• Großeinsatz für die Feuerwehr im Landkreis Bamberg in der Nacht auf Sonntag
  • Vier Lastwagen und ein Transporter brennen auf Firmengelände in Strullendorf aus
  • Sachschaden beläuft sich auf rund 750.000 Euro
  • Polizei geht von Brandstiftung aus
  • Ein nun aufgetauchtes Bekennerschreiben droht mit weiteren Anschlägen
  • Kripo sucht junge Männer als Zeugen

 

Update vom 24.05.2019, 17 Uhr: Kripo sucht junge Männer als Zeugen

Nach der Brandstiftung an mehreren Lastwagen auf dem Firmengelände in Strullendorf Mitte Mai bittet die Kriminalpolizei Bamberg im Rahmen ihrer Ermittlungen um die Mithilfe der Bevölkerung. Die Beamten suchen insbesondere drei junge Männer, die als Zeugen möglicherweise sachdienliche Angaben machen können.

Wie berichtet, hatte am Sonntag, 12. Mai 2019, gegen 0.45 Uhr, ein Anwohner in der Siemensstraße einen brennenden Lastwagen auf dem Grundstück einer Logistikfirma bemerkt und den Notruf gewählt. Als die Einsatzkräfte nur wenig später vor Ort eintrafen, standen bereits mehrere Fahrzeuge in Flammen. Letztendlich brannten vier Lastwagen und ein Transporter aus. Der Gesamtsachschaden beläuft sich auf zirka 750.000 Euro. Der Kriminaldauerdienst nahm noch in der Nacht die Ermittlungen wegen vorsätzlicher Brandstiftung auf.

Inzwischen arbeiten mehrere Beamte der Kripo Bamberg im Rahmen einer Ermittlungskommission an der Aufklärung des Falles. Ein Brandsachverständiger des Bayerischen Landeskriminalamtes unterstützt zusätzlich bei den Ermittlungen. Auch ein Brandmittelspürhund kam zum Einsatz.

Zeugen haben an dem frühen Sonntagmorgen drei junge Männer gesehen, die zu Fuß vom Bahnhof Richtung Pestalozzistraße unterwegs waren. Die Gruppe lief dann die Pestalozzistraße in aufsteigender Richtung weiter.

Zeugen, insbesondere die drei jungen Männer, die am frühen Sonntagmorgen vom Bahnhof zur Pestalozzistraße und anschließend weiter gegangen sind, werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei Bamberg unter der Telefonnummer 0951/9129-491 zu melden.

Update vom 17.05.2019, 19 Uhr: Bekennerschreiben droht mit weiteren Anschlägen

Nach dem verheerenden Brand von Strullendorf, bei dem auf dem Betriebsgelände der Firma Massak vier Lkw und ein Transporter in Flammen aufgingen, ging die Polizei schnell von Brandstiftung aus. Dieser Verdacht erhärtet sich nun, denn im Internet ist ein anonymes Bekennerschreiben aufgetaucht.

In einem Weblog mit dem Titel "Aus dem Herzen der Festung" wird der Firma Massak, die nach eigenen Angaben 150 von 200 deutschen Justizvollzugsanstalten beliefert, die Ausbeutung von Gefangenen vorgeworfen.

Es wird mit weiteren Anschlägen gegen "alle Firmen, die dieses mörderische System am Laufen halten" gedroht.

Ursprüngliche Meldung vom 12.05.2019: Mehrere Lkw in Flammen - Großeinsatz der Feuerwehr

Bis in die Morgenstunden des Sonntag (12. Mai 2019) loderten die Flammen auf einem Firmengelände im Industriegebiet von Strullendorf im oberfränkischen Landkreis Bamberg. In der Nacht gegen 1 Uhr hatte ein Zeuge die Einsatzkräfte zum Ort des Brandes gerufen.

Strullendorf: Warum geht die Polizei von Brandstiftung aus?

Die Feuerwehr konnte schließlich das Feuer unter Kontrolle bringen, vier Lastwagen und ein Transporter waren am Ende dennoch komplett ausgebrannt. Die Kriminalpolizei Bamberg geht nach derzeitigen Erkenntnissen von Brandstiftung aus und bittet um Mithilfe.

Die Polizei geht laut Aussage der Sprecherin des Polizeipräsidiums Oberfranken, Anne Höfer, von vorsätzlicher Brandstiftung aus. Ein Grund ist zum Beispiel, dass die vier Lastwagen, die ausbrannten, weit voneinander weg geparkt wurden. Es erscheint daher unwahrscheinlich, dass sie ohne Zutun eines oder mehrerer Täter in Brand geraten wären.

Ein Zeuge bemerkte in der Nacht auf Sonntag gegen 0.45 Uhr in der Siemensstraße in Strullendorf (nahe des Nordrings) einen brennenden Lastwagen auf einem Firmengrundstück und wählte den Notruf. Rasch waren die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst bei der Logistikfirma vor Ort. Zu diesem Zeitpunkt standen bereits mehrere Lastwagen in Flammen.

Brand in Strullendorf: 150 Einsatzkräfte vor Ort

Trotz des schnellen Einsatzes der Feuerwehr brannten vier Lastwagen und ein Transporter aus. Ein Übergreifen der Flammen auf eine Lagerhalle konnten die zeitweise bis zu 150 Einsatzkräfte der Feuerwehr jedoch verhindern, so dass die Fassade nur leicht in Mitleidenschaft gezogen wurde. Der Gesamtsachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf circa 750.000 Euro.

 


Foto: NEWS5 / Merzbach - Bild 1

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Polizei Bamberg bittet um Zeugenhinweise

Beamte des Kriminaldauerdienstes aus Bamberg nahmen in der Nacht die Ermittlungen auf. Derzeit gehen sie von vorsätzlicher Brandstiftung aus und fragen:

  • Wer hat vom späten Samstagabend bis zum Sonntagmorgen, circa 1 Uhr, Wahrnehmungen im Bereich der Logistikfirma in der Siemensstraße, nahe des Nordrings, gemacht?
  • Wer hat verdächtige Personen und/oder Fahrzeuge dort beobachtet?
  • Wer kann sonst Angaben machen, die im Zusammenhang mit dem Brand stehen könnten?

Zeugen werden gebeten, sich bei der Kripo Bamberg unter der Telefonnummer 0951/9129-491 zu melden.

 

Erst gestern Früh brannte eine Lagerhalle in Unterfranken. Anwohner wurden aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten - der beißende Qualm zog bis nach Südhessen.