Der SV Memmelsdorf hat nicht nur das Landesliga-Spiel gegen den 1. SC Feucht mit 1:3 verloren, sondern darüber hinaus noch Dominik Sperlein per Roter Karter nach einer Tätlichkeit. Damit dürfte der Top-Stürmer dem SV für einige Wochen fehlen. Trotz der mehr als 70-minütigen Unterzahl machte Memmelsdorf seine Sache sehr gut.

Bei bestem Wetter ging die Heimelf von Trainer Gerd Schimmer top motiviert in die Begegnung gegen den Tabellenvierten. Ohne die an der Uni-Reise teilnehmenden Markus Saal und Max Hofmann sowie dem verletzten Dominic Leim pressten die SVMler von Beginn an gegen die Gästemannschaft. Bereits der erste Angriff brachte eine Tormöglichkeit für Kapitän Michael Wernsdorfer. Direkt danach hatte Philipp Hörnes eine Chance, als er von Nicolas Müller bedient wurde und das Leder knapp über das Gehäuse zog. Danach wogte die Partie hin und her.

Die Memmelsdorfer versuchten immer wieder, druckvoll und schnell in die Spitze zu spielen, doch die Gäste hielten dagegen. Die Partie wurde in der 18. Minute vorentschieden, als Sperlein nach einer Tätlichkeit mit Rot vom Platz gehen musste. Der am Gerangel beteiligte Feuchter hätte ebenfalls den Platz verlassen müssen.

Die 35. Minute brachte trotz Unterzahl den Führungstreffer für den SVM, als Michael Wernsdorfer einen Strafstoß nach Handspiel souverän verwandelte. In der 41. Minute hätte Philipp Hörnes fast das 2:0 erzielt, doch Keeper Andreas Sponsel parierte den Schuss.

Statt einer möglichen Zwei-Tore-Führung kassierten die Rot-Weißen im Gegenzug den Ausgleich. Trotz mehrfacher Abwehrversuche gelang es Memmelsdorf nicht, das Leder aus dem eigenen Strafraum zu bekommen. Die Gäste erzielten das 1:1 per Kopf durch Bastian Leikam. In dieser Phase machte sich auch der große Kraftaufwand durch die Unterzahl bemerkbar, die Kräfte der Heimelf schwanden zusehends.

Feucht am Drücker

Die zweite Spielhälfte war eine relativ eindeutige Angelegenheit. Die Gäste schnürten den SV in dessen Hälfte fest. Es gab nur wenig Entlastung nach vorn, die Defensive um Daniel Krüger hatte alle Hände voll zu tun. Die Hereinnahme von Christopher Sowinski brachte nochmals frischen Wind im Offensivspiel. Gleich nach seiner Einwechslung legte er ein sehenswertes Solo hin, spielte mehrere Gegner aus und legte den Ball in die Mitte auf Thomas Kamm, der jedoch voll auf den Körper des Schlussmannes zielte. Der Gegenzug brachte die Führung für die Gäste durch Salim Ahmed. Die Mannen von Florian Schlicker nutzten ihre nummerische Überlegenheit gezielt aus, der SV konnte den Druck der ersten Halbzeit nicht mehr aufrecht erhalten. In der 78. Minute bauten die Gäste ihre Führung durch Ahmend aus und brachten das 3:1 sicher über die Zeit.

Letztendlich war es ein absolut verdienter Sieg für Feucht, das nach der Niederlage von Schwabach nun Platz 3 anvisiert. Für Trainer Gerd Schimmer liegt der Grund für die Niederlage in der Tatsache, dass man "75 Minuten in Unterzahl gegen einen solchen Gegner nur schwer verteidigen kann". Trotzdem sieht er positive Ansätze, die Schüsse durch Sowinski und Kamm hätten mit etwas Glück zu Toren führen können.