Fünf Tage durften die Akteure von Brose Bamberg nach dem Heimsieg in der Basketball-Bundesliga über die Hamburg Towers durchschnaufen, am Montag hat Trainer Roel Moors wieder zum Training gebeten. Mit dabei war auch ein neues Gesicht: der 31-jährige US-Amerikaner Jordan Crawford. Der aktuell vereinslose Guard hält sich in diesen Tagen in Bamberg fit und soll in Abwesenheit der drei Nationalspieler Christian Sengfelder, Louis Olinde und Retin Obasohan die Trainingsqualität hochhalten.

Eine Verpflichtung des ehemaligen NBA-Spielers bis zum Saisonende sei nicht ausgeschlossen, erklärte Thorsten Vogt, Mediendirektor von Brose Bamberg, auf Nachfrage. Crawford, der zwischen 2010 und 2018 insgesamt 294 NBA-Partien (knapp zwölf Punkte im Schnitt) für die Atlanta Hawks, die Washington Wizards, die Boston Celtics, die Golden State Warriors und die New Orleans Hornets absolvierte, könnte der lang gesuchte "Go-to-Guy" für die Bamberger werden. In der offensivgeprägten chinesischen Liga gelangen dem 1,93 Meter großen Shooting Guard 2016 72 Punkte in einer Partie.

Im November 2018 unterschrieb Crawford einen Ein-Monats-Vertrag bei Alba Berlin, fiel zwei Tage später aber durch den Medizincheck. Über die Gründe wurde Stillschweigen vereinbart.

Im weiteren Saisonverlauf bestritt der Routinier vier Spiele für den israelischen Erstligisten Ironi Nahariya, in denen er 18,5 Punkte und 3,5 Assists im Schnitt markierte. Im Anschluss kam er noch in sechs Spielen für die Sichuan Blue Whales in China zum Einsatz. Sein bis dato letztes Pflichtspiel bestritt der US-Amerikaner Mitte März 2019.