Er komme sich ein bisschen veralbert vor, sagte Markus Lüpertz am Tag nach seinem jüngsten Bamberg-Besuch. Der lief ganz anders ab, als es sich der Bildhauer vorgestellt hatte. Statt mit einem Vertrag nach Berlin zurück zu kehren, der ihn mit der künstlerischen Gestaltung der Kirchenfenster für St. Elisabeth im Sand beauftragt, sah er sich damit konfrontiert, dass das Vorhaben noch lange nicht entscheidungsreif scheint.

Lüpertz verließ daraufhin am Dienstagabend einen Ortstermin in dem kleinen Gotteshaus vorzeitig und ließ die Gastgeber des Initiativkreises, die von ihm eine "Predigt in Glas" haben möchten, einigermaßen ratlos zurück.

Sie wirkten selbst überrascht von den Ideen und Vorstellungen, mit denen der städtische Finanzreferent bei der nichtöffentlichen Veranstaltung in der Kirche aufwartete.