Es war über 90 Minuten packende Begegnung. Bereits nach 120 Sekunden gingen die Gastgeber in Führung. Florian Wenninger in seinem ersten Spiel von Beginn an nach seiner langen Verletzungspause schlug einen öffnenden Pass auf Lukas Görtler, der wiederum seinen Bruder Nicolas bediente, welcher zum 1:0 einschoss. Und die Mannschaft von Trainer Hans-Jürgen Heidenreich legte nach. In der 7. Min. fungierte N. Görtler nun als Vorbereiter, der für Sven Wieczorek auflegte. Dessen Schuss ins lange Eck bedeutete das 2:0.

Der schönste Angriff führt zum 3:0

Die Bamberger präsentierten sich stark, sie versuchten, alle Situationen - auch in der Defensive - spielerisch zu lösen. Generell gelang das schnelle Umschalten von Abwehr auf Angriff mit schönen und vor allem präzisen Pässen. So führte auch der bis dato schönste Angriff der Partie in der 14. Min. folgerichtig zum 3:0. Wenninger bediente per Direktpass N. Görtler, der den Ball ebenfalls direkt weiterleitete zu L. Görtler. Dieser traf mit einem sehenswerten Lupfer über Torhüter Stefan Steigerwald zur hohen Führung nach knapp einer Viertelstunde.

Kurz nach jenem Tor näherten sich die Gäste durch Florian Pieper erstmals dem Bamberger Gehäuse, doch Mario Aller war auf dem Posten. Die Antwort des FCE ließ nicht lange auf sich warten. Nicolas Görtler zwang Steigerwald mit seinem Freistoß in der 22. Min. zu einer Glanzparade.

In der Folgezeit kontrollierte Bamberg das Spiel, ließ keine Gelegenheiten zu und nahm sich nach vorne eine kleine Auszeit. In der 38. Min. kam Viktoria durch gnädige Mithilfe der Bamberger Hintermannschaft zum Anschlusstreffer. Einen Pass von Daniel Cheron verwertete Torjäger Salvatore Bari zum 3:1, was gleichzeitig den Pausenstand bedeutete.

Das kämpferische Element nimmt zu

Die zweite Hälfte begann zerfahrener - da umkämpfter - als die erste. Dennoch waren es wiederum die Bamberger, die durch die beiden Görtlers sowie Wenninger zu Möglichkeiten kamen. In der 61. Min. aber war es ein Zusammenspiel der beiden eingewechselten Akteure, das zum 3:2 führte: Ahmed Dzafic auf Yuki Nakagawa.
Mitten hinein in die aufkeimende Hoffnung markierte N. Görtler nach einem Zuspiel von Wenninger seinen zweiten Treffer mit einem Heber ins lange Eck (63.).

Die Aschaffenburger gaben sich nicht geschlagen. Cheron verpasste eine Hereingabe von Pieper nur knapp. Glück hatten die Hausherren bei einem Freistoß von Aller, der den Ball direkt in die Füße von Pieper spielte. Dieser aber war zu überrascht. Und ein Kopfball von Bari verfehlte nur knapp sein Ziel. Für Aufregung sorgte in der 78. Min. ein krasses Foul von Mert Pekesen, der nur vier Minuten nach seiner Einwechslung "Rot" sah, nachdem er mit beiden Beinen voran in Nikolai Altwasser hinein gesprungen war. Für einen spielerischen Moment sorgte der in der 62. Min. gekommene Stefan Reck, der nach einem langen Ball von Wenninger in der 84. Min. souverän zum 5:2 einschob.

Trainer Heidenreich lobt seine Mannschaft

Heidenreich zeigte sich nach dem Spiel zufrieden: "Wir haben guten Fußball gespielt. Leider haben wir zwischendurch damit aufgehört - das ärgert mich ein bisschen. Wenn wir mit einfachen Bällen weiter operiert hätten, dann wäre es auch weiter gegangen. Mit dem 3:1 vor der Halbzeit haben wir den Gegner noch einmal aufgebaut. Letztlich aber haben wir sofort Reaktion gezeigt mit dem 4:2 und dem 5:2. Ich muss meiner Mannschaft insgesamt ein Kompliment machen."