Mit dem 1:0-Heimerfolg gegen den FC Röbersdorf hat Spitzenreiter SV Frensdorf den Nimbus der Unbesiegbarkeit im heimischen Stadion auch in der neunten Partie am Failsberg gewahrt. Es ist nicht verwunderlich, dass die Frensdorfer mit durchschnittlich 190 Besuchern zu Hause den größten Zuschauerbesuch der Liga vorweisen. Ihr Top-Torschütze ist Spielertrainer Jan Dippold mit 22 Treffern. Der 28-Jährige, der in Abtsdorf wohnt, wechselte zu Beginn der Saison vom Bezirksligisten SpVgg Ebing zum SVF. Dort hat er für diese Saison ein breit aufgestelltes Kollektiv mit 13 Neuerwerbungen vorgefunden. "Unser Ziel vor Beginn der Serie war eine Platzierung unter den ersten Sechs. Der momentane Platz meiner Jungs an der Tabellenspitze freut mich umso mehr", schildert der Coach.

Anders ist die Situation in Röbersdorf. "Von der Qualität auf dem Papier müssten wir eigentlich besser dastehen als auf dem achten Platz", sagte Trainer Christian Ott. Der 31-Jährige wechselte zu Beginn der Saison vom FC Eintracht Bamberg zu den Falken, die vor dem Punktestart einige vorher höherklassig spielende Fußballer an Land gezogen haben. "Um die gesteckten Ziele zu erreichen, muss die Einstellung jedes einzelnen Spielers passen. Der Fokus bei einem gut geführten Dorfverein liegt darin, das gemeinsame Miteinander zu stärken. Dies wird seit der Winterpause bei uns auch so gelebt. Es gibt keine erste, zweite oder dritte Mannschaft mehr, sondern nur noch einen FC Falke Röbersdorf. Mit dieser neu geformten Einheit wollen wir noch den einen oder anderen Punkt erkämpfen und uns in der Tabelle verbessern", so Ott. Im Hinspiel trennten sich die Nachbarrivalen vor 355 Zuschauern mit einem 0:0, dieses Mal sollte zumindest ein Treffer fallen - wenn auch sehr spät.

SV Frensdorf - FC Röbersdorf 1:0

Der Spitzenreiter war von Beginn an präsent, übernahm die Spielkontrolle und drängte die Falken in die eigene Hälfte zurück. Mehrere Gelegenheiten zum Führungstreffer waren für die Hausherren vorhanden. Es dauerte 20 Minuten, bis sich der FC aus der Umklammerung befreien konnte und offensiv aktiv wurde. Einen Freistoß von Ott aus dem Halbfeld klärte Alexander Kepling in der 21. Minute per Kopf. Wenig später war Kepling erneut zur Stelle und beförderte die Kugel vor dem anstürmenden Bastian Walz ins Aus. Die beste Gelegenheit in Hälfte 1 sahen die Zuschauer in der 25. Minute: Dippold bekam den Ball an der Strafraumkante, setzte sich gegen Pascal Rust durch, aber sein Abschluss auf das lange Eck landete im Aus. Gegen Ende der ersten Halbzeit setzten die Gäste einige Akzente in der Offensive. Keeper Marcel Göller lenkte in der 39. Minute einen 25-Meter-Freistoß von Michael Christel über die Latte.

Tor fällt erst in der Nachspielzeit

Nach dem Seitenwechsel ergaben sich aus dem Spiel heraus für beide Mannschaften nur wenige hochkarätige Möglichkeiten. So richtig gefährlich wurde es nur nach Standards. Die beiden Abwehrreihen standen sehr sicher und blockten alle Angriffe ab.

Mittlerweile war klar: Wer den ersten Treffer erzielt, würde das Derby für sich entscheiden. Beide Mannschaften motivierten sich nochmals für die letzten Minuten. Und die Fans des SV hatten den Torschrei bereits auf den Lippen: Daniel Stöcklein beförderte einen Freistoß von der Mittellinie in den Strafraum. Den wuchtigen Kopfball von Martin Wrobel parierte Torwart Florian Bühner mit einem Reflex und lenkte das Leder an den Pfosten. Der Nachschuss von Stanislav Hasinski landete am Außennetz. In der zweiten Minute der Nachspielzeit war es erneut Stöcklein, der einen Freistoß in den Sechzehner knallte. Alexander Kiepling stand goldrichtig und verlängerte den Ball mit dem Hinterkopf zum Siegtreffer ins lange Eck.

"Viele Chancen hat es nicht gegeben. Dies war von vorneherein so zu erwarten. Uns war wichtig, dass wir die Röbersdorfer aus dem Zentrum heraus nicht ins Spiel kommen lassen. Am Ende war es zwar für uns ein glücklicher, aber letztendlich verdienter Sieg", sagte SV-Spielertrainer Jan Dippold, während sich Christian Ott über das späte Gegentor ärgerte: "Im zweiten Durchgang konnten wir keine Akzente setzen. Es ist natürlich schade, dass es wegen ein paar Sekunden nicht gereicht hat, das Unentschieden über die Zeit zu bringen. Der SV Frensdorf besaß das Glück des Tüchtigen und hat nach vorn mehr investiert." SV Frensdorf: M. Göller - Zimmermann, Wrobel, Kepling, Oeder, Panzer, F. Bessler, Hasinski, Koch, Stöcklein, Dippold (66. Behr), (90. Böck)

FC Röbersdorf: Bühne - Rust, Wittmann, Heß, Ma. Barb, 0tt, Bergmann,, Ma. Christel, Mi. Christel, Walz, Kupfer (46. Reck), (50. Grimm), (52. Reißner)

SR: Markus Morgner (Coburg-Ketschendorf)

Zuschauer: 250

Tor: 1:0 Kepling (90 + 2)

Gelbe Karten: Oeder / Wittmann, B. Walz, Bergmann, Ma. Christel