Der FC Eintracht Bamberg 2010 hat am Samstag vor 475 Zuschauern im Fuchs-Park-Stadion mit dem 3:1 (2:0)-Erfolg gegen den TSV 1860 Rosenheim seine Negativserie in der Fußball-Regionalliga Bayern beendet und den fünften Sieg vor heimischer Kulisse eingefahren. Gästetrainer Dirk Teschke war nach der Pleite seiner Elf bedient: "Gratulation an die Gastgeber. Wir haben uns alle Mühe gegeben, dem neuen Bamberger Trainer zu seiner Heimspielpremiere einen Sieg zu bescheren. Es war ein rundum gelungener Tag von heute Morgen um acht Uhr über den Stau auf der Autobahn bis jetzt. Mehr gibt es nicht zu sagen. Das soll aber keine Ausrede für diese Niederlage sein."
Die Partie im Stadion war wegen der Verspätung der Rosenheimer wegen des Staus auf der Autobahn mit einer halbstündigen Verspätung angepfiffen worden und es dauerte knapp eine Viertelstunde, ehe die Bamberger mit einem abgefälschten Schuss von Johannes Bechmann und einem Versuch von

Nicolas Görtler erste offensive Zeichen setzten. Die Rosenheimer brachten über die gesamte Spielzeit wenig zustande, selten waren sie zu Gast im FCE-Strafraum und blieben auch bei Standards ungefährlich.
Bei den Hausherren dauerte es allerdings auch bis zur 27. Min., ehe der letzte Pass sein Ziel fand. Schoss Markus Fischer nach einer schönen Kombination mit Stefan Reck den Ball noch über das Gehäuse von Robert Mayer, so musste sich dieser dann doch geschlagen geben. Ein sehenswertes Zusammenspiel zwischen Ken Kishimoto und Görtler schloss der Stürmer aus spitzem Winkel zur Führung ab. Direkt nach Wiederanpfiff verlor der TSV das Leder, Reck bediente Daniel Schäffler, der zum 2:0 einschob.
In der Folgezeit schien die Teschke-Elf völlig von der Rolle und spielte dem FCE mit zahlreichen leichtfertigen Ballverlusten in die Karten. Die Bamberger, bemüht um ein schnelles Umschalten, hatten Pech, als Florian Heller einen Ball von Schäffler noch vor der Linie rettete. Der Gästecoach reagierte und wechselte bereits nach 31 Minuten zweimal - zunächst allerdings ohne Erfolg. Ein Schuss aus der Drehung von Frederik Schramme kurz vor der Pause bedeutete die erste Bewährungsprobe für Mario Aller. Verbessert starteten die Rosenheimer in die zweiten 45 Minuten und näherten sich mit einem Freistoß von Matthias Haas dem Tor von Aller. Die Bamberger verlegten sich auf Konter und blieben in Lauerstellung. In der 60. Min. war es der eingewechselte Sven Wieczorek, der nach einer Flanke von Schäffler knapp verzog.
So war es wieder Nicolas Görtler vorbehalten, das 3:0 zu markieren. Blieb der erste Passversuch von Wieczorek noch in der Abwehr hängen, so fand der zweite sein Ziel in Person von Görtler, der mühelos zum 3:0 vollstreckte. Der Anschlusstreffer für die Gäste durch Luan da Costa Barros in der 85. Min. kam zu spät. Der neue FCE-Trainer Hans-Jürgen Heidenreich resümiert: "Ich habe mich über das 3:1 geärgert - wenn auch gegen einen Gegner, der nie aufgesteckt und sich dieses Tor verdient hat. Wir haben teilweise ein wunderschönes Spiel nach vorne gezeigt, aber es ist nicht alles Gold, was glänzt. In der zweiten Halbzeit haben wir uns zu sehr hinten rein gestellt. Dennoch ein großes Lob an mein Team. Es hat vieles umgesetzt, was besprochen wurde."

FC Eintracht Bamberg 2010 - TSV 1860 Rosenheim 3:1
FC Eintracht Bamberg: Aller - Kettler, Kühnlein, Bechmann, Altwasser, Fischer, Beetz, Kishimoto (72. Deptalla), Reck (55. Wieczorek), Schäffler, N. Görtler (70. Hurec) / TSV Rosenheim: Mayer - Haas, Achatz, Wiedmann, Herberth, Birner (31. Schramme), Kokoconski, Heller, Staudigl (31. da Costa Barros), Einsiedler, Majdancevic (76. Pointvogel) / SR: Fleischmann (Kreith-Pittersberg) / Zuschauer: 475 / Tore: 1:0 N. Görtler (27.), 2:0 Schäffler (28.), 3:0 N. Görtler (65.), 3:1 da Costa Barros (84.) / Gelbe Karten: Kühnlein, Bechmann, Deptalla, Hurec / Achatz, Herberth