Der FV Zeckendorf und der TSV Scheßlitz mussten nach Beendigung der Vorsaison in der Relegation nachsitzen. Trotz seiner 40 Punkte schaffte der FVZ erst über diesen Umweg gegen den SC Neuhaus den Klassenerhalt. Hingegen hatte der TSV Scheßlitz als Relegant zur Kreisliga keinen Erfolg. Die "Schäätzer" unterlagen der DJK Gaustadt mit 2:3 nach Verlängerung.

Bei den Zeckendorfern war vor der langen winterlichen Zwangspause die Stimmung voll im Lot. Der aufstrebende Verein aus dem Scheßlitzer Stadtteil ist mit dem Erreichten absolut zufrieden, stand vor der Winterpause auf Rang 6 und hat nach der 0:3-Niederlage mit dem TSV Scheßlitz (7.) die Plätze getauscht. Die Jungs von Spielertrainer Benjamin Schmitt (29) ziehen voll mit. Der Coach, dem ein erstaunlich breit aufgestellter Kader zur Verfügung steht, freut sich in seinem zweiten Jahr, "dass seine Schützlinge nicht jede Woche zittern und mit Druck in die Spiele gehen müssen." Erfolgreichster Torschütze mit 15 Treffern ist der 24-jährige Co-Trainer Philipp Brückner. "Philipp ist einfach super drauf", freut sich Chefanweiser Schmitt. Die "Blau-Weißen" sind mit 18 in der Fremde erkämpften Punkten recht erfolgreich. Im Hinspiel trennten sich die Lokalrivalen vor 550 Zuschauern mit 1:1.

Scheßlitzer Remiskönige

Der TSV Scheßlitz steht ebenfalls im Niemandsland der Tabelle und hinkt den eigenen Erwartungen etwas hinter. Die Zielsetzung war eine Platzierung unter den ersten Fünf. Dies ist noch machbar, der Rückstand zum Fünften DJK Teuchatz beträgt nur drei Zähler.

In den letzten Partien vor der Winterpause schwächelte das Team von Trainer Stefan Grasser. So verbuchte der TSV in sechs Begegnungen nur einen Sieg. Gleichzeitig hat das Verletzungspech arg zugeschlagen. In der vorherigen Saison waren die Scheßlitzer die Remiskönige der Liga. Auch in dieser Spielzeit liegt der Kreisklassen-Dino mit sieben Punkteteilungen an der Spitze der Bilanz. Coach Grasser hat seinen Vertrag bereits für das nächste Spieljahr verlängert. "Ich möchte einen Umbruch in der Mannschaft sehen und versuche, junge Spieler an Land zu ziehen, um diese bei uns einzubauen", so seine Aussage.

Scheßlitz gibt den Ton an

Von Beginn an waren die Gäste spielbestimmend und kamen auch zu gefährlichen Aktionen. Nach einer Viertelstunde setzte Philipp Schütz den am Strafraum lauernden Jannik Schulak ein. Der lief alleine auf Keeper Christoph Vogel zu und ließ diesem keine Abwehrchance - 1:0. Bereits fünf Minuten nach dem Führungstor klingelte es erneut. FVZ-Torhüter Vogel unterschätzte beim Herauslaufen einen Freistoß, David Ebitsch vollendete aus kurzer Distanz per Kopf. Kurz darauf agierten die Zeckendorfer im Angriff etwas gefährlicher. Dieses Aufbäumen brachte aber nichts Zählbares ein. Der TSV hatte schnell Zugriff auf das Geschehen. Markus Freitag, Jonas Deckert und Jan Lorber versiebten einige gute Möglichkeiten.

FV Zeckendorf steigert sich

Die ganz in Rot angetretenen Gäste standen nach Wiederbeginn etwas tiefer, der FV verzeichnete mehr Ballbesitz. Immer wieder wurde das Leder in den Strafraum gebracht, aber die Scheßlitzer Defensiv-Abteilung konnte alle Angriffe der Hausherren abblocken.

Die Zuschauer hatten allerdings trotzdem nicht das Gefühl, dass der Anschlusstreffer der Hausherren in der Luft liegen würde. Nach einem starken Pass von Jannik Schulak hob der eingewechselte Dominik Braun die Lederkugel zwar über Vogel, aber auch knapp neben den Kasten. Mit zunehmender Spieldauer wurden die Räume der Scheßlitzer immer größer. Jannik Schulak zog das Leder nach einer Ecke an den kurzen Pfosten. Christopher Gries flog heran und vollendete zur 3:0-Führung (79.) für sein Team.

Damit war die Partie endgültig entschieden. Insgesamt gesehen war das Lokalduell ein guter Auftritt der nunmehr mit Zeckendorf punktgleichen Scheßlitzer.

"Wir haben es nicht geschafft, an die guten Leistungen aus der Hinrunde anzuknüpfen. Wir waren meistens einen Schritt zu spät und gerade in der ersten Halbzeit nicht auf dem Platz. So kann man in einem Lokalderby nicht bestehen", sagte FV-Coach Benjamin Schmitt, während Stefan Grasser natürlich zufrieden war: "Das war ein verdienter Sieg, weil wir in allen Belangen überlegen spielten. Die Mannschaft hat alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Die jungen Spieler haben mich nicht enttäuscht. So muss unser Team in den restlichen Spielen weitermachen."

FV Zeckendorf: Vogel - Hardt, M. Schmelzer, Rauh, Görtler, Fleischmann, Nüßlein, Köttig, Brückner, Zenk, Schmitt (46. M. Ries), (46. Zeis), (65. Deuerling)

TSV Scheßlitz: Schmitt - Knoblach, M. Lieb, Lorber, Gries, Schütz, Schrüfer, Freitag, D. Ebitsch, Deckert, Schulak (55. Braun), (63. K. Ebitsch)

SR: Paul Dippold (Bischberg)

Zuschauer: 186

Tore: 0:1 Schulak (16.), 0:2 D. Ebitsch (21.), 0:3 Gries (79.)

Gelbe Karten: Nüßlein, Görtler, M. Schmelzer / Lorber