Nach dem überraschenden Punkt beim ehemaligen Spitzenreiter SV Seligenporten (1:1) ändern sich die Vorzeichen für die DJK Bamberg (14.), wenn sie heute Abend um 19 Uhr unter Flutlicht den TSV Karlburg (16.) empfängt. Sie will ihrer Favoritenrolle gerecht werden und endgültig wieder in die Erfolgsspur finden.

Tabellarisch trennen die Kontrahenten zwar nur zwei Plätze, dafür aber bereits sieben Zähler. Es ist dennoch das Kellerderby des 22. Spieltags, in dem sich der Gastgeber für die 0:2-Vorrundenpleite revanchieren muss, soll der Abstand zu den Teams über dem berühmten Strich nicht größer werden. Seit sieben Partien wartet die Don-Bosco-Elf auf einen Dreier, was den Absturz zurück auf den Relegationsplatz 14 zur Folge hatte. Sie ist gut beraten, Karlburg nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Fünf Niederlagen und ein Remis gegen den FC Eintracht Bamberg (1:1) pflastern zuletzt den Weg des Meisters der Landesliga Nordwest, der darüber hinaus all seine zehn Auswärtsvorstellungen in den Sand setzte, dabei nur sieben Tore erzielte und 39 Gegentreffer hinnehmen musste.

Trainer Markus Köhler kann trotz der schlechten Platzierung in Ruhe arbeiten. Die Verantwortlichen wissen die Spielstärke der Bayernliga im Vergleich zur eigenen richtig zu bewerten. Aber gerade deshalb schlichen sie am vergangenen Samstag mit tief gesenkten Köpfen vom Spielfeld des FC Viktoria Kahl, nachdem sie beim Tabellenschlusslicht glatt mit 0:3 verloren hatten und dadurch den Konkurrenten im Kampf gegen den direkten Abstieg bis auf zwei Zähler herankommen ließen. Rang 16 soll es in der Endabrechnung mindestens sein, der die Chance ließe, über die Relegation den Ligaerhalt zu schaffen.

Kein ausgewiesener Torjäger

Im TSV-Team verteilen sich die 17 Treffer auf zehn Akteure, von denen Co-Trainer Sebastian Fries mit drei Einschlägen die beste Quote aufweist. Der 26-Jährige sammelte reichlich Erfahrung beim Würzburger FV und unterstrich seine Fähigkeiten bei Carl Zeiss Jena in der 3. Liga (22 Einsätze) sowie in der Regionalliga (52). Er bildet mit den Kapitänen Manuel Römlein und Marco Schiebel sowie dem kopfballstarken Innenverteidiger Marvin Schramm das Gerüst der leidenschaftlich kämpfenden Truppe.

Diese Attribute können ebenso der Mannschaft des umtriebig arbeitenden Rolf Vitzthum anlässlich ihres Gastspiels beim haushoch überlegenen SV Seligenporten attestiert werden. Sie hielt sich strikt an die Vorgaben und konzentrierte sich auf die gute Defensivarbeit. Schönheitspreise gibt es für die DJK ohnehin nicht. Deren Coach stülpte seiner infolge von Verletzungen und Erkrankungen stark dezimierten Elf ein Konzept über, das dem spielstarken SVS nicht schmeckte. Dass echte Torchancen Mangelware blieben, nahm er in Kauf. Umso mehr freute sich das allerletzte Aufgebot über das Unentschieden, was einem Husarenstreich nahe kommt.

Dass vier Minuten Nachspielzeit angezeigt wurden, der Referee allerdings fast acht nachspielen ließ, ärgerte Vitzthum sehr, vor allem, weil Innenverteidiger Manuel Müller in Minute 97 heftig gegen das rechte Knie getreten wurde, er einen Außenbandriss davontrug und länger ausfällt. "Wir haben sehr gut verteidigt und das Remis nach zwei Ampelkarten und Müllers Verletzung zu acht gerettet", resümiert Vitzthum und blickt sorgenvoll nach vorn. Aufgrund einer während der Woche erlittenen Trainingsverletzung droht mit Christopher Kettler ein weiterer Gestandener auszufallen.

"Es wird jede Woche ein Stück schlimmer", spricht er die länger werdende Ausfallliste im Abwehrverbund an. Trotz der sich verschärften Personalmisere ist gegen Karlburg eigene Initiative notwendig. "Wir tun alles dafür, eine Taktik zu finden, um das Heimspiel zu gewinnen. Ob wir hoch oder tief stehen, muss ich entscheiden. Beides ist möglich und hat auch wechselweise in Seligenporten funktioniert."

DJK Bamberg: Edemodu, Stöcklein - Allgaier, Baumgärtner, Bergmann, Eckstein, Fippl, Geyer, Haaf, Jessen, Kettler (?), Lake, Marxuach, Pfänder, Rosiwal, Spies, Strobler (?), Trawally, Wunder

Bockbier-Fest

Mit Anpfiff um 19 Uhr erfolgt der Bockbier-Anstich auf der Rudi-Ziegler-Sportanlage. Ausgeschenkt werden: Hönig, Keesmann, Greifenklau, Müller (Debring). Im Anschluss um 22 Uhr übernimmt die erste Mannschaft die Bewirtung in der Bar.