Trotz der 85:93-Niederlage bei den Gladiators Tier lieferten die Baunach Young Pikes in der 2. Basketball-Liga ProA eine gute Leistung ab. Vor 1613 Zuschauern in der Arena Trier gelang es ihnen, die Partie bis in die Schlussphase offenzuhalten, konnten aber das Abrutschen auf einen Abstiegsplatz nicht verhindern.

Neben William McDowell-White, Nico Wolf und Kay Bruhnke mussten die Young Pikes kurzfristig auch auf Tautvydas Slezas (Zerrung) verzichten, so dass sie auf der Centerposition recht dünn besetzt waren. Daniel Keppeler aber bot auf dieser Position eine tolle Leistung und brachte sein Team mit sieben Punkten zum 9:3 gleich gut in die Begegnung. Die erfahrenen Gastgeber ließen sich davon nicht beirren und konterten mit drei Dreiern zur 15:14-Führung (6. Minute). Doch da Trier schon recht bald die Teamfoulgrenze überschritten hatte, hatten die jungen Hechte durch Freiwürfe bis zum Ende der ersten Viertels mit 28:23 wieder die Nase vorne.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts wirkten die Gladiators etwas aggressiver und glichen nach ein paar Ballverlusten der Gäste durch Grün zum 34:34 (15.) aus. Doch Nicholas Tischler, der wie alle seine Kameraden in der ersten Hälfte fehlerfrei von der Linie blieb (am Ende 19 von 21!), wendete mit seinem siebten Punkt wieder das Blatt (34:40). In der Schlussphase der ersten Halbzeit gelang es aber den Gastgebern immer besser, ihre körperliche Überlegenheit auszuspielen, während Baunach gegen die Zone zunehmend Probleme bekam. So brachte Bucknor, der schon 16 Punkte erzielt hatte, seine Mannschaft bis zur Pause mit 52:42 nach vorne.

Mateo Seric, der eine starke Partie zeigte, und Keppeler mit einem wuchtigen Dunk verkürzten gleich nach dem Seitenwechsel auf 50:54. Genau zu diesem Zeitpunkt aber musste sein Team eine Schrecksekunde verdauen, als er umknickte und vom Feld humpelte. Das nützten die Moselaner aus und zogen auf 63:52 davon. Daniel Köppel, der für Keppeler aufs Feld kam, erzielte sofort seine ersten ProA-Punkte. Als Seric, der bis dahin ohne Fehlwurf von der Dreierlinie geblieben war, mit seinem vierten Treffer aus der Distanz auf 69:62 (28.) verkürzte, schöpfte der Gast wieder Hoffnung, zumal Keppeler aufs Feld zurückkehren konnte. Am Ende des dritten Abschnitts war somit beim Stand von 76:66 noch alles möglich.

Zwar verschafften zwei Dreier von Lewis und Bucknor den Gladiators wieder Luft, doch noch gaben sich die kämpferisch starken Schützlinge von Felix Czerny nicht geschlagen und Marvin Heckel schlossen mit einem Schnellangriff zum 88:84 auf. Da sich die Gastgeber in der Schlussphase aber keine Blöße von der Freiwurflinie mehr gaben, trugen sie mit 93:85 den hart erkämpften Sieg davon. Coach Czerny lobte trotzdem die Leistung seiner Jungs: " Wir haben einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht und können stolz sein auf das, was wir aufs Parkett gebracht haben. Wir haben uns die vielen Ausfälle überhaupt nicht anmerken lassen. Schade, dass wir trotzdem verloren haben, aber das müssen wir halt am nächsten Freitag nachholen." Damit war das Derby (19.30 Uhr) gegen die Falcons aus Nürnberg gemeint, bei dem Baunach unbedingt einen Sieg braucht, um nicht länger am Tabellenende festzukleben.red Gladiators Trier: Bucknor (22 Punkte/4 Dreier), Gloger (18), Grün (14/2), Lewis (7/1), Smit (7/1), Schmikale (6/2), Schmitz (5/1), Hennen (4), Joos (4), Dietz (2) / Baunach Young Pikes: Seric (20/4), Drell (20/1), Keppeler (13), Kullamäe (9), Tischler (7/1), Jelovcic (6/2), Heckel (5), Baggette (3), Köppel (2), Plescher, Edwardsson