Für die Baunach Young Pikes steht ein anstrengendes Wochenende vor der Tür. Am Freitag treffen die jungen Wilden in der heimischen Graf-Stauffenberg-Halle um 20 Uhr auf den direkten Tabellennachbarn Essen. Bereits am Sonntag steht dann das nächste Spiel in Trier auf dem Programm, Spielbeginn in der Arena Trier ist um 17 Uhr.

Bisher trafen die Baunacher vor eigenem Publikum durch die Bank auf Spitzenteams. Jetzt kommen bis Weihnachten mit Essen, Dresden (11.11.) und Köln (10.12.) drei Mannschaften in die "Blaue", die momentan hinter Baunach in der Tabelle stehen.

Die ETB Wohnbau Baskets Essen hatten in der letzten Saison mit argen finanziellen Problemen zu kämpfen - es gelang so nur ganz knapp, die Klasse halten. Der Sommer stand im Zeichen der Konsolidierung. Bis auf Flügelspieler Marco Gebhardt verließen alle Spieler die Baskets, und Trainer Igor Krizanovic musste mit bescheidenen Mitteln ein neues Team zusammenstellen. Ziel ist daher nichts anderes als der Klassenerhalt. Somit treffen die Young Pikes auf einen direkten Konkurrenten.

Trotz kleinem Teametat ist es den Verantwortlichen aus Essen aber gelungen, ein schlagkräftiges Team auf die Beine zu stellen. Der Königstransfer war dabei sicherlich die erneute Verpflichtung von Aufbauspieler Christopher Alexander, der bereits zum dritten Mal nach Essen gewechselt ist. Der geborene Leader und Punktesammler (22,6 Punkte pro Spiel) ist auch in dieser Saison der Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Gäste. Unterstützung erhält er neuerdings vom Ex-Kölner Lakeem Jackson, der am letzten Wochenende neu zum Team stieß und auf Anhieb zwölf Punkte zum knappen Erfolg gegen die Falcons Nürnberg beisteuern konnte. Zwei weitere US-Profis stehen im Team der Baskets: der körperlich robuste Center Eric Thompson (9 Punkte, 7 Rebounds pro Spiel) und Aufbauspieler Ashton Moore (10,3 Punkte, 4,4 Assists).

Auf den deutschen Positionen vertraut Trainer Krizanovic vorwiegend auf die Lodders-Brüder Jannik und Robin, die beide auch im Durchschnitt zweistellig scoren, sowie den aus Nördlingen ins Ruhrgebiet gewechselten Leo Vrkas.

Auf dem Papier sicherlich ein schlagbarer Gegener für die Baunacher, dennoch ist absolute Vorsicht geboten. Die Essener zeigen sich in dieser Saison als verschworene Einheit. Dieser Zusammenhalt zahlte sich bereits bei den Siegen gegen Nürnberg und Hanau aus. Gegen die Kirchheim Knights mussten sie sich lediglich durch einen Korberfolg in letzter Sekunde geschlagen geben. "Uns muss klar sein, dass wir in jedem ProA-Spiel mindestens so viel an Kampf und Leidenschaft investieren müssen, wie wir es gegen Hamburg getan haben. Eine Mannschaft, von der wir in dieser Hinsicht noch lernen können und die genau aus diesem Grund ungemein gefährlich ist, ist Essen. Seit Wochen gefallen mir ihre Auftritte enorm gut, weil sie stets mit tollem Teamspirit und viel Kampfeswillen antreten. Ich erwarte ein schweres Spiel, glaube aber an meine Mannschaft, dass wir soweit sind, vor allem zu Hause gegen jeden Gegner unsere Chance nutzen zu können", blickt Coach Fabian Villmeter auf die ganz wichtige Partie voraus.


Gute Stimmung mitnehmen

Natürlich ist die Stimmung im Baunacher Lager nach dem knappen Heimspielerfolg am letzten Wochenende gegen die Hamburg Towers gut, und die Leistungskurve des Teams zeigt kontinuierlich nach oben, dennoch muss man abwarten, wie das junge Team mit der Situation umgehen kann, einmal nicht als Außenseiter in dieses Vier-Punkte-Spiel zu gehen. Natürlich würde eine volle Stauffenberg-Halle den Jungs helfen, die eine oder andere Schwächephase zu überwinden. red