Der Erfolg dürfte bereits Motivation für die kommende Saison sein. Die Basketballerinnen der DJK Don Bosco Bamberg haben die Finalserie um die Meisterschaft der 2. Liga Süd zwar verloren, mit dem denkwürdigen 79:71 am Freitag jedoch ein drittes Spiel erzwungen, das sie gestern mit 73:93 verloren. Das Team von Trainer Konstantin Hammerl hat in dieser Serie weitaus mehr erreicht als erwartet. Das neue Ziel des Vizemeisters: die Bundesliga. BasCats USC Heidelberg - DJK Don Bosco Bamberg 93:73

Die Heidelberger Organisation am Sonntag war wenig meisterlich. Weder über den Livestream noch über die Internetseite der Damen-Bundesliga gab es bis zur Pause verlässliche Informationen. Die Bilder verrieten jedoch, dass die Heidelbergerinnen weitaus besser trafen als rund 40 Stunden zuvor, vor allem aus der Dreier-Distanz. Über ein 28:16 nach dem ersten Viertel hatte sich der USC bis zur Pause ein 55:38 herausgespielt.

Bis auf 60:40 setzte sich der Gastgeber ab, ehe die DJK acht Punkte in Folge gutmachte. Nun aber hatten die Heidelbergerinnen auf jede gelungene Bamberger Aktion mindestens eine ebenso gute Antwort parat. 76:55 hieß es nach 30 Minuten. Die USClerinnen liefen sich im letzten Viertel für die Meisterfeier warm, die Hammerl-Truppe hatte nichts mehr zuzusetzen.

Statistik

BasCats USC Heidelberg: Chatzitheodoros (24 Punkte/4 Dreier), Nash (19/3), Spatzier (13/3), Arthur (11/1), Gianotti (9/1), Daub (8/2), Lummer (4), Zipser (2), Karavassillis (1), Palenickova (1), Steins (1) , Meusel / DJK Don Bosco Bamberg: Grbic (15/1), Lukovic (14), Hale (10/3), Landwehr (9/1), Waldner (9), Förner (6), Hager (4/1), Marschall (4), Hesselbarth (2), Barth, Ulshöfer / SR: Moskovic, Saeidi / Zuschauer: 750 BasCats USC Heidelberg - DJK Don Bosco Bamberg 71:79

"Hier regiert die DJK", schallte es am Freitagabend durch die Halle "ISSW 700" in Heidelberg, da war die Partie noch längst nicht entschieden. Die rund 50 Schlachtenbummler aus Bamberg verschafften sich deutlich Gehör, die 700 USC-Fans hatten mitunter nichts zu melden. Genau wie die BasCats nach der Halbzeit (34:25). Da bestätigte sich: Wer gut verteidigt, hat auch im Angriff Erfolg. Wie Eva Marschall, die sich in ihrer Geburtsstadt nach jedem Ball warf, ließen alle Bambergerinnen keine gewohnten Pass-Folgen bis unter den Korb oder freie Würfe der Heidelbergerinnen zu. Sie unterbanden das schnelle USC-Spiel komplett.

Die Gastgeberinnen warfen rekordverdächtige 76 Mal auf den Korb, darunter 35 Dreierversuche, doch sie trafen nur 20 Mal (26 Prozent). Die DJK kam auf 44 Prozent (26 Treffer/58 Versuche). Was drehte das Spiel? Magdalena Landwehr, die ihr Team im ersten Viertel (16:9) mit sieben Punkten am Leben gehalten hatte, kam nach einer siebenminütigen Verletzungspause Mitte des dritten Viertels zurück und kämpfte unverdrossen weiter. DaJonee Hale fand ihr Wurfhändchen wieder und versenkte fünf Dreier.

Ivana Grbic und Julia Förner stutzten die Heidelbergerinnen in Eins-gegen-eins-Situationen zurecht: Erst zog die Serbin zweimal kraftvoll zum Korb, dann die Kemmernerin - 41:48 nach 27 Minuten, die Partie war gekippt, auch wenn der USC nochmals zum 65:65 ausglich und die DJK zusehends Foulprobleme bekam. Branka Lukovic steuerte nach der Pause 15 Punkte bei, und Victoria Waldner (9 Punkte/9 Rebounds) ließ sich von zweifelhaften Schiedsrichterpfiffen nicht aus der Ruhe bringen. Im letzten Viertel (16:29) nach 19 Siegen in 19 Saisonspielen ein neues Gefühl für die Heidelbergerinnen: Der Gegner hat die Partie im Griff. Die Sensation war perfekt.

Statistik

BasCats USC Heidelberg: Gianotti (20 Punkte/4 Dreier), Nash (15/1), Arthur (10), Chatzitheodoros (9/1), Daub (8/1), Zipser (4), Karavassillis (2), Meusel (2), Spatzier (1), Lummer, Palenickova / DJK Don Bosco Bamberg: Lukovic (19), Hale (16/5), Landwehr (16/1), Grbic (12), Waldner (9), Förner (5), Marschall (2), Barth, Hesselbarth, Ulshöfer / SR: Pawlik, Damm / Zuschauer: 750