betrieb wieder aufgenommen. "Die ersten Fernzüge sind unterwegs", sagte ein Bahnsprecher am frühen Freitagmorgen der Deutschen Presse-Agentur. So sei um 3.25 Uhr ein ICE aus München in Richtung Frankfurt-Flughafen losgefahren. Der Sprecher betonte aber nochmals, dass es "nach wie vor zu Einschränkungen kommen wird."

Insbesondere in Nordrhein-Westfalen und in Niedersachsen seien noch wichtige Strecken gesperrt, teilte die Bahn auf ihrer Webseite mit.

20.50 Uhr: Nach Orkan 140 000 Haushalte im Osten ohne Strom

Das Orkantief "Friederike" hat zahlreiche Haushalte in Ostdeutschland von der Energieversorgung abgeschnitten. Folge seien zahlreiche Stromausfälle, berichtete die Mitteldeutsche Energie AG (enviaM) in Chemnitz. Nach Angaben des Unternehmens waren am Donnerstag bis zu 140 000 Kunden ohne Strom, nachdem Masten, Leitungen und andere Anlagen durch den Orkan beschädigt worden waren.

Bis zum Abend reduzierte sich die Zahl nach Angaben einer Sprecherin auf etwa 65 000 Kunden. Rund 350 Mitarbeiter arbeiteten daran, auf andere Leitungen umzuschalten, um rasch viele Haushalte wieder anzuschließen.

19.42 Uhr: Zugverkehr von Schweinfurt nach Thüringen eingestellt
Wie die Deutsche Bahn mitteilt, wurde aufgrund von witterungsbedingten Störungen der Zugverkehr in Thüringen eingestellt. Die Züge aus Richtung Schweinfurt verkehren bis Bad Neustadt (Saale) und enden dort vorzeitig. Ein Schienenersatzverkehr mit Bus wird eingerichtet.

19:29 Uhr: Bundeswehr unterstützt Bergungsarbeiten mit einem Schützenpanzer
Die Bundeswehr unterstützt mit einem Schützenpanzer die Bergungsarbeiten an einem Unfallort im thüringischen Bad Salzungen. Dort war ein 28 Jahre alter Feuerwehrmann von einem Baum erschlagen worden, als er eine Autofahrerin befreien wollte. Durch den Sturm seien so viele Bäume umgestürzt, dass Feuerwehr und Polizei mit ihren Einsatzfahrzeugen nicht mehr vorwärts gekommen seien, sagte ein Sprecher des Landeskommandos der Bundeswehr.Ein Schützenpanzer des Typs Marder solle nun helfen, die Bäume zu bergen. Außerdem sei ein 57 Jahre alter Helfer der freiwilligen Feuerwehr Bad Salzungen schwer verletzt worden, teilte der Wartburgkreis mit.

18.41 Uhr: Lastwagenfahrer stirbt während des Sturms bei Autobahnunfall
Bei einem Unfall während des stürmischen Wetters im Süden Brandenburgs ist am Donnerstag ein Lastwagenfahrer ums Leben gekommen. Das Fahrzeug sei auf der Autobahn 13 (Berlin-Dresden) bei Ortrand nahe der Grenze von Brandenburg zu Sachsen in die Mittelleitplanke geprallt und umgestürzt, teilte das Polizeipräsidium in Potsdam mit. Zum Zeitpunkt des Unfalls sorgte das Sturmtief "Friederike" für erhebliche Böen. Ob der Lastwagen eindeutig wegen des Sturms verunglückte, war nach Polizeiangaben am Abend noch unklar.

18.35 Uhr: Entspannung im Norden - Fernzüge fallen weiter aus
Nach dem Sturmtief "Friederike" läuft der Bahnverkehr im Norden langsam wieder an. Einzelne Züge seien zwischen Bremen und Norddeich Mole gestartet, teilte die Deutsche Bahn über den Kurznachrichtendienst Twitter am frühen Donnerstagabend an. Auch einige S-Bahnen, etwa von Hannover nach Hildesheim und von Celle nach Hannover, fuhren am Abend wieder. Seit dem Nachmittag starten bundesweit allerdings keine Fernzüge der Deutschen Bahn mehr.

17:36 Uhr: "Friederike" schlägt "Kyrill" bei Windgeschwindigkeit
Das Orkantief "Friederike" hat am Donnerstag eine höhere Windgeschwindigkeit erreicht als der Sturm "Kyrill" im Jahr 2007. Das teilte der Deutsche Wetterdienst in Offenbach am Nachmittag auf Twitter mit. "Friederike schlägt Kyrill, was die maximale Windböe betrifft. Vor exakt 11 Jahren gab es 202 km/h auf dem Wendelstein, heute meldete der Brocken eine Böe von 203 km/h", hieß es.

17:18 Uhr: Schuldach wird vom Orkan abgerissen - Kinder unverletzt
Das Orkantief "Friederike" hat in Pößneck das Dach einer Schule abgerissen, in der sich noch Kinder befanden. Nach Angaben des Landratsamtes Saale-Orla-Kreis hob das Dach des Grundschulgebäudes in der Rosa-Luxemburg-Straße ab und landete auf dem Schulhof. Es sei noch unklar, wann der Schulbetrieb wieder aufgenommen werden könne, verletzt wurde niemand.

16:52 Uhr: Straßensperrung zwischen Kloster Banz und Weingarten
Die Kreisstraße LIF 2 ist aktuell vollgesperrt. Die Sperrung wird bis morgen früh andauern. Grund für die Sperrung sind eine Verkehrsgefährdung auf Grund von Sturmschäden durch umgefallene Bäume.
Die Umleitung erfolgt über die LIF 7, die Zufahrt nach Kloster Banz ist über Unnersdorf weiterhin möglich.

16.48 Uhr: Böe erfasst Auto, Fahrer nach Unfall sofort tot

Durch eine Sturmböe ist am Donnerstag in Lippstadt im Kreis Soest (Nordrhein-Westfalen) ein Mann bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Der Fahrer hatte im Orkan "Friederike" die Kontrolle über seinen Transporter verloren und war in den Gegenverkehr geraten. Nach Polizeiangaben stieß der 68-Jährige aus Geseke in seinem Wagen mit einem Lkw zusammen und war sofort tot.

16.41 Uhr: Feuerwehrmann vom Baum erschlagen

Das Sturmtief "Friederike" hat in Thüringen ein Todesopfer gefordert. In Bad Salzungen wurde ein Feuerwehrmann von einem Baum erschlagen. Ein weiterer Feuerwehrmann wurde schwer verletzt, wie ein Sprecher der Polizei in Suhl am Donnerstag mitteilte.

16:40 Uhr: Rund 100 Haushalte ohne Strom im südlichen Landkreis
Drei Stromleitungen im südlichen Landkreis bei Weißenbrunn, Höfles und Küps beschädigt. Zwischenzeitlich waren laut Bayernwerk rund 4900 Haushalte rund eine knappe Stunde lang ohne Strom. Etwas länger dauerte es in Höfles, wo ein herumfliegendes Blech eine Leitung beschädigte.

16.37 Uhr: Schüler dürfen in Thüringen auch am Freitag zuhause bleiben

Thüringer Eltern können wegen Orkantief "Friederike" frei entscheiden, ob sie ihre Kinder am Freitag zur Schule schicken. Sollte sich die Wetterlage nicht entspannen oder wegen Nachwirkungen des Sturms eine Fahrt zur Schule nicht möglich sein, sollten Eltern die Schule über ein Fernbleiben des Kindes informieren, sagte Bildungsminister Helmut Holter (Linke) am Donnerstag.

16:30 Uhr: Kreis Haßberge weitgehend verschont - zehn Feuerwehreinsätze
In den meisten Fällen mussten umgestürzte Bäume oder abgerissene Äste beseitigt werden, wie auch die Polizeidienststellen in Haßfurt und Ebern bestätigten.Einmal fiel ein Baum auf eine Telefonleitung (nahe Ebern). In Haßfurt wehte der Wind einen Bauzaun um. Ein Sprecher der Leitstelle beschrieb die Lage im Kreis Haßberge am Nachmittag als "eher ruhig".

15:58 Uhr: Die Deutsche Bahn stellt den Fernverkehr aus Sicherheitsgründen bundesweit ein
Züge würden aus Sicherheitsgründen nicht mehr losfahren, sagte ein Bahnsprecher der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Züge, die noch unterwegs seien, sollten aber soweit möglich bis zum Zielbahnhof fahren. Wie lange die Sperrung dauert, war zunächst unklar.

15.44 Uhr: Umgestürzte Bäume im Kreis Coburg

Erste Meldungen von umgestürzten Bäumen im Landkreis Coburg. Coburgs Kreisbrandrat Manfred Lorenz bestätigte, dass aufgrund des Sturms ein Baum bei Neuensorg in Richtung Neuensee und ein weiterer Baum bei Heldritt in Richtung Hetschbach umgestürzt sind.

15.37 Uhr: Sturmschäden im Bamberger Hain

Der angekündigte Wintersturm "Friederike" hat am späten Mittag auch Bamberg erreicht. Aufgrund einzelner starker Böen hat das städtische Garten- und Friedhofsamt beschlossen, den Hauptfriedhof in der Hallstadter Straße zu schließen. Ebenso sollten Parkanlagen nicht mehr betreten werden.

Im Hain hat es bereits den ersten größeren Schaden gegeben: Eine Buche ist auf die historische Kurhalle an der Schillerwiese im Hain gestürzt und hat dabei den Giebel und das Dach des Pavillons beschädigt. Eine Notabdichtung des Daches wurde umgehend in die Wege geleitet.

15.23 Uhr: Baum im Gleis: Zugstrecke im Kreis Kulmbach gesperrt

Aufgrund eines Baumes im Gleis wurde die Strecke zwischen Neuenmarkt-Wirsberg und Marktschorgast gesperrt. Die Züge wurden an den Bahnhöfen zurückgehalten und warteten dort die Dauer der Sperrung ab. Gegen 15.20 Uhr wurde Verkehr wieder aufgenommen. Es ist aber noch mit Folgeverzögerungen zu rechnen.

15.20 Uhr: Zugverkehr auch in Thüringen eingestellt

Auch in Thüringen ist der Zugverkehr wegen des Orkantiefs "Friederike" vorerst komplett eingstellt worden, wie die Deutsche Bahn mitteilt. Das betrifft sowohl den Fernverkehr, als auch Regionalbahnen und S-Bahnlinien.

14.47 Uhr: Mindestens ein Todesopfer

Auf einem Campingplatz am Rhein bei Emmerich wurde ein 59-Jähriger von einem Baum erschlagen. Er sei sofort tot gewesen. Mehrere Menschen wurden von umstürzenden Stämmen verletzt. Der Wetterdienst warnte vor entwurzelten Bäumen herabstürzenden Dachziegeln.

14.22 Uhr: Vorbereitungen in Kronach

Ruhe vor dem Sturm in der Kreisstadt Kronach. Gerade ist es fast windstill, teilweise scheint sogar die Sonne. THW, Feuerwehr und Landratsamt vermelden bislang noch keinerlei Einsätze. Aber man ist vorbereitet: Die "Führungsgruppe Katastrophenschutz" ist am Landratsamt seit 12 Uhr zusammen. Zusätzlich hat sich die "Unterstützungsgruppe örtliche Einsatzleitung" im Feuerwehrhaus in Pressig versammelt. Auch THW, Feuerwehren, Rotes Kreuz und Bergwacht sind vorbereitet.

14.07 Uhr: Schäden im Kellerwald Forchheim

Im Kellerwald ist auf der Zufahrt zum Schützenhaus ein Baum umgestürzt, wie Klaus Bartosch, der Amtsleiter des Forchheimer Bauhofs, mitteilt.

14.06 Uhr: Tief "Friederike" zum Orkan heraufgestuft

Das Tief "Friederike" ist vom Deutschen Wetterdienst (DWD) zum Orkan heraufgestuft worden. Das Unwetter habe Orkanstärke erreicht, sagte ein DWD-Sprecher am Donnerstag in Offenbach. Es treten Böen mit Geschwindigkeiten von bis 130 Kilometern pro Stunde auf.

13.34 Uhr: Straßensperrung in Kulmbach

Bis auf weiteres ist aufgrund von umgestürzten Bäumen der Abschnitt der Gemeindeverbindungsstraße zwischen Frankenreuth und Römersreuth gesperrt. Frankenreuth ist somit nur von Stadtsteinach aus über "Salem" anfahrbar, Römersreuth über die Staatsstraße SAN - Presseck.

12.58 Uhr: Erste Bäume im Kreis Haßberge stürzen um

Jetzt rauscht es schon gewaltig in den Haßberg-Wäldern auf den Höhen rund um Ebern. Einen Schadensfall gibt es schon. Eine Spaziergängerin bemerkte eine mächtige Kiefer, die unmittelbar neben dem Eberner Schützenhaus umgekracht ist. Sie fiel glücklicherweise in eine freie Schneise zwischen Schützen- und Gerätehaus. Einige Ziegel riss der Wipfel aber mit zu Boden.

Außerdem haben die Behörden wegen des Sturmtiefs den Nachmittagsunterricht an den zwei Gymnasien (Haßfurt und Ebern) sowie an den vier Realschulen (Eltmann, Haßfurt, Ebern und Hofheim) abgesagt. Das bestätigte das Landratsamt in Haßfurt. Die Kinder und Jugendlichen sollten aus Sicherheitsgründen nicht nachmittags in den Bussen unterwegs sein. Für die Grund- und Mittelschulen wurde eine individuelle Lösung veranlasst. Die Schulen sollten selbst entscheiden, ob die Kinder früher nach Hause fahren (oder gehen) sollten. Für Eltmann und Oberaurach zum Beispiel wurde vereinbart, dass nachmittags kein Unterricht stattfindet; dort fahren die Busse verstärkt durch Waldgebiete.

12.34 Uhr: Landratsamt Coburg stellt seine Mitarbeiter frei

Wegen der Unwetterwarnung wird allen Bediensteten des Landratsamtes Coburg (einschließlich der Straßenmeisterei) freigestellt, den Dienst ab sofort zu beenden. Es gibt keine Notbesetzung des Arbeitsbereiches. Landrat Michael Busch hat aus Fürsorgeerwägungen heraus diese Maßnahme ermöglicht. Für den Zweckverband Zulassungsstelle Coburg (Zulassungs- und Führerscheinstelle) gilt die gleiche Regelung; ebenso gilt dies für den Bereich des Jobcenters Coburg Land.


12.30 Uhr: Kundgebung der IG Metall in Ansbach abgesagt

Wegen der Unwetterwarnung wurde die Kundgebung der IG Metall zu den Warnstreiks in Ansbach abgesagt. Das berichtet der BR am Mittag.

12 Uhr: Zugverkehr in Deutschland teilweise gestoppt

Mit schweren Böen und heftigem Regen ist Sturmtief "Friederike" in Teilen Deutschlands angekommen und sorgt für große Behinderungen im Bahnverkehr. In Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen wurde der Nah- und Fernverkehr komplett eingestellt. In anderen Teilen Deutschlands gab es ebenfalls Einschränkungen. Auch der Flugverkehr war stellenweise von dem Sturm betroffen. In einigen Bundesländern fiel der Schulunterricht aus. Im Westen Deutschlands und auf dem Brocken im Harz wehte der Wind am Donnerstagvormittag besonders heftig - teils mit mehr als 100 Kilometern pro Stunde.

11.31 Uhr: Kulmbach ist vorbereitet

Die Stadt Kulmbach ist auf mögliche Schnelleinsätze durch Sturmschäden vorbereitet: Im Städtischen Bauhof stehen fünf Besatzungen mit je drei Mann bereit, ausgerüstet mit Transportern und Motorsägen. Es handelt sich um die Mitarbeiter des Winterdienstes, die nach Beendigung ihrer Schicht nicht nach Hause gehen durften. "Sobald etwas passiert, können die eingreifen", so Michael Weich vom Bauhof, der als Stadtbrandmeister auch für die Koordination möglicher Feuerwehreinsätze zuständig ist. Bei der Freiwilligen Feuerwehr Kulmbach können Einsatzkräfte allerdings nicht rein vorsorglich in Bereitschaft sein: "Wenn etwas passiert, alarmieren wir ganz normal. Wir können unsere Leute ja nicht ohne konkreten Anlass von ihren Arbeitsplätzen wegholen."

11.29 Uhr: Streckensperrung aufgehoben

Die Streckensperrung zwischen Ebenhausen und Münnerstadt wurde aufgehoben und der Zugverkehr wird ohne Einschränkungen wieder aufgenommen

11.15 Uhr: Beeinträchtigungen in Kronach

Starker Schneefall im Oberland führte schon am Vormittag zu Beeinträchtigungen im Busverkehr. So meldete etwa die Grund- und Mittelschule Pressig bereits am Morgen Probleme mit den Bussen. Aus der Richtung Tettau, Teuschnitz und Haßlach kamen die Schüler wegen starkem Schneefall nur mit Verzögerungen an.

Außerdem ist in der Kreisstadt gerade eben ein deutlich verstärktes Verkehrsaufkommen zu bemerken. Nach der Ankündigung der Koordinierungsstelle Landratsamt, dass die Schulen im Kreis etwa gegen 11.20 Uhr enden, holen wohl viele Eltern ihre Schüler mit dem Pkw ab. (asch)


11.02 Uhr: Busverkehr im Kreis Lichtenfels wird eingestellt

"Aufgrund der Sturmwarnung haben uns die Busunternehmer mitgeteilt, dass nach der 6. Schulstunde (nach ca. 13 Uhr) keine Busse mehr verkehren. Lediglich die Busse der Fa. Kaiser (öffentliche Linien und Stadtbusverkehr Lichtenfels) werden noch fahren", das vermeldet das Landratsamt Lichtenfels.

10.59 Uhr: Noch ruhig in Forchheim


Im Landkreis Forchheim ist alles noch ruhig. Kreisbrandrat Oliver Flake sagt dazu: "Bis jetzt ist es noch absolut ruhig. Wir hatten noch keine Einsätze."



10.58 Uhr: Streckenabschnitt zwischen Ebenhausen in Unterfranken und Münnerstadt gesperrt

Aufgrund eines Baumes im Gleisbereich ist der Streckenabschnitt zwischen Ebenhausen in Unterfranken und Münnerstadt gesperrt. Die Züge aus Richtung Schweinfurt/Bad Kissingen verkehren bis Ebenhausen und enden dort vorzeitig. Die Züge aus Richtung Suhl verkehren bis Münnerstadt und enden vorzeitig. Ein Schienenersatzverkehr mit Bus zwischen Ebenhausen und Münnerstadt wird eingerichtet.

10.50 Uhr: Museen und Friedhöfe in Thüringen geschlossen

Parks und Museen in mehreren Thüringer Städten sind am Donnerstag vorsorglich geschlossen worden. Betroffen sind unter anderem der Egapark und der Thüringer Zoopark in Erfurt, wie die Einrichtungen mitteilten.

10.41: Die Regierung von Oberfranken beendet Schulunterricht frühzeitig

"Wegen der für Donnerstagnachmittag vorausgesagten Sturm- und Orkanböen endet der Unterricht an allen staatlichen und kommunalen Schulen in Oberfranken heute bereits um 12 Uhr", das gibt die Pressestelle am Donnerstag in einer Mitteilung bekannt. Schülerinnen und Schüler, deren Betreuung am Nachmittag nicht sichergestellt ist, können in der Schule beaufsichtigt werden.

10.39 Uhr: Die Lage in den Haßbergen

Die Schneeschauer über den Haßbergen machen in den Tal-Lagen noch keine Probleme: Während sich in Ebern beispielsweise die Flocken höchstens auf Dächern niederließen, bleibt der Schnee auf den Straßen ringsum schon liegen.




8.22 Uhr Flugausfälle in Bayern


Aufgrund des Sturmtiefs "Friederike" sind am Münchner Flughafen einige Flüge gestrichen worden. Acht Flüge von und nach Berlin, Düsseldorf, Hamburg und Köln der Lufthansa wurden wegen des Sturmtiefs annulliert, wie der Flughafen München am Donnerstagmorgen mitteilte. Darüber hinaus fallen acht Flüge der niederländischen Airline KLM aus, die aufgrund des Wetters in Amsterdam nicht starten. Im Laufe des Tages könnten zudem noch weitere Flugausfälle hinzukommen, sagte ein Sprecher des Flughafens.

Donnerstag, 6 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst gibt Warnungen für Franken heraus

Am frühen Donnerstagmorgen hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) für Teile Frankens Unwetterwarnungen veröffentlicht.


Mittwoch 22 Uhr: Unterrichtsausfall in Hof und Wunsiedel bekannt gegeben


Am späten Mittwochabend verkündeten die Schulämter Hof und Wunsiedel, dass der Unterricht für Donnerstag ausfällt.

Bereits am Mittwoch kam es wegen des Schneesturms zu zahlreichen Unfällen in Franken. Alle Unfälle vom 17. Januar.