Nach dem überzeugenden Auftritt beim 4:1 gegen den TSV Großbardorf will der Fußball-Bayernligist DJK Bamberg (13.) seine derzeit tolle Form auch beim Auswärtsspiel im Sander Seestadion heute (15 Uhr) unter Beweis stellen. Der Gastgeber (16.), der das Hinspiel in Wildensorg klar mit 3:0 für sich entschied, steht mit dem Rücken zur Wand und muss unbedingt Punkte einfahren, um die neun Zähler Rückstand auf die Bamberger in den drei noch ausstehenden Partien aufzuholen.
Sollten die Sander nicht gewinnen, können sie definitiv nicht mehr der Abstiegsrelegation entrinnen und zum Don-Bosco-Team aufschließen. Andererseits benötigen die Schützlinge von DJK-Trainer Mario Bail noch weitere Erfolge, um den sicheren Rang 13 zu verteidigen, denn sowohl die Mannschaften aus Weiden und Schweinfurt oder Sand können die Bamberger bei drei noch ausstehenden Spieltagen noch ein- bzw. überholen. Im Falle eines DJK-Sieges und eines gleichzeitigen Unentschieden der DJK Gebenbach im Heimspiel gegen den SV SpVgg Weiden (derzeit fünf Zähler Rückstand auf Bamberg) wäre der Klassenerhalt der Wildensorger in trockenen Tüchern.
Doch die Sander präsentierten sich seit dem Trainerwechsel - Matthias Bayer ersetzte Uwe Ernst - wiedererstarkt und gewannen mit 4:2 in Forchheim. Es war die einzige Niederlage der SpVgg Jahn in den letzten zehn Begegnungen.
Dem mittlerweile als Meister feststehenden SV Viktoria Aschaffenburg rangen die Sander im letzten Heimspiel mit einer prächtigen Defensivleistung ein bemerkenswertes 0:0 ab. Auch vor Wochenfrist untermauerten sie ihre Fähigkeiten, zogen aber beim noch um Platz 2 kämpfenden TSV Aubstadt knapp mit 2:3 den Kürzeren. Der 45-jährige Bayer, der zuvor schon seit vielen Jahren als Co- oder Torwarttrainer beim FCS fungierte, attestierte den Aubstadtern einen "klar verdienten Sieg", war dennoch mit seinen Jungs nahe am Remis. Seine Devise lautete erneut: Kompakt stehen und Torchancen des Gegners verhindern!


Viele erfahrene Recken

In den Reihen der Unterfranken stehen viele erfahrene Recken. Der torgefährliche, aus Strullendorf stammende "Basti" Wagner (29 Jahre) ist ein "Unterschied"-Spieler auf der Spielmacherposition. Mit Kapitän Daniel Krüger (26), den Abwehrorganisatoren Dominic Leim (24) und Manuel Müller (26), dem gesperrten "Joe" Bechmann (30) und Florian Gundelsheimer (29) stehen ebenfalls im Bamberger Fußball bestens bekannte Leistungsträger in der Elf der "Korbmacher", die allesamt nächste Saison nicht mehr dabei sein werden. Aufzupassen gilt es auch auf den aktuell besten Torschützen Adrian Reith (25, 8 Treffer), der vor Saisonbeginn vom TSV Großbardorf bei den Unterfranken anheuerte und überzeugt.
Die DJK Bamberg muss erneut mit einer überdurchschnittlichen, von großem Kampf und Willen geprägten Leistung aufwarten. Mit der Unnachgiebigkeit in allen Mannschaftsteilen bezwang sie am vergangenen Sonntag ihren Angstgegner TSV Großbardorf (4:1), der erstmals in einem direkten Vergleich mit leeren Händen dastand.
Bail durfte sich berechtigt freuen, bremste aber trotz aller Zufriedenheit sofort nach Spielschluss die Euphorie: "Wir sind noch nicht durch, sondern müssen erst noch das nächste Spiel in Sand erfolgreich meistern." Sein mahnender Fingerzeig dürfte ankommen, denn die bisherigen zwei Derbys unter seiner Regie gingen 2017 verloren.
Schließlich wollen Bail und seine Mannen das Heft des Handelns selbst in der Hand behalten und die zurückliegenden Erfolgserlebnisse vergolden. Er fordert deshalb: "Die Mannschaft muss den nächsten Schritt gehen und ihr Spiel auch gegen einen Kontrahenten durchbringen, der uns körperlich massiv attackiert." Johannes Jessen stößt zum erfolgreichen Aufgebot der Vorwoche hinzu.
DJK Bamberg: Glos, Trunk - Allgaier, Esparza, Fischer, Hoffmann, Jessen, Kane, Kettler, Möhrlein, Niersberger, Rosiwal, Schmoll, Sengül, Spies, Strobler, Wunder, Zoumbare