Der SV Memmelsdorf hat auch im zweiten Saisonspiel der Fußball-Landesliga Nordorst gepunktet. Nach dem 2:0-Erfolg zum Auftakt gegen den VfL Frohnlach erkämpfte sich die Mannschaft von Trainer Rolf Vitzthum am Mittwochabend mit dem 0:0 beim ATSV Erlangen einen Punkt.

Die erste Viertelstunde gab es ein Spiel auf ein Tor - und das war das der Heimelf. Denn die bissigen Gäste stellten den ATSV immer wieder vor Probleme. Aufgrund vieler Fehler gab es immer wieder Chancen für die Gäste. Vor allem Christopher Sowinski erwies sich als Chef-Ballerkämpfer. Aber entweder vergaben die Memmelsdorfer, wie Tobias Seifert in der 3. Min., leichtfertig, oder aber das Zuspiel des Offensivmannes kam nicht richtig an. In der 5. Min. hatte Michael Wernsdörfer die Führung auf dem Fuß, doch sein Schuss ging knapp am Gehäuse vorbei.

Lediglich mit einem Freistoß durch Ferdinand List wurde es richtig gefährlich vor dem Kasten des SVM. Doch Keeper Jürgen Jensch war auf dem Posten. Kurz danach war es erneut Sowinski, der einen Ball erkämpft hatte und auf Markus Saal zurückpasste. Doch der Schuss ging dann deutlich vorbei. Es dauerte bis zur 32. Min., ehe sich wieder etwas tat. Allerdings wurde der Schuss des Erlangers Ahmet Kulabas nach Kevin Guerras Vorarbeit von einem Memmelsdorfer von der Linie gekratzt.


Die Torhüter sind zur Stelle

Die erste Chance nach der Pause hatte der Gast in Person von Sowinski, der bereits nach zwei Zeigerumdrehungen abzog und am klasse reagierenden Michael Kraut im Tor scheiterte. Vier Minuten später war es dann Labeat Ferizi der das erste Mal aufs Memmelsdorfer Tor schoss, aber wie auf der anderen Seite vereitelte der Schlussmann die erste Chance der Heimelf. Während die Heimelf Druck machte, verlegten sich die Gäste immer mehr aufs Kontern und hatten in der 57. Min. erneut eine dicke Chance. Dieses Mal war es Phillipp Hörnes, der am rechten Strafraumeck schön freigespielt wurde, den Ball aber deutlich am linken Pfosten vorbei setzte.

Knapper wurde es dann schon in der andere Box. Nach einer Ecke schraubte sich Sebastian Marx in die Höhe und wuchtete die Kugel nur um Zentimeter übers Gehäuse. In der 73. Min. wäre es dann fast richtig spektakulär geworden, als Ferdinand List von der Mittellinie über den weit vor seinem Tor postierten Keeper Jensch lupfen wollte, aber den Ball auf das Tornetz setzte. Praktisch im Gegenzug hatten die Gäste wieder eine schöne Chance, doch wie so oft ging der Abschluss von Wernsdörfer in die Wolken. So blieb es beim am Ende verdienten Unentschieden - auch, weil der Referee in der Schlussphase den Gästen einen möglichen Elfmeter verweigerte.

"In der ersten Halbzeit waren wir besser, vor allem am Anfang, und dann waren wir Minimum gleichwertig. Irgendwann hätten wir einfach das Tor machen müssen, entweder gleich am Anfang oder dann eben am Ende. Chancen haben wir eigentlich kaum zugelassen", meinte SVM-Trainer Vitzthum. sb
ATSV Erlangen: Kraut - Kammermeyer, Amegan, Guerra, Marx, Krämer, Schreiber, Faßold (11. Ferizi), List, Glasner, Kulabas (66. Graine) / SV Memmelsdorf: Jensch - Nikiforow, Griebel, Hörnes, Kamm, Schwarm, Wernsdörfer, Koch, Sowinski (75. Yilmaz), Seifert (83. Hummel), Saal (68. Weber) / SR: Lang (Schweinfurt) / Zuschauer: 150 / Gelbe Karten: - / Kamm, Griebel