Auf dem Weg in die Landesliga hat der TSV Schammelsdorf das Hinspiel gegen die SpVgg Selbitz mit 2:3 in den Sand gesetzt. Am Sonntag (16 Uhr) findet das Rückspiel in Selbitz statt.

Die SpVgg Selbitz versuchte zu Beginn, das Heft in die Hand zu nehmen und hatte gegen abwartende Schammelsdorfer zunächst mehr Ballbesitz - und die erste Chance. Tjark Gerull spitzelte den Ball aufs Tor, TSV-Keeper Matthias Schneider parierte aber stark. Nach rund einer Viertelstunde legte der TSV aber seine Zurückhaltung ab und machte sich vor dem gegnerischen Gehäuse bemerkbar: Johannes Wörner verzog noch deutlich über das Tor (15.). Gefährlicher wurde es, als sich Michael Pitzer den Ball für einen Freistoß aus gut 25 Metern zurechtlegte und sein Schuss nur knapp über die Querstange strich (27.). Zwar kam auch Selbitz im Gegenzug zu einem Hochkaräter durch Gerull, Schammelsdorf begegnete der SpVgg zu diesem Zeitpunkt aber auf Augenhöhe. Bis zur Halbzeitpause sollte vor beiden Toren aber nur noch wenig passieren.

Das änderte sich kurz nach dem Wiederbeginn - aber zum Leidwesen des TSV: Pascal Vuckov wurde an der Fünfmeter-Grenze zu Fall gebracht, Schiedsrichter Björn Söllner zeigte ohne langes Zögern auf den Elfmeterpunkt. Eine wohl vertretbare Entscheidung. Maximilian Lang ließ sich die Chance nicht entgehen und verwandelte souverän zur 1:0-Führung der Gäste (53.). Der Treffer setzte Schammelsdorf zu, die SpVgg wollte nachlegen. Und hätte dies fast getan, doch Vuckov rutschte noch weg, als er Torhüter Schneider schon ausgespielt hatte. Das musste eigentlich das 2:0 sein, war es aber nicht. Und nur eine Minute später glich Schammelsdorf aus. Nach Wörner-Flanke berührte ein Selbitzer den Ball mit der Hand, wieder zeigte der Referee direkt auf den Punkt. Zwar scheiterte Pascal Herbst zunächst, traf aber im Nachschuss (65.).

Beide Teams sparten ihre Energie nun für einen fulminanten Endspurt auf: David Wich krönte ein Solo mit dem 2:1 für die Gäste (85.). Und als TSV-Kapitän Philipp Ohland eine Hereingabe ins eigene Tor beförderte, sah es richtig düster für Schammelsdorf aus (88.). Johannes Wörner netzte in der Nachspielzeit aber zum 2:3-Endstand ein und sorgte dafür, dass sich Schammelsdorf im Rückspiel noch einiges ausrechnen darf.

FC Coburg siegt klar

Sollte sich Schammelsdorf noch für die nächste Runde qualifizieren, deutet vieles darauf hin, dass es dann gegen den FC Coburg geht: Der Landesligist behauptete sich bei Bezirksligist BSC Saas Bayreuth mit 4:0. Die Tore erzielten Adrian Guhling (9./19.), Ricardo König (75.) und Sertan Sener (83.).

tsc TSV Schammelsdorf: Schneider - Bäuerlein (82. Brunner), Ohland, R. Herbst, Kauder, Schmitt, Witterauf (73. Sussner), Wörner, Pitzer, Massak, P. Herbst / SpVgg Selbitz: Schall - Strootmann, Renger, Eichelkraut, Drechsel (76. Gebhardt), Kaschel (87. Vanek), Findeiß, Vuckov, Lang, Wich, Gerull (38. Pohl) / SR: Söllner (Aidhausen) / Zuschauer: 809 / Tore: 0:1 Lang (53./Foulelfmeter), 1:1 P. Herbst (65./Handelfmeter), 1:2 Wich (85.), 1:3 Ohland (88./Eigentor), 2:3 Wörner (90.) / Gelbe Karten: Massak, R. Herbst, Witterauf / Strootmann, Renger