In den anderen Begegnungen des Spieltages siegten erwartungsgemäß Zerbst (in Hirschau) und Amberg (in Karlstadt) mit 8:0. Fürth siegte zuhause mit 6:2 (gegen Ravensburg) während die Neulinge aus Niederstotzingen (7:1 zu Hause gegen Peiting) und Lorsch (6:2 in Schweinfurt) aufhorchen ließen.

Vor toller Zuschauerkulisse entwickelte sich ein munteres Spiel zwischen Victoria Bamberg und dem KC Schwabsberg, in der am Ende Nicolae Lupu den Sieg für Bamberg sicherte. Mit 634:529 und einem 4:0 dominierte Lupu in seinem "Wohnzimmer" nach belieben und sorgte für klare Verhältnisse. "Durch den großen Vorsprung, den Nico heute herausgespielt hat sicherte er uns die letztlich verdienten Punkte und den Sieg im ersten Punktspiel, dennoch bin ich mit der Leistung der Mannschaft nicht zufrieden. Drei Spieler haben heute an die Ergebnisse der Vorbereitung anknüpfen können, während der Rest doch hinter den Erwartungen und den in sie gesetzten Hoffnungen zurückblieben", so Trainer Peter Würsching. Auch die Gäste waren mit den Ergebnissen sichtlich unzufrieden. "Bamberg wäre heute zu schlagen gewesen, aber wenn kein Spieler auf unserer Seite über 600 kommt, dann brauchen wir uns auch nicht zu wundern, wenn wir hier als Verlierer von der Bahn gehen", so ein sichtlich unzufriedener Schwabsberger Neuzugang Reiner Buschow.

"Bis zum nächsten Spiel haben wir jetzt eine Woche Zeit, die es zu nutzen gilt. Wir müssen uns steigern, das sind wir uns und vor allem den Zuschauern schuldig, wenn wir auch zukünftig vor so toller Kulisse spielen wollen", sagte Bambergs Teambetreuer Markus Habermeyer nach dem erfolgreichen aber keineswegs überzeugenden Start in die neue Kegelsaison.

Bereits vom Start weg zeigten vor allem Manuel Weiß und Miroslav Jelinek guten Kegelsport und dominierten ihre Gegner. Nur Bambergs Kapitän Carsten Heisler stand gegen seinen ehemaligen Nationalmannschaftskollegen Buschow auf verlorenem Posten, obwohl dieser gerade in Satz 1 genügend Angriffsfläche bot, als er mit 131 startete. Am Ende unterlag Heisler verdient mit 1:3 und konnte "nur" ein Ergebnis von 556 Kegeln erzielen. Weiß zog indessen einsam seine Bahnen, hatte nach 3 Durchgängen bereits 479 auf dem Totalisator und lies 101 in die Vollen folgen. Die Zuschauer hofften auf ein hohes Ergebnis, aber leider fehlte im Abräumen das nötige Quäntchen Glück und so musste er sich mit 625 zufrieden geben. Er siegte mit 3:1 gegen einen chancenlosen Alexander Stephan. Auch Jelinek hatte Hehl jederzeit im Griff. Nach drei Sätzen führte er bereits uneinholbar mit 2,5:0,5 Satzpunkten und zeigte im letzten Satz eine tolle Show. Nach den Vollen bereits 112 auf der Anzeige ließ er 70 im Abräumen folgen und so hatte Jelinek mit 182 das höchste Satzergebnis des Tages erzielt. Bamberg führte nach der Startgruppe mit 2:1 MP, hatte aber nur einen Vorsprung von 40 Kegeln.

Mit Gredziak, Lupu und Wagner setze man auf Routine und Erfahrung im Schlusstrio. Diese taktische Ausrichtung hätte dem SKC Victoria Bamberg fast den Sieg gekostet da weder Gredziak noch Wagner an diesem Tag ihr Leistungsniveau abrufen konnten. Dank Lupu, wie bereits eingangs des Berichtes erwähnt, blieben die Punkte aber in Bamberg, da er seinen Gegner nach belieben dominierte. Gredziak kam hervorragend aus den Startlöchern, als er mit 106 begann und sofort zwei "Naturneuner" folgten. Doch dann war der Spielfluss in diesem Satz dahin und Seitz holte auf und konnte kurz vor Ende des Durchgangs noch vorbeiziehen. Im nächsten Satz ein ähnliches Bild, doch diesmal blieb Gredziak oben auf und konnte ausgleichen. Wagner hatte in der anderen Paarung zu Beginn keine Probleme mit Koberwitz und führte verdient mit 1:0 SP, als dann der totale Einbruch kam und er mit 123 den Ausgleich hinnehmen musste. Im 3.Satz zeigten Gredziak und Wagner wieder ihr normales Können und gingen verdient mit 2:1 in Führung. Dies sollte eigentlich Sicherheit geben, aber mitnichten! Beide Victorianer konnten ihr Spiel nicht durchbringen und wurden noch von Seitz und Koberwitz abgefangen. Beim Stande von 2:2 SP musste sich Gredziak mit 580:599 und Wagner mit 558:560 geschlagen geben. Somit stand das Gesamtergebnis von 5:3 MP nur aufgrund der mehr erzielten Kegel beim 3580:3456 für den SKC Victoria Bamberg fest.

"Wir müssen noch viel und hart arbeiten, wenn wir unsere gesteckten Ziele erreichen wollen. Mit der heutigen Leistung können wir als Mannschaft überhaupt nicht zufrieden sein. Wenn nur 3 Spieler ihr Leistungsniveau abrufen können, bekommen wir gegen jeden Gegner Probleme. Es war zwar das erste Punktspiel und keiner wusste so recht wo er steht, aber trotzdem dürfen wir uns solche schwachen Ergebnisse nicht erlauben. Bis zum nächsten Spiel haben wir jetzt eine Woche Zeit, die es zu nutzen gilt. Wir müssen uns steigern, das sind wir uns und vor allem den Zuschauern schuldig, wenn wir auch zukünftig vor so toller Kulisse spielen wollen" so Bambergs Teambetreuer Habermeyer nach dem erfolgreichen aber keineswegs überzeugenden Start in die neue Kegelsaison.
SKC Victoria Bamberg - KC Schwabsberg 5:3
(15,5:8,5 SP/3580:3456 Kegel)
Weiß - Stephan 3:1 (625:588)
Heisler - Buschow 1:3 (556:599)
Jelinek - Hehl 3,5:0,5 (627:581)
Gredziak - Seitz 2:2 (580:599)
Lupu - Winter/Eberhardt 4:0 (634:529)
Wagner - Koberwitz 2:2 (558:560)


Victoria II startet mit Kantersieg in die zweite Liga


In der 2. Kegler-Liga Süd hat die 2.Mannschaft des SKC Victoria Bamberg ein erfolgreiches Debüt gefeiert. Gegen den völlig überforderten Ohdrufer KSV gelang den Bambergern ein Kantersieg mit 423 Kegeln Differenz. Beim 5657:5234 wusste vor allem Lars Pansa mit 1028 zu überzeugen. Ebenso zufrieden stellende Ergebnisse lieferten bei diesem Spiel Julian Hess (972) und Neuzugang Mathias Dirnberger (960) ab. "Für Mathias und Lars war es sicher keine einfach Aufgabe, in der 2. Mannschaft zu spielen, aber mit den gezeigten Leistungen sind wir durchaus zufrieden. Ebenso erfreulich war die Leistung von Julian Hess, der sich immer mehr stabilisiert und auch in schwierigen Phasen wieder zurück zu seinem gewohnten Spiel findet", so Trainer Bela Csanyi. Komplettiert haben die Mannschaft Bela Csanyi (904), Arthur Richter (897) und Andreas Kaiser (896).

Die Statistik


SKC Victoria Bamberg II - Ohrdrufer KSV 5657:5234
Pansa - Möller 1028:888
Hess - Henke 972:846
Dirnberger - Willing 960:915
Csanyi - Trutschel 904:906
Richter - Morgenstern/Kleinsteuber 897:831
Kaiser - Müller 896:848