Kein Stillschweigen, kein Schönreden, kein unter den Teppich Kehren: Das Management-Team der DJK Don Bosco Bamberg, das sich um die Zweitliga-Basketballerinnen kümmert, bezieht klar Stellung, übernimmt die Verantwortung und entschuldigt sich, nachdem die Spielleitung der Damen-Bundesliga (DBBL) den Bambergerinnen den 69:56-Erfolg gegen den TSV Towers Speyer-Schifferstadt aberkannt, in ein 0:20 umgewandelt und sie zusätzlich mit einem Strafpunkt sanktioniert hat. Begründung: Der für die Spielberechtigung nötige Aufenthaltstitel für die US-Amerikanerin im Bamberger Trikot, DaJonee Hale, habe nicht vorgelegen.

Unter der Überschrift "Sechs, setzen!" war gestern Vormittag im Internet auf der Seite des Zweitligisten zu lesen: "In der Tat haben wir, das DJK-Management-Team, an dieser Stelle versagt. Wir entschuldigen uns bei allen Fans, bei unseren Spielerinnen, unserem Trainerteam und allen Teams der Liga. Zu keinem Zeitpunkt wollten wir uns in unsportlicher Weise Vorteile verschaffen."

Die Tatsache eines Verstoßes gegen die DBBL-Statuten seien dem Management-Team seit Samstagmorgen bekannt gewesen, "wir haben für das Spiel gegen Heidelberg sofort reagiert und den seit 07.09.2018 vorliegenden Aufenthaltstitel für DaJonee Hale an die Liga weitergeleitet". Letztendlich sei das eine Sache von Minuten gewesen.

Das Management-Team der DJK Bamberg Bamberg in Sachen Damen- und Mädchenbasketball lässt weiter wissen: "Die Ursachen für dieses Organisationsversagen sind uns bekannt. Wir werden entsprechende Konsequenzen ziehen und die Aufgabenverteilung so regeln, dass interne Kontrollsysteme Fehler dieser Art für die Zukunft sicher ausschließen." Nach zwei Spielen - am Samstag gab es ein 71:92 gegen den Titelanwärter aus Heidelberg - ist die DJK mit minus einem Punkt Tabellenletzter. Der Weg in die angepeilten Play-offs ist weiter geworden (weitere Informationen auf der Homepage der DJK Bamberg).