Die Brose Bamberg bleiben die Brose Bamberg. Dies stellte Mediendirektor Thorsten Vogt am Dienstagabend klar. Anlass war eine missverständliche Pressemitteilung der Bamberger Basketballer, in der von einer geplanten Umbenennung in Brose Metros die Rede gewesen war.

"Damit sich die gesamte Region mit dem Projekt identifizieren kann, ist geplant den Namen des international erfolgreichen Teams von Brose Bamberg in Brose Metros zu ändern", hatte es in der Mitteilung gehießen.
Die Fans reagierten darauf prompt mit Unverständnis. Doch soll es sich bei dem umstrittenen Namen nur um den Arbeitstitel eines Zukunftsprojekts handeln, sagte Vogt.

Hintergrund war ein Treffen des Brose-Bamberg-Aufsichtsratschefs Michael Stoschek mit Bamberger Spitzenpolitikern. Stoschek verdeutlichte dabei, wie die Möglichkeiten der Metropolregion Nürnberg besser als bisher für den Verein genutzt werden könnten. Unumstritten sei aber, dass Bamberg das Herz des Spitzenbasketballs in Franken bleiben soll.

"Wir wollen die Nummer eins im deutschen Basketball nicht wie im Fußball widerstandslos nach München abgeben", sagte Stoschek. Sponsor Brose und auch Bamberg als Stadt seien dafür jedoch zu klein. Dagegen böten die 3,5 Millionen Einwohner der Metropolregion ein vielversprechendes Potenzial.

Diskutiert wurde auch die Frage, wer die neue Halle in Bamberg mit 10 000 Plätzen bauen soll. Wie Bambergs OB Starke (SPD) bekräftigte, sei klar, dass es weder die Stadt und sehr wahrscheinlich auch nicht Brose sein könnten.