Die ProA-Basketballer der Baunach Young Pikes sind am Freitag (19.30 Uhr) in der ASV-Sporthalle bei den RheinStars Köln gefordert. Die Begegnung sollte ursprünglich am Sonntag in der modernen Lanxess-Arena stattfinden, musste allerdings aufgrund von Terminüberschneidungen in die wesentlich kleinere ASV-Sporthalle verlegt werden.

Die RheinStars sind durch eine Wildcard in die ProA gerutscht. Als Meister der Regionalliga West haben sie eine Liga übersprungen und sich mittelfristig große Ziele gesteckt. Über kurz oder lang soll der Weg wieder in die Bundesliga führen. Verantwortlich ist hierfür ein in Basketballkreisen sehr bekannter Ex-Nationalspieler, dessen Sohn als Spieler bei den Rheinländern aufläuft. Seit Stephan Baeck die Zügel in der Hand hält, geht es bergauf bei den Kölnern. Die Neubesetzung der Trainerposition vor der Saison war ein gelungener Schachzug, denn mit Arne Woltmann konnte ein erfahrener Basketballexperte an den Rhein gelotst werden, der in Bamberg bestens bekannt und geschätzt ist.

Nach einem für einen Aufsteiger sehr guten Saisonstart mit vier Siegen ist ein wenig Sand ins Getriebe der Gastgeber geraten. Dennoch liegen sie punktgleich mit den Young Pikes im gesicherten Mittelfeld und ihr Blick geht sicher mehr in Richtung Play-off-Ränge als nach unten in der Tabelle. Getragen wird das Kölner Spiel von vier Akteuren aus dem Mutterland des Basketballs. Dabei ist Aufbauspieler David Downes der Lenker und gleichzeitig bester Werfer mit 15,2 Punkten pro Begegnung.

Unter den Körben agieren die beiden extrem athletischen Aaron Jones und Lakeem Jackson, die zusammen für fast 25 Punkte und 15 Rebounds pro Begegnung verantwortlich sind. Eher als Scharfschütze gefürchtet ist der Deutsch-Amerikaner Alexander Foster, der trotz seiner Größe von der Dreipunktlinie gefährlich ist. Diese vier Akteure stehen in der Regel fast immer über 30 Minuten auf dem Feld. Ergänzt wird das Quartett vom jungen deutschen Power-Forward Jonathan Malu, der in der letzten Saison noch mit Geißen die ProA-Meisterschaft feierte. Auch einen erfahrenen Hasen kann Trainer Woltmann aufbieten, denn der 35-jährige Marin Petric ist mit allen Wassern gewaschen und gerade in engen Begegnungen für das Team wertvoll. Neben diesen sechs Stammkräften geben die Kölner vermehrt jungen Spielern eine Chance. So dürfen Leon Baeck, Lennart Steffen und Tim van der Velde auch regelmäßig ProA-Minuten spielen. Gerade zu Hause sind die Kölner eine Macht und haben bisher nur gegen Essen und Heidelberg die Punkte liegenlassen. Es wird also eine alles andere als leichte Aufgabe für das Team von Trainer Fabian Villmeter. Erschwerend kommt hinzu, dass der Kölner Coach Woltmann die meisten Spieler aus dem Baunacher ProA-Team aus seiner Zeit in Bamberg ganz genau kennt und so sein Team perfekt auf die Young Pikes einstellen kann.

Die Baunacher werden versuchen, den Schwung aus dem Hamburg-Spiel (77:73) mitzunehmen, als sie wieder die Tugenden an den Tag legten, auf die man bei einem jungen Team vertrauen sollte: Kampf und Leidenschaft. Mit der richtigen Einstellung könnte auch in Köln ein Sieg möglich sein. Damit hätte man die hervorragende Ausgangsposition im Kampf um den Klassenerhalt nochmals verbessert. Ein Livestream (www.sportdeutschland.tv) ist wieder auf Großbildleinwand im Baunacher Sportheim zu sehen. red