Mit 77:51 (32:26) gewannen die Zweitliga-Basketballerinnen der DJK Brose Bamberg am Samstag vor 300 Zuschauern in der Graf-Stauffenberg-Halle ihr letztes Hauptrunden-Heimspiel und setzten damit kurz vor den Play-offs ein Ausrufezeichen.
Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit schalteten die DJK-Damen einen Gang höher und ließen dem Tabellendritten und möglichen Play-off-Halbfinalgegner aus Baden-Württemberg keine Chance mehr. "Vor dem Seitenwechsel haben wir uns noch schwer getan, weil in einigen Situationen die Konzentration und der letzte Biss in der Verteidigung ein wenig gefehlt haben. Die Intensitätssteigerung und das Teamplay waren dann nach der Pause die entscheidenden Faktoren", resümierte Svenja Zeis, die mit 23:25 Min. Einsatzzeit mit den längsten Arbeitstag aller Bambergerinnen hatte.
Der dominante Auftritt seiner Schützlinge in der zweiten Hälfte bot Coach Schabacker die Möglichkeit, die Anteile kräftesparend für seine Leistungsträgerinnen und gleichzeitig gewinnbringend für die junge Garde zu vergeben. Neben Nadjeschda Ilmberger, die mit zehn Punkten und 14 Rebounds ein "Double-Double" auflegte, wussten mit Sandra Schrüfer und Antonia Gut auch die weiteren Doppellizenzspielerinnen, die zuvor bereits in der Regionalliga für den Kooperationspartner SC Kemmern beim 63:62-Heimerfolg gegen Nördlingen auf dem Parkett gestanden hatten, Akzente zu setzen.
"Es hat eine Weile gedauert, bis wir den Respekt vor unserem körperlich starken und präsenten Gegner abgelegt hatten. Nach der Halbzeitpause haben wir aber sehr souverän agiert und auch spielerisch überzeugt. Und auch wenn die Zonenverteidigung im Schlussviertel nicht ganz so funktioniert hat, wie ich es mir gewünscht hätte, haben wir letztlich klar und ungefährdet gewonnen", lobte Schabacker sein Team.
Angeführt von Kapitänin Jessica Miller, die ihre zwölf Punkte alle im dritten Durchgang erzielte, demonstrierten die Bambergerinnen im Duell der beiden besten Defensivreihen der Liga mit schnellem Umschaltspiel und guter Ballbewegung auch im Angriff ihre Stärken. So wuchs der Vorsprung über 45:35 bis auf 59:39 zu Beginn des finalen Abschnitts an. Die höchste Führung warf kurz vor dem Ende Antonia Gut, die bis zu diesem Zeitpunkt einzige DJK-Spielerin ohne Korberfolg, heraus. Mit ihrem Dreier zum 77:49 krönte die 20-Jährige die Teamleistung der Gastgeberinnen, die sich von der Niederlage in Keltern gut erholt präsentierten.
"Jetzt geht es bis zum Beginn der heißen Phase der Saison in zwei Wochen darum, weiter gut zu trainieren, das Niveau zu halten und von weiteren Verletzungen verschont zu bleiben", richtete Schabacker, der gegen Heidelberg auf Kathrin Gut (Rückenprobleme) verzichten musste, den Blick nach vorn. Mit dem Gastspiel bei der zweiten Mannschaft der Rhein-Main Baskets endet für die Brose-Korbjägerinnen am Samstag (17.30 Uhr) die Hauptrunde in der 2. Liga Süd. Am 28. März um 15 Uhr geht es dann entweder erneut gegen Heidelberg oder aber den unterfränkischen Nachbarn Take-Off Würzburg im ersten Play-off-Halbfinalspiel in der Stauffenberghalle. red
DJK Brose Bamberg: Sokman (17), Miller (12), Ilmberger (10), Thorman (7), Beck (6), Zeis (6), Schrüfer (5), Gröger (4), Münder (4), A. Gut (3), Lohneiß (3) / BasCats USC Heidelberg: Carlson (15), Benavente (8), Kranzhöfer (7), Adrion (6), Lummer (6), A. Hofmann (4), Chatzitheodoros (3), Zipser (2), E. Hofmann, Meusel / SR: Harth, Aydin / Zuschauer: 300