Der TSV Scheßlitz hat das letzte Spieljahr in der Fußball-Kreisklasse Bamberg, Gruppe 2, als Vizemeister abgeschlossen. In der Aufstiegsrelegation scheiterten die "Schäätzer" an der DJK Teutonia Gaustadt mit 2:3 nach Verlängerung. Ab dieser Saison hat Stefan Grasser die Nachfolge von Marco Hillemeier (jetzt TSV Breitengüßbach) als Spielertrainer übernommen. Vorher coachte der 39-jährige Würgauer zwei Jahre lang die U15-Bayernliga-Junioren des FC Eintracht Bamberg.

In den bisherigen zehn Begegnungen ist der TSV zweimal als Verlierer vom Feld gegangen und hat als Tabellensechster ein überragendes Torverhältnis von 24:6. "Das ist ein guter Wert, mit dem ich zufrieden bin. Diesen Stand wollen wir zumindest halten. Unsere Defensivarbeit war über weite Strecken sehr ordentlich und auch im Angriff sind meine Jungs immer für ein Tor gut", so Trainer Grasser. Bisher trugen sich zehn Akteure in die Torschützenliste ein. In der Zuschauer-Statistik liegt der TSV mit durchschnittlich 160 Besuchern pro Partie auf Platz 1. Die 550 Zuschauer im Derby gegen den FV Zeckendorf (1:1) schlagen besonders zu Buche.

Hervorragender Saisonstart

Der Vorjahresdritte SV Weichendorf startete mit vier Siegen und 13:3 Toren überragend in das Spieljahr 2018/19. Die Fußballer aus dem Memmelsdorfer Ortsteil etablierten sich in den letzten fünf Spielzeiten als Spitzenmannschaft in der Kreisklasse 2 und verpassten in der Relegation zweimal den Sprung in die Kreisliga. Nach Teammanager Thomas Baum ist das diesjährige Saisonziel "mindestens eine Platzierung unter den Top 5 der Liga." Nach Einschätzung des Weichendorfers ist der FC Strullendorf der heiße Favorit auf den Titel. Der Ex-Landesligist führt nach zehn Partien mit einem Punkt vor dem SVW die 16er-Rangliste an.

Mit bislang 38 Toren liegen die Schützlinge von Chefanweiser Manfred Drozd derzeit an der Spitze der Trefferquote. Der 24-jährige vom SV Memmelsdorf gekommene Neuzugang Peter Koch avancierte mit aktuell neun Torerfolgen zum bislang erfolgreichsten SVW-Schützen. Mit fünf Neuerwerbungen haben die Gäste ihren Kader vergrößert.

Starke erste Halbzeit des SVW

In der Anfangsphase waren beide Mannschaften gleichwertig. Mit zunehmender Spieldauer wurde der SV Weichendorf jedoch stärker und ging in der 26. Min. in Führung. Fabian Betz setzte sich auf der linken Seite durch, flankte punktgenau und Oliver Ohland schob das Leder zwischen zwei Scheßlitzer Verteidigern ein. Kurz darauf war es Samson Osterrieder, der die Kugel aus zehn Metern über den Fangzaun jagte. Die Gäste wurden immer stärker. Christopher Gries und Stefan Lieb retteten in höchster Not.

Konter bleiben gefährlich

Nach vorne ging bei den "Schäätzern" so gut wie nichts mehr. Kurz vor der Pause fiel das 0:2. Tobias Mößner zirkelte einen Freistoß aus 18 Metern über die Mauer. Torwart Daniel Schmitt war zwar noch am Ball, aber der Schuss war zu scharf getreten. Den Gastgebern war nach der Pause deutlich anzumerken, dass sie es nochmals wissen wollten. Es entwickelte sich immer mehr ein Spiel auf das Weichendorfer Gehäuse, aber zwingende Torgelegenheiten gab es nur selten. Der SVW war im Kontern und bei hohen Bällen in die Spitze stets gefährlich. Zehn Minuten vor dem Ende war es ein Foulelfmeter, der den TSV auf 1:2 heranbrachte. Markus Freitag verwandelte sicher. Die TSV-Elf konnte den Weichendorfer Keeper Johannes Schuler nicht mehr überwinden.

Der Scheßlitzer Trainer Stefan Grasser sagte: "Aufgrund der zweiten Hälfte hätten wir einen Punkt sicher verdient gehabt. Die Zuschauer sahen einen recht ordentlichen Kreisklassenkick mit zahlreichen Chancen auf beiden Seiten. Der SV Weichendorf war einen kleinen Tick besser und effektiver." Sein Weichendorfer Gegenüber Manfred Drozd erklärte: "Es war ein verdienter Sieg meiner Mannschaft, die im ersten Durchgang optisch überlegen spielte. In der zweiten Halbzeit haben wir uns das Leben selbst unnötig schwer gemacht, indem wir einfach zu ungenau agierten."