Nach einer verkorksten Hinrunde in der Fußball-Bayernliga mit nur 21 Toren in ebenso vielen Spielen und Relegationsplatz 14 hat die DJK Don Bosco Bamberg bereits die ersten Wochen der Winterpause genutzt, um größere Veränderungen am Kader vorzunehmen. Das betrifft insbesondere die Offensivabteilung. Zwei neue Spieler sind da, ein Akteur hat den Verein wieder verlassen.

Die wohl wichtigste, aber auch überraschendste Personalie: Ab sofort schnürt Dominik Sperlein wieder die Schuhe für die Wildensorger. Besonders auf ihm ruhen die Hoffnungen, die Torflaute in den Griff zu kriegen. Wo das Tor steht, wissen nur wenige so gut wie Sperlein: Für den SV Memmelsdorf erzielte er in den vergangenen zweieinhalb Jahren in der Landesliga 62 Tore - davon alleine 34 in der vergangenen Spielzeit. Von 2014 bis 2016 lief er bereits für die Wildensorger auf, damals aber noch vor seiner Heirat als Dominik Schütz. Seine Bilanz: 78 Spiele, 36 Tore. Auf ähnliche Werte hoffen die DJK-Verantwortlichen auch nach seiner Wiederverpflichtung. "Mit ihm haben wir genau das gefunden, was wir gesucht haben: Einen Stürmer, der uns sofort weiterhilft. Wir wissen natürlich, dass seine Verpflichtung keine Garantie ist", sagte der Sportliche Leiter Holger Denzler unserem Partnerportal anpfiff.info. Zuletzt hat die "Tormaschine" nicht mehr so verlässlich geliefert: "Nur" acht Tore hat der 28-Jährige in dieser Saison erzielt, der letzte Treffer datiert von Anfang September - seit mehr als 900 Minuten ist Sperlein torlos.

Der Abschied aus Memmelsdorf sei ihm aber nicht allzu schwer gefallen, nachdem der Verein in der kommenden Saison auf ein Spielertrainer-Duo setzen möchte und die aktuellen Trainer Gerd Schimmer sowie sein Co-Trainer Sperlein über den Sommer hinaus keine Zukunft hätten. "Damit war für mich keine Perspektive mehr gegeben", führt er aus.

Neben Sperlein hat sich die DJK mit Bless Fiebig einen weiteren Offensivmann geangelt: Der 19-Jährige kommt vom Ligakonkurrenten ATSV Erlangen, stand in dieser Saison 13 Mal auf dem Feld und erzielte zwei Tore. Fußballerisch ausgebildet wurde der angehende Bundespolizist bei der SG Quelle Fürth und der SpVgg Greuther Fürth.

Beendet ist dagegen das ohnehin nur bis Jahresende angedachte Engagement von Geovannie Lake: Der 21-Jährige vom Karibikstaat St. Kitts and Nevis konnte sich nicht durchsetzen, kam auf sieben Teileinsätze (zwei Tore) und hat Bamberg bereits wieder verlassen.tsc