Nach der überflüssigen 0:2-Niederlage bei Aufsteiger ASV Vach fiel die DJK Don Bosco Bamberg auf Platz 7 in der Fußball-Bayernliga Nord zurück und läutet am Sonntag (15 Uhr) mit dem Heimspiel auf der Rudi-Ziegler-Sportanlage gegen den SC Eltersdorf (8.) die "Wochen der Wahrheit" ein, in denen ausschließlich Vergleiche mit Topteams anstehen.

Der SCE zählt neben der DJK Gebenbach und dem Würzburger FV, die folgenden Gegner der Wildensorger, zu den Mannschaften der Stunde und bestach mit sehr positiven Ergebnissen. Die vom Ebelsbacher Bernd Eigner trainierten "Quecken" legten trotz des 2:0-Auftaktsiegs gegen den ATSV Erlangen einen klassischen Fehlstart mit Niederlagen gegen Aubstadt und in Ammerthal sowie einer weiteren Pleite in Neumarkt hin, woran auch die beiden Unentschieden gegen Abtswind und Würzburger Kickers II nicht viel änderten. Eigners enormem Erfahrungsschatz und der Rückkehr zahlreicher Verletzter ist es zu verdanken, dass sie endlich ihrer Mitfavoritenrolle nachkommen.

Mit zuletzt vier Erfolgen im Gepäck reist Eltersdorf nach Bamberg. Eigner selbst wird urlaubsbedingt nicht dabei sein und von Co-Trainer René Ebert vertreten. Die Marschrichtung gibt er trotzdem klar vor. "Wir wollen unbedingt in der Erfolgsspur bleiben, wir haben seit fünf Partien nicht mehr verloren und zuletzt viermal voll überzeugt." Der frühere Profi (FC St. Pauli und Arminia Bielefeld) betont zudem die Schwere der Aufgabe. Schließlich kennt er die Bamberger nicht zuletzt aufgrund seines Wirkens als Coach beim SV Memmelsdorf und FC Eintracht Bamberg aus dem Effeff. "Wir treten nahezu mit dem gleichen Aufgebot bei der DJK an." Fehlen wird neben Kapitän und Regisseur Thomas Dotterweich (Knie) der Ex-Wildensorger Calvin Sengül (Urlaub). Der Einsatz des spiel- und kopfballstarken Manuel Stark ist verletzungsbedingt fraglich. Dagegen gehört Mittelfeldrenner Tommy Kind zum Kader, in dem sich mit den Zwillingsbrüdern Bastian und Tobias Herzner sowie dem Gaustadter Maximilian Göbhardt ein Offensivtrio par excellence tummelt.

Ebenfalls zu den Leistungsträgern zählen der vielseitig verwendbare Sebastian Schäferlein, Neuzugang von Jahn Forchheim und mit drei Treffern intern bester Torschütze, Abwehrchef Sebastian Lindner und der reaktionsschnelle Tugay Akbakla, einer der besten Keeper der Liga.

Das Tor will nicht fallen

Für DJK-Trainer Mario Bail gehört Eltersdorf "zu den drei besten Teams der Liga, obwohl sie in der Tabelle noch hinter uns liegen". Der 38-Jährige spricht von einer "Riesenherausforderung" und bescheinigt den Erlanger Vorstädtern eine "extreme individuelle Qualität". Bei der Niederlage in Vach fühlt er sich an die Gräuelzeit der Vorsaison erinnert, wo seine Jungs hochkarätige Chancen regelmäßig liegen ließen. Dies wiederholte sich jüngst beim ASV.

"Wir hätten noch zwei Stunden weiterspielen können und das Tor nicht getroffen. Wir waren einfach zu blöd und haben verdient verloren", lautet Bails ehrliche und treffende Analyse. Aber: Auch in Zeiten einer bitteren Niederlage beschwört er die Fortentwicklung und blickt nicht zuletzt aufgrund der Historie optimistisch der Aufgabe entgegen. "Wir haben die letzten zwei Jahre gute Leistungen gegen Eltersdorf abgerufen, sind stabiler geworden und hoffen, Nadelstiche setzen zu können. Unser Gegner wird über Ballbesitz kommen und überlegen sein. Ich erwarte dennoch ein enges Spiel." Nicht zur Verfügung stehen Patrick Hoffmann (Urlaub) und Johannes Jessen (wegen Doktorandenstelle in München beruflich verhindert).

DJK Don Bosco Bamberg: Edemodu, Glos - Allgaier, Esparza, Fischer, Haaf, Kettler, Leicht, Müller, Niersberger, Rosiwal, Schmoll, Spies, Straub, Strobler, Trawally, Wunder