Elf Treffer, vier Punkte aus fünf Spielen - mit dieser überschaubaren Ausbeute reiste in der Landesliga Nordwest der SV Euerbach/Kützberg zum SV Memmelsdorf - und fuhr überraschenderweise wieder mit drei Punkten nach Hause: Mit 1:0 setzten sich die Unterfranken durch und verpassten Memmelsdorf nach einen kräftigen Dämpfer.

Keine Struktur und kein Zusammenspiel war auf Seiten des SVM erkennbar. Die erste Hälfte dümpelte vor sich hin, nachdem Michael Wernsdorfer mit einem Volleyschuss gleich zu Beginn für Hoffnung gesorgt hatte. Danach dauerte es fast 30 Minuten, bis Dominik Sperlein ein Schüsschen auf das Tor abgab. Auf der anderen Seite zeigte sich kein anderes Bild. Allerdings klatschte ein Kopfball in der 33. Minute an den Pfosten des von Thomas Schuberth gehüteten Gehäuses.

In der zweiten Hälfte kamen Christopher Sowinksi und Dominik Römer für den angeschlagenen Wernsdorfer sowie Markus Saal ins Spiel, doch auch die beiden konnten der Partie keinen neuen Wind geben. Der noch abgefälschte Fernschuss von Thomas Kamm war eine der wenigen Gelegenheiten. Die größte Möglichkeit hatte Römer (55.), als Daniel Schäfer das Spielgerät an der Grundlinie scharf nach innen brachte und Römer aus kurzer Distanz den Ball in den Himmel schoss.

Zusätzlich waren die Gäste durch die Gelb-Rote für Niklas Bude mehr als 30 Minuten zu zehnt auf dem Feld. Die Schimmer-Elf konnte daraus jedoch kein Kapital schlagen. Es deutete vieles auf ein 0:0 hin, als Euerbach in der Schlussminute einen Elfmeter zugesprochen bekam und Mirza Mekic zum glücklichen 1:0-Sieg für die Gäste traf.

Bitter für den SVM: Mit Kapitän Wernsdorfer droht nun neben den vielen Verletzten auch die zentrale Schaltstelle im Mittelfeld länger auszufallen. sm