Der Sportpark Eintracht an der Armeestraße in Bamberg ist am ersten Aprilwochenende Austragungsort des Finalturniers um die Titel in der Champions League der Kegler. Zweimal mischen die Teams des Gastgebers SKC Victoria Bamberg mit. Nach den Bamberger Damen haben am Samstag auch die Herren trotz einer 3:5-Niederlage gegen KK Beograd den Einzug ins "Final Four" perfekt gemacht. Das Polster aus dem Hinspiel reichte.
Ausschlaggebend war das Satzverhältnis, in dem die Victoria nach Addition von Hin- und Rückspiel der zweiten Runde mit 28:20 Satzpunkten (SP) vorne lag. Beim Rückspiel in Bamberg gewannen beide Teams je drei Duelle und so gab das Gesamtergebnis von 3736:3722 Kegel den Ausschlag für den Belgrader Sieg. Beste Bamberger waren Dominik Kunze (648) und Julian Hess (646).
Als Schiedsrichter Michael Koch die Aufstellung der Serben übergab, waren die Bamberger gespannt, welche Duelle bevorstehen. Die erste Überraschung war, dass Belgrad verletzungsbedingt nur mit sechs Spielern angetreten war. "Als wir die Aufstellung erhalten hatten, wussten wir nicht, ob wir uns freuen sollten, zu überrascht waren wir. Mit dieser Mannschaft hat bei uns niemand gerechnet, und genau darin lag auch ein bisschen die Gefahr", sagte Trainer Bela Csanyi vor dem Messen von Fritzmann, Hess und Jelinek mit Sakic, Simijonovic und Vlajkov in der Startgruppe. Hier erwischten die drei Bamberger einen guten Start und sammelten alle drei SP ein. Es folgte ein kleiner Bruch, einzig Jelinek ergatterte nun den SP (156:153). Erneut gab es sehr spannende Sätze. Nun setzten sich Jelinek mit 149:141 und Fritzmann mit 145:138 gegen ihre serbischen Gäste durch. Julian Hess musste sich erneut Simijonovic beugen. Jelinek, der den Mannschaftspunkt (MP) bereits sicher hatte, musste sich Vlajkov mit 145:146 beugen, doch der MP ging mit 3:1 SP und 616:586 Holz an den Bamberger. Hess, der noch einmal richtig aufdrehte, hatte in Simijonovic einen Widersacher, der sich nicht abschütteln ließ. Hess glich zwar mit 182:180 noch zum 2:2 aus, aber der MP ging mit 659:646 an Belgrad. Das Duell von Fritzmann gegen Sakic spitzte sich zu. Sakic musste mit der vorletzten Kugel für den MP unbedingt abräumen. Dies gelang ihm, und so kam es noch zum 2:2-Ausgleich. Im Gesamtergebnis lag Sakic mit 639:623 vorne. Belgrad führte mit 2:1 MP, Bamberg in der Kegelwertung mit einem Holz.
"Was uns jungen Spieler nach dem 1:2-Rückstand abgeliefert haben, war superstark", freute sich SKC-Kapitän Uwe Wagner. Nun standen Jelitte, Kunze und Lupu für Bamberg sowie Ostojic, Juhas und Calic für Belgrad auf der Bahn. Lupu hatte in Calic einen Widersacher, der keine Angriffsfläche bot und den SP mit 171:147 einfuhr. Jelitte, der mit Ostojic einen serbischen Team-Weltmeister gegen sich hatte, hielt in die Vollen super mit und zog mit drei Natur-Neunern im Abräumen auf die Überholspur, holte sich den ersten Satz mit 162:157 und anschließend mit 157:142 auch den zweiten. Kunze behielt gerade im Abräumen die Ruhe und siegte mit 153:151 und 157:143.
Jelitte und Kunze machten mit weiteren SP alles klar. Lupu musste auch Satz 2 abgeben. Jelitte hatte keine großen Probleme mit Ostojic, siegte mit 155:134 und sicherte sich mit dem 3:0 den MP. Lupu musste sich erneut Calic beugen und somit das 0:3 hinnehmen, was Belgrad den nächsten MP einbrachte. Coach Csanyi brachte Weiß für Lupu. Parallel gingen alle Blicke zu Kunze. Mit einem guten Abräumen machte Kunze den Traum der Csanyi-Jungs wahr, da er mit 155:134 siegte und so uneinholbar mit 3:0 SP vorne lag. Auch Weiß musste sich Calic geschlagen geben (0:4 SP, 573:667 Holz). Kunze legte nochmals starke 183 auf die Bahn, was zu 4:0 SP und 648:596 Kegel führte. Bei Jelitte fiel nun die Anspannung etwas ab. Dies nutzte Ostojic zum 3:1, Jelitte siegte jedoch mit 616:589.
SKC Victoria Bamberg - KK Beograd 3:5
(14:10 Satzpunkte, 3722:3736 Holz)
Fritzmann - Sakic 2:2 (623:639)
Heß - Simijonovic 2:2 (646:659)
Jelinek - Vlajkov 3:1 (616:586)
Jelitte - Ostojic 3:1 (616:589)
Kunze - Juhas 4:0 (648:596)
Lupu/Weiß - Calic 0:4 (573:667)
Ferner spielten: Repcelaki SE - SKV RW Zerbst 3:5, C.S CFR Cluj - KK ZP Sport Podbrezova 3:5, Szegedi TE - KK Zapresic 7:1 (Zerbst, Podbrezova und Szegedi neben Bamberg im Finale)