"Ja, ich habe mit den Medi-Verantwortlichen gesprochen", bestätigt Wolfgang Heyder auf Anfrage dieser Zeitung. "Aber wir sind noch in der Findungsphase, haben über Grundsätzliches gesprochen. Fix ist definitiv noch nichts."

Damit widerspricht der ehemalige Geschäftsführer von Brose Bamberg dem gewöhnlich sehr gut unterrichteten Sportjournalisten David Pick, der das Engagement von Heyder bei Medi Bayreuth auf Twitter schon als perfekt gemeldet hatte. Dass ihn die Aufgabe in Bayreuth reizt, verleugnet Heyder aber nicht: "Bayreuth ist ein traditioneller Basketball-Standort mit einer guten Fankultur - und mit Sicherheit eine interessante Adresse."


Medi hält sich bedeckt

Medi Bayreuth hält sich beim Thema Geschäftsführer bedeckt. Sicher ist jedoch, dass der Bundesligist seit dem Abschied von Philipp Galewski, er wechselte Ende Februar zum Bayreuther Unternehmen Cybex, einen Nachfolger auf der Geschäftsführer-Position sucht. Aktuell führt Werner Pfauntsch das Amt interimsmäßig aus. Somit trägt der Verein der Forderung der Liga nach einem hauptamtlichen Vollzeit-Geschäftsführer Rechnung.

"Wir haben mit vielen Kandidaten gesprochen, einer davon war Wolfgang Heyder", sagt Sven Ammon, Leiter der Medien-Abteilung der Bayreuther. "Es ist aber keine Entscheidung gefallen, und wir machen uns keinen zeitlichen Druck. Der Aufsichtsrat ist dabei, den passenden Kandidaten für die wichtige Geschäftsführer-Position herauszufiltern."


Langjährige Erfahrung


Und viele Argumente dürften für Heyder sprechen. Seit etwa vier Jahrzehnten ist der Pödeldorfer als Trainer, Manager, Berater und Funktionär aktiv und erfolgreich. Als er im Jahr 1999 als Geschäftsführer den Bamberger Bundesligisten übernahm, hatte dieser finanzielle und sportliche Probleme. 2014, am Ende seiner Zeit beim Brose-Team, blickte Heyder auf sechs Meisterschaften zurück - von 2010 bis 2012 gewann Brose Bamberg sogar dreimal das Double. Ohne Heyder wäre der Aufstieg der Bamberger zum deutschen Basketball-Vorzeigeclub wohl nicht möglich gewesen.

Nach der Trennung von Brose war Heyder zudem für die Rockets Gotha tätig und führte die Handballer des HSC 2000 Coburg als Manager in die erste Bundesliga.