Im Schatten der durch die Liga pflügenden SpVgg Ebing (neun Spiele, neun Siege) haben es sich drei Teams aus dem Spielkreis im mehr oder minder gesicherten Mittelfeld der Frauen-Bezirksoberliga gemütlich gemacht und können die Rückrunde relativ entspannt angehen. Einzig die TSG 05 Bamberg muss noch um den Klassenverbleib zittern.

TSG braucht noch Punkte

In weniger als zwei Wochen wird es für die zehn Bezirksoberligisten wieder ernst, mit dem 10. Spieltag wird die Rückrunde eröffnet. In dieser muss vor allem die TSG 05 Bamberg den Blick nach hinten richten. Zehn Punkte fuhr der Aufsteiger bislang ein und hat ein Polster von sechs Zählern zu den Abstiegsrängen aufgebaut.

Gleich zu Wiederbeginn bietet sich dem Neuling aber die Chance, sich entscheidend abzusetzen. "Wir haben zwei ganz wichtige Spiele in Oberpreuschwitz und gegen Eintracht Bayreuth vor der Brust. Gewinnen wir diese Begegnungen, sieht es sehr gut aus", erklärt Spielleiter Matthias Hofmann. In der Hinrunde gelang jeweils ein 2:0-Erfolg gegen die beiden Letztplatzierten der Liga, den dritten Sieg feierte die TSG gegen den ebenfalls hinter den Bambergern platzierten TSV Himmelkron. "Unser Ziel ist natürlich der Klassenerhalt, im Sommer stoßen diverse junge Spielerinnen aus unserer Landesliga-U17 dazu, die uns sicherlich verstärken werden", sagt Hofmann.

Bereits in der Winterpause begrüßte Trainer Marco Schaller drei Neuzugänge im Team: Alyin Dehniger (SVG Göttingen), Chiara Hess (SV Altenbuch) und Sandra Tubonjic (SV Frensdorf II) sollen die mit elf Treffern zu harmlose Offensivabteilung des Tabellensiebten verstärken.

DJK Teuchatz auf Kurs

Drei Zähler mehr auf dem Konto hat die DJK Teuchatz, nach anfänglichen Startschwierigkeiten machte der Mitaufsteiger durch die beiden Heimsiege vor der Winterpause gegen den FC Eintracht Münchberg (4:2 nach 0:2-Rückstand) und die TSG Bamberg (6:1) einen großen Schritt aus dem Tabellenkeller und geht auf Rang 5 liegend in die Restrunde. "Diese Platzierung wollen wir halten und wenn möglich auch den vierten Platz angreifen. Wir haben in der Hinrunde einige Punkte geholt und dürften mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben. Gleichwohl geht es für uns darum, keinen Schlendrian einkehren zu lassen", erklärt Ralf Amschler die Ambitionen des Neulings für die Restrunde.

Personell tut sich bei den Teuchatzern wenig, einzig Tanja Übelacker (VfB Regensburg) ergänzt den relativen breiten Kader. Im Auftaktspiel beim zweitplatzierten SV Reitsch könnten die Trauben womöglich zu hoch hängen, danach stehen jedoch drei Partien gegen die Ligaschlusslichter auf dem Spielplan, der für die DJK bei sieben Auswärtsspielen nur noch zwei Begegnungen auf heimischem Grund vorsieht. "Warum der Plan so gelegt wurde, wissen wir auch nicht, es ist jedenfalls kein Vorteil. Trotzdem wollen wir mindestens genauso viele Zähler wie in der Vorrunde einfahren und uns die in Partien wie beim 1:1 gegen Oberpreuschwitz unnötig liegen gelassenen Zähler zurückholen", sagt der im Sommer gekommene Übungsleiter.

SV Wernsdorf will stabil bleiben

Im zweiten Jahr nach dem Aufstieg hat sich der SV Wernsdorf weiter etablieren können, zur Winterpause belegt die Mannschaft von Markus Wende den vierten Platz. "Im letzten Jahr mussten wir schauen, wo wir in der BOL stehen, dieses Jahr war die Zielvorgabe schon anders. Wir wollen unter den ersten Fünf landen und sind diesbezüglich auf einem guten Weg", so der 35-jährige Coach, der im Sturmzentrum mit der 18-jährigen Tyra Dione Brown (13 Treffer) die zweitbeste Torjägerin der Liga in seinen Reihen weiß. Dass es für ganz oben noch nicht reicht, zeigten gerade die direkten Duelle in Ebing (1:3) und Reitsch (3:5).

Im Vergleich zum Rest der Konkurrenten kann und will der SVW aber weiter eine gute Rolle spielen. "Wir wollen auf jeden Fall den vierten Platz halten und wenn möglich auch die Spitzenteams ärgern. Doch das Wichtigste ist, dass wir unsere Hausaufgaben erledigen und die Gegner hinter uns schlagen", sagt Wende, der in den verbleibenden Partien mit Svenja Meixner und Nadine Gath zwei Langzeitverletzte zurück im Kader begrüßen darf.

Ob seiner Heimstärke kann Wernsdorf in der Rückrunde durchaus zum Zünglein an der Waage im Aufstiegskampf werden, schließen müssen die beiden Topfavoriten Ebing und Reitsch beide noch beim Tabellenvierten antreten.