Gespannt blickt die Kegelwelt an diesem Wochenende in die Slowakei nach Podbrezova, wo sich die europäischen Spitzenteams im Final Four der Champions League ein großes Stelldichein geben. Am Start sind die besten vier Clubmannschaften der Damen und Herren, die sich über die internationalen Mannschafts-Wettbewerbe für die Champions League qualifiziert und dort zwei K.o.-Runden überstanden haben.
Bei den Damen ist mit dem KK Celje der slowenische Meister ebenso am Start wie die Teams von KK Mlaka Rijeka (Kroatien) sowie die beiden Vorjahresfinalisten BBSV Wien (Österreich) und SKC Victoria Bamberg . Bei den Herren ist der KK Zapresic (Kroatien) anstelle des SKC Victoria ins Finale eingezogen und trifft dort auf den Lokalmatador ZP Sport Podbrezova, den deutschen Meister Rot Weiß Zerbst und Titelverteidiger Alabardos Szegedi TE aus Ungarn.
Im ersten Damen-Halbfinale trifft der Titelverteidiger und frischgebackene österreichische Staatsmeister BBSV Wien auf Kroatiens Vize KK Mlaka Rijeka. Die Wienerinnen waren wie auch Rijeka in der 1. Runde spielfrei. In Durchgang 2 setzten sich die Wienerinnen mit zwei Siegen gegen ZP Sport Podbrezova durch, während Mlaka Rijeka sich Dank der besseren Bilanz bei den Mannschaftspunkten gegen Elektromures Romgaz Targu Mures aus Rumänien behaupten konnte.
Im anderen Halbfinale treffen mit Bamberg und Celje zwei Teams aufeinander, die sich die letzte Dekade über immer wieder gegenseitig zur Höchstform getrieben haben, wobei die internationale Bilanz der Bamberger Vorzeigekeglerinnen gegen Celje negativ ausfällt. Aber - das hat jede Victoria-Spielerin noch im Kopf - 2013 gelang es dem SKC-Team Celje am Ende noch den Sieg zu entreißen. Die Bambergerinnen setzten sich im Finale mit 5:3 Mannschafts- und 12:12 Satzpunkten bei lediglich vier Kegeln mehr (3582:3578) hauchdünn durch.
"Wir haben eine fantastische Saison in der Bundesliga gespielt, haben den Weltpokal gewonnen und möchten nun die Saison mit dem Champions-League-Titel krönen. Jede Einzelne von uns ist bereit, alles in die Waagschale zu werfen. Aber zunächst einmal dürfen wir nur an das Halbfinale gegen Celje denken. Das ist ein richtig harter Brocken, den wir aus dem Weg räumen müssen. Aber wir sind stark genug und können uns gegen den Titelträger Sloweniens durchsetzen, wenn wir unsere gute Form auf die Bahn bringen", betont Victoria-Teamkapitän Daniela Kicker.
Bamberg qualifizierte sich mit zwei Viertelfinalsiegen gegen den KC Schrezheim für das Halbfinale, während sich Celje durch zwei Runden kämpfen musste. Zunächst schaltete man mit zwei Siegen die Damen von St.Pölten (Österreich) aus. Im Viertelfinale gab es einen Kegelkrimi gegen den ungarischen Meister Rakoshegyi Vasutas SE. Nach einer 3:5-Niederlage in der ersten Partie gelang im Rückspiel das gleiche Resultat, doch die Satzpunkte sprachen mit 28:20 deutlich für Celje.
Deutschlands Kegelfans drücken dem Team aus Bamberg die Daumen, dass man nach dem verlorenen "Finale dahoam" mit dem Titelgewinn die Heimreise antreten kann.
Auch die Halbfinalspiele der Herren sind top besetzt. Im ersten Halbfinale am Samstag treffen Titelverteidiger Alabardos Szegedi TE (Ungarn) und Kroatiens Vizemeister KK Zapresic aufeinander. Das Spitzenteam aus dem Land der Magyaren hat sich souverän für das Final Four qualifiziert. In der ersten Runde siegte man zwei Mal gegen den SKK Vrachlabi (Tschechien), und im Viertelfinale eliminierten die Ungarn den KK Neumarkt (Italien) mit zwei souveränen Erfolgen. Die Kroaten aus Zapresic gewannen zwei Mal gegen Zalaegerszegi TK und setzten sich dann mit zwei Siegen gegen die Herren des SKC Victoria Bamberg durch.
Der deutsche Meister aus Zerbst qualifizierte sich mit zwei Siegen gegen Calcit Kamnik (Slowenien) und einem Erfolg gegen Repcelaki SE (Ungarn) für das Halbfinale. Am Ende hatten die Zerbster trotz einer Niederlage mehr Mannschaftspunkte auf dem Konto.
Podbrezova lieferte sich zunächst ein spannendes Duell gegen den KC Schwabsberg. Ein halber Satzpunkt mehr reichte für den Viertelfinaleinzug. Dort gab es dann zwei souveräne Siege gegen St.Pölten. maha