In Darmstadt fand das Top-Four-Turnier um den DBB-Pokal in der Altersklasse U16 statt. Dabei holten sich die Jungs des TTL Bamberg um ihre Coaches Michl Kunz und Thomas Lorber nach zwei spannenden Spielen - und in dieser Saison ungeschlagen - den Titel.

Im Halbfinale trafen die Bamberger auf den Gastgeber Darmstadt, der dank einer Kooperation mit Skyliners Frankfurt gleich mit drei deutschen Meistern des jüngeren JBBL-Jahrgangs aufwarteten. Nach verschlafenem Start (0:7) kämpften sich die TTL-Jungs wieder heran und gestalteten in der Folge das Spiel ausgeglichen. Fünf Punkte Rückstand zur Halbzeit waren kein Grund zur Beunruhigung.

Nach dem Seitenwechsel fanden die TTLer immer besser ins Spiel. Mit konsequenter und aggressiver Verteidigung gestatteten sie den Darmstädtern im dritten Viertel nur acht Punkte und gingen mit einer 44:40-Führung in den letzten Spielabschnitt. In diesem gelang es auch in der Offensive Akzente zu setzen. Topscorer Andrej Konstanz (21 Punkte) sowie Fritz Eismann (14) und Lukas Zerner (12) zeigten hier ihre Qualitäten. Auch Tom Eichelsdörfer (8) setzte sich jetzt ein ums andere Mal am gegnerischen Brett durch. Das Bamberger Team ließ sich auch durch einen zwischenzeitlichen Lauf der Gastgeber, die bis auf zwei Punkte herankamen, nicht aus der Ruhe bringen. Am Ende gewann es mit 72:62 und zog unter großem Jubel der zahlreich mitgereisten Fans ins Finale ein.

Bamberg gegen Berlin: Ein Dauerbrenner erwartete die Zuschauer im Endspiel. Wieder brauchten die TTL-Jungs eine geraume Zeit, bis sie zu ihrem Spiel fanden (0:7, 2:10). Somit endete das erste Viertel mit 19:12 für Alba. Im zweiten Abschnitt kämpften sich die Bamberger Punkt um Punkt heran. Ein Dreier von Yannick Steger war die Initialzündung zur Aufholjagd. Die nimmermüden Andrej Konstanz und Kapitän Tobi Gnech gingen mit vorbildlicher Einstellung voran und rissen mit ihrer Spielweise das gesamte Team mit sich. Bis zur Halbzeit konnte man den Rückstand auf drei Punkte verkürzen.

Nach der Pause kam es zur Duplizität der Geschehnisse aus dem Halbfinale. Die TTL-Jungs kamen mit einer Energie aus der Kabine, die in hervorragende Defensivleistung und sehenswerte Spielzüge umgemünzt wurde. Wie im Halbfinale ließen die Bamberger im dritten Viertel nur acht Punkte zu und erzielten selbst 19. Vor dem abschließenden Viertel lagen sie mit 49:41 in Front. In diesem kämpfte sich Alba wieder bis auf einen Punkt heran (52:51). Aber die TTL-Jungs mobilisierten ihre letzten Kräfte und hielten dagegen. Jetzt schlug die Stunde des besten Verteidigers im Bamberger Team. Felix Friedel brachte seine Mannschaft mit drei von vier Freiwürfen mit 62:56 in Führung. Alba verkürzte auf 62:60. 4,8 Sekunden vor Schluss wurde wiederum Felix Friedel gefoult. Er sorgte mit zwei souverän verwandelten Freiwürfen für den 64:60-Sieg und sorgte für grenzenlosen Jubel bei den TTLern und ihrem Anhang.

"Ich freue mich für die Jungs. Aus einem zusammengewürfeltem Haufen haben es Thomas und ich geschafft, ein eingeschworenes Team zu formen, das sich für hartes Training und tollen Teamgeist nun selbst mit dem Titel belohnt hat. Das Ganze noch dazu ohne eine einzige Niederlage. Herausheben aus dem meisterlichen Team möchte ich unseren Energizer Andrej Konstanz, der nicht nur Topscorer in beiden Spielen mit je 21 Punkten war, sondern durch seinen Kampfgeist und Siegeswillen das ganze Team getragen hat", meinte Headoach Michl Kunz. red
TTL Bamberg: Konstanz (21 Punkte gegen Darmstadt/21 gegen Berlin), Zerner (12/10), Eismann (14/6), Gnech (5/13), Friedel (5/6), Eichelsdörfer (8/2), Steger (4/3), Will (2/2), Fösel (1/0), Landzettel, Lechner, Rainer