Nach einem Jahr Pause veranstaltete die IfA Nonstop Bamberg wieder ihren inzwischen 28.Triathlon. 150 Einzelstarter und 33 Staffeln waren gespannt auf die neuen Strecken, nachdem die Veranstaltung in der Vergangenheit rund um das Wehr im Bamberger Hain ausgetragen wurde. Geschwommen wurde nach dem Startschuss von Oberbürgermeister Andreas Starke auf einer für den Triathlon fast einzigartigen zwei Kilometer langen Strecke stromabwärts vom Alten Kanal zur Erba-Insel. Hier wurde auf das Rad gewechselt, um gut 40 sehr anspruchsvolle Kilometer durch den westlichen Landkreis zu fahren. Abschließend durften die Athleten noch vier Runden über 2,5 km auf dem Gelände der ehemaligen Landesgartenschau laufen, ehe sie dort vor zahlreichen Zuschauern die Ziellinie überquerten.


Türk dreht auf Radstrecke auf

Als schnellster Schwimmer verließ Manuel Heilmann (SSV Forchheim) nach 19:06 Minuten die Regnitz, dicht gefolgt von Lokalmatador Matthias Türk (TDM Bamberg) und Andreas Besold (RSC Marktredwitz). Mit der besten Radzeit (1:07:04) schob sich Türk bis zum zweiten Wechsel ganz nach vorne, dicht gefolgt von Heilmann und Besold. Es entwickelte sich ein sehenswertes Rennen mit dem besten Ende für Besold. Er setzte sich auf der letzten Runde von Türk ab und siegte in 2:04:52. Der Bamberger freute sich über den zweiten Platz (2:05:42) und die oberfränkische Vizemeisterschaft. Der lange Zeit führende Heilmann musste sich am Ende mit dem undankbaren vierten Platz in 2:07:12 begnügen, da sich Daniel Jungkunz mit einem schnellen Lauf (37:53, gesamt 2:07:08) noch auf den Bronzeplatz nach vorne schob.
Drei weitere Bamberger plazierten sich in den Top-Ten und sicherten sich gleichzeitig den oberfränkischen Titel in ihrer Altersklasse: Christian Birke (DJK Gaustadt) wurde Gesamtsechster (2:10:42/1. M30). Christian Schwab (SC Memmelsdorf, 2:13:02/1. M45) und Klaus Dresel (TV Strullendorf/ 2:13:33, 1. M50) finishten auf den Rängen 8 und 9. Auch Bernward Flenner (DJK Gaustadt/ 3:03:32, 1. M65) bekam eine Medaille für den oberfränkischen Meistertitel von Stefan Leidenberger (bayerischer Triathlonverband) überreicht.


Rückstand auf Rad wettgemacht

Beim Damenrennen sah es zunächst nach einem Zweikampf der beiden Favoritinnen Hanna Krauß (SSV Forchheim) und Annika Timm (IfA Nonstop Bamberg) aus. Krauß kam gleichzeitig mit den schnellsten Männern nach 19:03 Minuten aus dem Wasser, Timm benötigte drei Minuten länger. Dann allerdings zündete die Bambergerin den Turbo und fuhr auf der profilierten Radstrecke Bestzeit (1:13:06) und einen beachtlichen Vorsprung heraus. Mit nun drei Minuten Rückstand machte sich die starke Läuferin Krauss auf die Verfolgung, musste dann aber das Rennen nach der Hälfte der Distanz wegen muskulärer Beschwerden aufgeben. Timm siegte in starken 2:18:02 und sicherte sich zudem den Titel der oberfränkischen Meisterin. Auf den zweiten Platz lief Anna-Lena Klee (TSV Mellrichstadt, 2:25:50) vor Valeria Kleiner (Team Autohaus Amon, 2:26:06). Auch Anne Kirsten (DJK Gaustadt) zeigte ein couragiertes Rennen und belohnte sich in 2:28:20 als Geamtvierte mit dem oberfränkischen Titel in der W30. Die älteste aller Teilnehmerinnen, Maria Winter (DJK, 2:58:53), war in der Altersklasse 55 ebenfalls die Schnellste des Bezirks.
Im Rahmen der Siegerehrung ehrten Bürgermeister Dr. Christian Lange und Sibylle Kretschmar vom Stadtverband Sport die Stadtmeister. Mit diesem Titel dürfen sich jetzt Matthias Türk und Annika Timm schmücken. Silber ging an Holger Link und Anne Kirsten, Bronze an Peter Dietz und Maria Winter.
Auch 33 Staffeln belebten den Wettbewerb. Neben zahlreichen Firmen- und Freizeitsportlern mischten sich einige ambitionierte Athleten unter die Teams. Einen Start- und Zielsieg verbuchte das Team Sundberg-Blank-Dels in 1:57:08 vor der Staffel des TDM Bamberg (Frank/Wolf/Frank, 2:10:43) und der Staffel der DJK Gaustadt (Schlichtig/Wehner/Minges, 2:15:36).


Die Jüngsten starten über 800 m

Abgerundet wurde der Tag mit einem Kinderlauf über 800 Meter. Die jüngsten Sportler waren mit großer Begeisterung bei der Sache und freuten sich über die Belohnung in Form einer Medaille. Zahlreiche Helfer der IfA Nonstop, wie auch die Wasserwacht, das Rote Kreuz und viele Feuerwehren aus dem Umland sorgten für einen reibungslosen Verlauf. Dass die Änderungen gut bei den Athleten ankamen, zeigte auch die Reaktion des Zweitplatzierten, Matthias Türk, der sich kurz das Mikrofon schnappte und sich bei allen Helfern und Organisatoren für die grandiosen Strecken und die perfekte Organisation bedankte. Alle Ergebnisse gibt es unter www.zeitgemaess.info. hs