Nach dem wichtigen 2:0-Erfolg beim TSV Abtswind muss die DJK Bamberg (15.) heute um 15 Uhr erneut in der Fremde antreten. Ihr Gastgeber FC Sand (13.) zeigte einen deutlichen Formanstieg und verbuchte mit dem Kantersieg den zweiten Dreier im Seestadion.

Mit dem 5:0 gegen den Aufsteiger TSV Karlburg erfreuten die Sander ihre Fans und schafften den Anschluss an das hintere Tabellenmittelfeld. Sie bestachen mit toller Moral, mannschaftlicher Geschlossenheit und unterstrichen einmal mehr ihre hervorragende körperliche Verfassung. Selbst durch zwei Rote Karten gegen den Ex-DJKler Ralph Thomann (60. Minute) und Abwehrspieler Mert Topuz (64.) ließen sie sich mit der 1:0-Führung im Rücken nicht aus der Bahn werfen.

Im Gegenteil, die Tempogegenstöße über die brandgefährlichen Außen Thorsten Schlereth und Shaban Rugovaj setzten den Karlburgern dermaßen zu, dass sie in den letzten 18 Minuten weitere vier Gegentreffer hinnehmen mussten.

Der Aufwind begann bereits vor fünf Wochen, als sich der FC nach zuvor drei Pleiten den ersten Punkt auf heimischem Geläuf gegen Ammerthal (1:1) erkämpfte. Eine Woche später verloren die Schützlinge von Trainer Dieter Schlereth trotz ansprechender Leistung unglücklich beim FC Eintracht Bamberg (1:2), legten aber den Schalter mit dem 4:1-Erfolg zu Hause gegen den Würzburger FV ergebnistechnisch endgültig um.

"Magisches Dreieck"

Sogar beim souveränen Spitzenreiter SV Seligenporten standen die Sander kurz vor einem Remis. Das Gegentor zur 1:2-Niederlage kassierten sie erst in den letzten fünf Minuten, fuhren jedoch erhobenen Hauptes nach Unterfranken zurück und ließen gegen Karlburg nichts anbrennen. Funktioniert ihr "magisches Dreieck" in der Offensive, ist den "Korbmachern" nur sehr schwer beizukommen. Der 30 Jahre alte Strullendorfer Basti Wagner (fünf Tore) füttert wie seit Jahren im Umschaltspiel den immer noch pfeilschnellen, im Dribbling unwiderstehlichen Routinier Schlereth (36 Jahre, 5 Tore) und dessen Pendant auf rechts, Rugovaj (23, 7), mit genialen Vorlagen.

Auffällig ist zudem, dass die drei Ausnahmespieler der Sander 17 von 20 Treffern markierten und sich gegenseitig uneigennützig die Tore auflegen. Sie sind die Lebensversicherung für das vom Trainer gerne als "Überlebenskampf" bezeichnete Ziel Klassenerhalt. Schlereth muss neben vier Langzeitverletzten die gesperrten Thomann (4 Spiele) und Topuz (2) sowie den gegen Karlburg verletzt ausgeschiedenen Stammkeeper Stefan Klemm ersetzen, kann dafür aber mit dem kopfballstarken Abwehrchef Johannes Bechmann und Kapitän Andre Karmann im Mittelfeld zwei absolute Mentalitätsfußballer in den Kampf schicken.

An der taktischen Ausrichtung wird er nichts verändern. Seine Elf wird tief stehen, die Passwege zustellen und sich in jeden Zweikampf werfen, um die Ballgewinne für das mustergültige Konterspiel zu holen.

Auch bei den Wildensorgern herrscht Aufbruchsstimmung. Der erste Auswärtssieg der Saison, dazu zwei glänzend herausgespielte Tore beim 2:0 in Abtswind hellten die Mienen bei allen DJK-Akteuren deutlich auf. Die Defizite wurden in allen Mannschaftsteilen abgebaut, so dass unter dem Strich ein laut Trainer Rolf Vitzthum "nicht unverdienter Sieg heraussprang. Wir hatten leichte Feldvorteile und ein größeres Chancenplus". Eine ähnliche Konstellation wünscht er sich für "die ganz blöde Aufgabe" in Sand. Seine Aussage bezieht sich auf den Zeitpunkt des Aufeinandertreffens. "Sie gerade jetzt zu erwischen, ist natürlich nicht von Vorteil", spielt der 51-Jährige auf die Energieleistung des FCS in Unterzahl gegen Karlburg an. "Wir fahren dennoch selbstbewusst dorthin und wollen etwas mitnehmen."

Bei diesem Unterfangen fehlt ihm neben den länger Verletzten mit Nico Wunder (beruflich verhindert) ein Eckpfeiler. Geovannie Lake weilt außerdem auf Länderspielreise mit der U23-Nationalmannschaft von St. Nevis und Kitts.

DJK Don Bosco Bamberg: Edemodu, Stöcklein - Allgaier, Baumgärtner, Bergmann, Eckstein (?), Esparza, Fippl, Geyer, Haaf, Jessen, Kettler, Pfänder, Rosiwal, Slawik, Trawally