Die Tage sind gezählt: In etwas mehr als einer Woche beginnen die großen Schulferien. Dann heißt es für viele Jugendliche: Urlaub, Strand und Sonnenbrand. Wer sich jedoch kurzfristig dafür entscheidet, die eigenen Finanzen etwas aufzubessern und in den Ferien zu arbeiten, ist in Bamberg an der richtigen Stelle: Viele lokale Arbeitgeber bieten Ferienbeschäftigungen an.


Gewinn garantiert

"Ob zum Auffüllen der Regale oder als Aushilfe in der Küche - Ferienjobber werden hier gern eingesetzt", liest man in einer Publikation der Bundesagentur für Arbeit. Matthias Klar, Pressesprecher für den Raum Coburg-Bamberg, bestätigt, dass viele Unternehmen die Kurzzeitbeschäftigten fest in den Dienstplan für die Sommermonate einplanen. Die Ferienjobs bezeichnet Klar als "feine Sache", denn "gerade, wenn man eine Ausbildung machen will" können sich die jungen Beschäftigten dabei bereits einen erster Eindruck von denkbaren Berufsfeldern und von verschiedenen Unternehmen machen. So springe am Ende nicht nur das erste selbst verdiente Geld aus der Ferientätigkeit, sondern möglicherweise auch ein positives Beurteilungsschreiben samt potenziellem Arbeitgeber. Auch ohne feste Zukunftspläne lohne sich ein Job in den Sommerferien, um sich an einen geregelten Tagesablauf im Arbeitsleben zu gewöhnen,meint Klar.
Neben persönlichen Nachfragen bei Cafés, Restaurants oder Supermärkten können Jugendliche auch im Internet nach Ferienjobs suchen. Eine Möglichkeit bietet die Website der Agentur für Arbeit (www.jobboerse.arbeitsagentur.de), auf der Annoncen regionaler Arbeitgeber eingetragen werden.
Eine zweite Option ist die Jobbörse des studentischen Vereins "Feki" aus Bamberg. Interessierte können auf www.feki.de/jobboerse unter dem Reiter "Nebenjob" in rund 100 Jobangeboten nach dem für sie passenden suchen. Neben Anzeigen großer Unternehmen sind dort auch Stellenangebote kleinerer Gaststätten und anderer Branchen in und um Bamberg aufgelistet.


Ferienjobs in der Region

Ein Inserat auf feki.de wirbt für einen Ferienjob beim Kosmetikverpackungs-Hersteller "GEKA" in Bamberg (Hallstadter Str. 73). Hier können Jugendliche ab 18 Jahren nicht nur während der Ferien, sondern ganzjährig eine befristete Beschäftigung eingehen. Im Schichtbetrieb helfen die jungen Aushilfskräfte dann mindestens vier Wochen bei der Produktion mit. Bewerbungen können entweder über die studentische Jobbörse oder direkt an karriere@geka-world.com geschickt werden.

Wer lieber draußen unterwegs ist, kann sich bei der Deutschen Post bewerben. Vom Briefzentrum in Bamberg (Memmelsdorfer Str. 211A) oder von den Zustellstützpunkten im Landkreis aus übernehmen Ferienbeschäftigte die Zustellung von Briefen und Paketen. Das Mindestalter liegt hier bei 18 Jahren und ein Führerschein (Klasse B) ist Voraussetzung für eine Anstellung. Auch neben der Schule oder Universität können sich die Nachwuchsbriefträger das gesamte Jahr über auf Abruf engagieren.Vorkenntnisse seien nicht erforderlich, Bewerber sollten aber körperlich fit sein, teilt der für die fränkische Region zuständige Pressesprecher Alexander Böhm mit. Interessierte können sich über die Stellenbörse der Post (https://de.dpdhl.jobs) bewerben.

Im Gesundheitsbereich bietet zum Beispiel das Bamberger Pharma-Unternehmen Dr. Pfleger (Dr.-Robert-Pfleger-Straße 12) Ferienjobs an, berichtet Mirjam Kraus von der Personalabteilung. Ab 16 Jahren arbeiten Jugendliche neben anderen Einsatzbereichen in der Handverpackung mit. Kraus bedauere, dass nur kurzfristig über "facebook" oder www.feki.de freie Stellen gemeldet werden können. Allerdings würde ein Bewerberpool aufgebaut werden, aus dem die Interessenten bei Bedarf kontaktiert werden.

Ein weiterer Arbeitgeber für Ferienbeschäftigte ist die Johanniter-Unfall-Hilfe. Im Rahmen einer befristeten Beschäftigung helfen die Jugendlichen beim Fahrdienst mit. Ein Führerschein ist nicht verpflichtend, vom Standort Bamberg (Gutenbergstraße 2a) ist ein Einstiegsalter von 16 Jahren gewünscht.


Arbeitsbedingungen absichern

Ob in der Produktion, als Postbote oder im Gesundheitswesen: Unabhängig von der Tätigkeit haben Beschäftigte über 18 Jahren einen Anspruch auf den Mindestlohn, der derzeit bei 8,84 Euro liegt. Das gilt auch, wenn der Ferienjob als geringfügige Beschäftigung (bis zu 450 Euro pro Monat) ausgeübt wird, wie der Deutsche Gewerkschaftsbund informiert. Für Jugendliche, die dieses Alter unterschreiten, gilt: Die Bezahlung muss fair sein. So sieht das auch die Bundesagentur für Arbeit. Pressesprecher Matthias Klar weist außerdem darauf hin, dass die Ferienbeschäftigten unbedingt auf einen Arbeitsvertrag bestehen sollten, damit sie etwas Stichhaltiges gegenüber dem Arbeitgeber in der Hand haben. Dann stehe dem Ferienjob im Sommer nichts mehr im Wege.