Die Ringer des KSV Bamberg erkämpften sich gegen die favorisierten Gäste vom AC Regensburg, welche bislang nur gegen den bereits als Meister der Landesliga Nord feststehenden SC 04 Nürnberg Federn lassen mussten, mit einer hervorragenden Mannschaftsleitung einen verdienten 18:10-Sieg.

So zeigte sich KSV-Coach Jochen Engelhardt nach dem Duell sichtlich zufrieden: "Bei solchen Kämpfen wird deutlich, was sich mit Leidenschaft und einem starken Zusammenhalt alles bewegen lässt. Wir wollten uns im letzten Kampf vor heimischem Publikum unbedingt mit einem Sieg von unseren treuen Fans verabschieden, was in eindrucksvoller Weise gelungen ist."

Philip Kegel (57 kg/griechisch-römisch) traf auf den bislang ungeschlagenen M. Langmantel, welcher seiner Favoritenrolle gerecht wurde. Mit einer starken Brücke stemmte sich Kegel noch gegen die Umklammerung des Gastes, aus welcher er sich jedoch nicht mehr lösen konnte und geschultert wurde (0:4). Im Schwergewicht (130 kg/Freistil) kämpfte Max Brandmayer mit guten Ansätzen gegen den erfahrenen Y. Schmid. Die Routine des Regensburgers gab letztlich den Ausschlag, so dass der KSVler ebenfalls eine Schulterniederlage hinnehmen musste (0:8).

Den KSV-Ausnahmeathleten Stoyko Rusev (61 kg/Freistil) ließen die Oberpfälzer "leerlaufen". Damit bekam dieser die Punkte bereits auf der Waage zugesprochen (4:8). Durchaus mehr drin war für Darius Mayek (98 kg/gr.-röm.), welcher gegen den starken S. Höpfl engagiert zu Werke ging, allerdings keine seiner Griffaktionen durchbrachte, so dass sein Kontrahent als 5:1-Punktsieger von der Matte ging (4:10). Seine tolle Form bestätigte Christopher Kegel (66 kg/gr.-röm.) im Duell gegen den mit deutlichem Übergewicht angetretenen B. Iheb. Ein "Bilderbuch-Kopfzug" beendete den Kampf vorzeitig und brachte ihm den Schultersieg (8:10). Warum der KSVler Lucian Diaconu (86 kg/Freistil) noch ungeschlagen ist, unterstrich er im Duell gegen G. Csoti. Taktisch klug erarbeitete er sich einen Punktevorsprung, welchen er dann routiniert über die Zeit brachte (10:10).
Dass Lukas Tomaszek (66 kg/Freistil) wenig Respekt vor großen Namen zeigt, machte er gegen A. Zahiri von Beginn an deutlich. In einem umkämpften Match sicherte er sich mit einem seiner gefürchteten Beinangriffe gekonnt die entscheidende Wertung zum umjubelten 9:7-Punktsieg (11:10).

Ein Sonderlob gebührte Dirk Schmidt (86 kg/gr.-röm.) für seinen starken Kampf gegen M. Schneeberger. Ein schulmäßig gezogener Armdrehschwung beförderte den Regensburger gleich zu Beginn in eine gefährliche Lage, so dass der KSVler nahe an einem Schultersieg war. Fortan kontrollierte er das Geschehen und sicherte sich einen verdienten und mit viel Applaus bedachten 10:2-Punktsieg (14:10). Dass mit Philipp Glücker (75 kg/gr.-röm.) ein Hochkaräter für die Bamberger auf der Matte steht, musste dessen Kontrahent O. Schmidt neidlos anerkennen. Der über die gesamte Kampfzeit mit Abwehraufgaben beschäftigte Regensburger stand gegen den eifrig punktenden KSVler am Ende mit 16:4 deutlich auf verlorenem Posten (17:10).

In einem spannenden Kampf auf Augenhöhe zeigte Benedikt Panzer (75 kg/Freistil) gegen A. Roth, welche bemerkenswerte Entwicklung ihm zu bescheinigen ist. In einem von Taktik geprägten Duell ließ sich der KSVler nicht aus der Reserve locken, sondern bereitete seinerseits mit Geduld die entscheidenden Aktionen vor. Der clevere Kampfstil des Bambergers wurde am Ende mit einem 2:1-Punktsieg belohnt (Endstand 18:10).