Der TSV Tröster Breitengüßbach hat in der Basketball-Regionalliga ersatzgeschwächt gegen die Bundesligareserve von Science City Jena mit 60:71 verloren und sich damit endgültig aus dem Kampf um die Meisterschaft verabschiedet.

Unterdessen bot der TTL Bamberg dem Tabellenführer aus Oberhaching lange Zeit eine Partie auf Augenhöhe. Science City Jena II -TSV Breitengüßbach 71:60 Als vor der Abfahrt klar war, dass Topscorer Erik Land und Headcoach Johannes Laub krankheitsbedingt die Reise nicht antreten konnten und auch Co-Trainer Fabi Brütting wegen eines privaten Termins nicht mit dabei sein konnte, änderte sich die Ausgangslage für das Gastspiel dramatisch. Kapitän Alex Engel musste das Amt des Headcoaches übernehmen und war somit erstmals in seiner Karriere Spielertrainer in einem Regionalliga-Pflichtspiel. Als Co-Trainer fungierte Teammanager Reiner Hoffmann.

Der Start gehörte den Gastgebern, die nach fünf Minuten mit 12:4 in Führung lagen. Danach wachte die Tröster-Truppe auf, stand in der Verteidigung besser und startete mit Wagner und Jörg Dippold die Aufholjagd. Diese setzten Timo Dippold, Hubatschek und Reichmann in der Folgezeit weiter fort. Wagner erzielte eine Minute vor Viertelende per Korbleger die erste Führung. Diese hielt bis zur Schlusssirene der ersten zehn Minuten (19:18).

Im zweiten Abschnitt ein völlig anderes Bild. Der TSV war offensiv komplett von der Rolle, traf schlechte Entscheidungen, leistete sich etliche Fehlwürfe und Ballverluste, was den Thüringern in die Karten spielte. Nach dem 14:0-Lauf der Hausherren nahm Spielertrainer Engel die zweite Auszeit binnen weniger Minuten, um den Run zu stoppen. Beim 32:19 mussten die Oberfranken eine erneute Aufholjagd starten. Mit Jörg Dippold, einem Dreier von Lorber und Punkten von Nieslon am Brett kamen die Gelbschwarzen bis auf 27:34 heran. Zur Pause stand es 36:27 für Jena.

Zum Start des dritten Viertels kam Breitengüßbach durch Nieslon, Engel und Lorber wieder auf 35:40 heran. Doch die Hausherren setzten sich bis zur 27. Minute wieder bis auf 46:37 ab. Zwei Dreier von Lorber und Klaus ließen den TSV Tröster nochmals hoffen, aber Jena führte nach 30 Minuten mit 50:43.

In den ersten drei Minuten des Schlussabschnittes zogen die Thüringer auf 55:44 davon. Den zweistelligen Vorsprung behielten sie bis knapp drei Minuten vor dem Ende, ehe Engel per Dreier auf 52:61 verkürzte. Doch Jena ließ sich nicht verunsichern, brachte den Sieg über die Ziellinie und gewann völlig verdient mit 71:60.

Dadurch hat sich Güßbach aus dem Kampf um die Meisterschaft verabschiedet und ist punktgleich mit Treuchtlingen Dritter in der Tabelle.

TSV Breitengüßbach: J. Dippold (15), Lorber (11/2 Dreier), Wagner (9), Engel (7/1), Reichmann (5/1), T. Dippold (4), Nieslon (4), Klaus (3/1), Hubatschek (2)

TTL Bamberg - TSV Oberhaching 71:83 Lange Zeit sah es danach aus, dass der TTL gegen den Tabellenführer aus Oberhaching erfolgreich Revanche für die knappe Niederlage in der Vorrunde nehmen könnte. Am Ende stand wieder das Verletzungspech, welches die Bamberger schon die ganze Saison verfolgt, dem durchaus möglichen Sieg gegen den TSV im Wege. Die Hausherren benötigten einige Minuten, bis sie sich auf das Spiel der Oberbayern einstellen konnten und den anfänglichen Rückstand bis zur siebten Minute sogar in einen kleinen Vorsprung ummünzen konnten. Nach einer Auszeit der Gäste kamen diese wieder zurück, verteidigten hart und ließen nur noch zwei Bamberger Punkte zum 22:30 im ersten Viertel zu. In den folgenden beiden Abschnitten kamen die Hausherren besser in Fahrt. Angeführt von den wieder stark spielenden Kevin Jefferson und Daniel Eisenhardt konnte der Rückstand wieder aufgeholt und das Spiel gedreht werden. Zur Halbzeit stand es 44:41 für den TTL.

Bis zur 29. Minute bauten die Hausherren den Vorsprung sogar noch auf neun Punkte aus. Dann zog sich Jefferson ohne Fremdeinwirkung eine schwere Knöchelverletzung zu und musste vom Feld getragen werden. In der Folge hatte der TTL im Schlussviertel nicht mehr die spielerischen Möglichkeiten, konstant zu punkten, was der Gegner konsequent ausnutzte und seinerseits nun im Angriff hochprozentig von der Dreierlinie traf.

Zum Ende stand eine 12-Punkte-Niederlage, die dem lange Zeit gut spielenden Bambergern nicht gerecht wird. fd/kl TTL Bamberg: Eisenhardt (20), Lachmann (14/1 Dreier), Jefferson (13/3), Schmitt (8), Dippold (7), Ferguson (5/1), Domes (2), Lorenz (2), Dorn, Loch, Kessler