Nach nur fünf Monaten ist das Engagement von Mario Herrmannsdörfer beim ASV Hollfeld schon wieder beendet. Am Donnerstag überbrachte die ASV-Führung die Nachricht, dass der 32-jährige Krögelsteiner ab sofort nicht mehr Trainer in Hollfeld sein wird. Über die Hintergründe wurde Stillschweigen vereinbart.
Mit dem sportlichen Abschneiden der Hollfelder jedenfalls, so der Verein, habe die Entscheidung wenig zu tun. Denn mit 22 Punkten und dem zwölften Rang steht der ASV voll im Soll und besser da, als zuvor in zwei von vier Landesligaspielzeiten.

"Trotzdem war diese Entscheidung unumgänglich", lässt der Vorsitzende Alfred Arnold Raum für Spekulationen. Er will aber festhalten, dass das Verhältnis zur Vorstandschaft bis zum Schluss tadellos war und dass die Trennung insofern nicht leicht gefallen sei.

Wer die Mannschaft zum Wochenende bei Alemannia Haibach betreuen wird, war noch offen. "Zunächst wird es bis zur Winterpause wohl eine vereins- bzw. mannschaftsinterne Lösung geben", wurde seitens Arnold verkündet, der am Samstag persönlich mit nach Haibach fahren wird, um das Team zu unterstützen. Gleichzeitig hofft er auch auf eine Reaktion der Mannschaft. "Wir wollen bis zur Winterpause noch ein paar Punkte, möglichst vier, einfahren", spornt er jeden Spieler nochmals an, sich voll in den Dienst des Vereins und der Mannschaft zu stellen.

Noch kein Nachfolger

Die Ereignisse der letzten Tage haben sich derart überschlagen, dass auch zu einem möglichen Nachfolger noch kein Gedanke verloren wurde. "Dieses Thema werden wir in aller Ruhe in der Winterpause behandeln. Einen Schnellschuss wird es jedenfalls nicht geben", so der erste ASV-Vorsitzende weiter. Ob es eine Lösung für den Saisonrest oder darüber hinaus geben soll, ist ebenfalls völlig offen.
"Wir werden den Markt und die Namen sondieren, anschließend Gespräche führen und danach im Gremium entscheiden, wer am besten geeignet ist." Spekulationen über Namen will er erst gar nicht eingehen. "Alles ist offen." hh