Einen fast durchweg gelungenen Saisonstart haben die "Bamberger" Vertreter in der 2. Basketball-Regionalliga Nord hingelegt. Die Regnitztal Baskets schlugen die Dresden Titans II mit 69:60 und der TTL Basketball Bamberg schickte die Fibalon Baskets Neumarkt mit einem 95:63 nach Hause. Der Aufsteiger BG Litzendorf verpasste gegen die Gotha Rockets II beim 68:72 eine Überraschung knapp.
BG Litzendorf - Gotha Rockets II 68:72
Gegen die ambitionierten Gäste aus Thüringen zeigten die Litzendorfer eine starke Leistung und behaupteten bis zum letzten Viertel eine knappe Führung. Im Schlussabschnitt hatten die "Pirates" aus Litzendorf offensiv einen kleinen Durchhänger. Auf Gothaer Seite lief dazu der Lette Kullamäe heiß und drehte das Spiel fast im Alleingang zugunsten der Gäste. In den letzten Minuten konnte das Heimteam dann trotz großen Kampfes nicht mehr die entscheidende Wende herbeiführen. Schließlich verlor der Aufsteiger aus Litzendorf in der Memmelsdorfer Seehofhalle unglücklich und knapp mit 68:72. Trotz der Auftaktniederlage kann das Team um Trainer Alexander Sandyk auf seine Leistung aufbauen und positiv auf das nächste Heimspiel gegen die Dresden Titans II schauen. Dann gilt es, die Leistung zu bestätigen, um den ersten Sieg in der Liga einzufahren.
BG Litzendorf: Rockmann (16), Kolbert (12), Sperke (9), Slabu (8), Roch (7), Ziegmann (4), Wimmer (3), Zach (3), Ruhl (2), Schlaug (2), Tuttor (2)
Regnitztal Baskets - Dresden Titans II 69:60
Das neue Regnitztaler Trainerduo Kevin Kositz und Patrick Hwastunow feierte einen gelungenen Einstand. Nach einem ausgeglichenen ersten Viertel (21:18) und einem ebenfalls unentschieden endenden zweiten Abschnitt (16:16) ging es mit einer knappen Regnitztaler 37:34-Führung in die Halbzeitpause. Man merkte beiden Mannschaften an, dass sie sich im ersten Spiel der Saison 2016/17 erst noch finden mussten. Der Neu-Strullendorfer Jona Hoffmann konnte im Basketball Center Hauptsmoor allerdings bereits seine Führungsqualitäten zeigen. Nach dem Seitenwechsel hatten sich die Brose-Bamberg-Youngsters gefunden. Der sicher im Aufbau agierende Hoffmann setzte seine Mitspieler Matze Fichtner, Felix Edwardsson, Kay Bruhnke und Heinrich Ueberall immer wieder gekonnt in Szene. Ein 21:4-Lauf war der Lohn der konzentrierten Teamleistung in dieser Phase. Dresden hatte wenig entgegenzusetzen und musste mit einem vorentscheidenden 20-Punkte-Rückstand leben, so dass der letzte Abschnitt mit einer 60:44-Führung der Regnitztaler begann. Dresden konnte zwar im letzten Viertel noch etwas Ergebniskosmetik betreiben, aber mit Chris Bauer zeigte jetzt auch einer der jüngeren Spieler im Team seine Qualitäten und schloss immer wieder gekonnt ab. Am Ende gewannen die Regnitztaler verdient mit 69:60.
Regnitztal Baskets: Fichtner (15/2 Dreier), Hoffmann (12/2), Edwardsson (10/11 Rebounds), Ueberall (8), Bauer (8/2), Bruhnke (7/1), Drell (5), Nicklaus (2), Höhmann (2), B. Tischler, N. Tischler
TTL Basketball Bamberg - Fibalon Bask. Neumarkt 95:63
Ambitioniert sind die Bamberger in dieser Runde, entsprechend starteten sie in die Saison - aber auch nervös. Schnell lagen die Neumarkter mit 6:0 vorn. Coach Rainer Wolfschmitt reagierte sofort und nahm seine erste Auszeit. Eingeleitet durch den amerikanischen Neuzugang Erik Crittenden begann die Aufholjagd. Eine nun besser aufgestellte Defensive und ein 14:0-Lauf halfen dem Team, die Nervosität abzuschütteln (14:6). Vor allem Kevin Jefferson und Crittenden rissen mit ihren Aktionen ihre Mannschaftskameraden mit (21:12, erstes Viertel). Die Hausherren ließen sich nun nicht mehr beirren. Matze Krauß, Mo Schmitt und Markus Müller liefen heiß, zur Halbzeit hieß es bereits 48:27. Nach der Pause schlichen sich wieder einige Fehler ein. Die Abwehr war nun wieder schwächer und in der Offensive wurde wieder zu unkonzentriert agiert, die Führung war aber zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Nils Duckarm war nun der beste Bamberger und hebelte die Verteidigung der Gäste mehrfach aus, der 95:63-Heimsieg in der Halle am Georgendamm war ungefährdet. "Nach einer schwachen Anfangsphase konnten wir uns fangen und größtenteils unser Spiel spielen. Das Team hat gezeigt, zu was es fähig ist, auch wenn wir noch an einigen Stellen Fehler gemacht haben", resümierte Coach Wolfschmitt. Die Worte seines Assistenten Jochen Geigerhilk waren deutlich: "Die Defense war über weite Strecken noch nicht optimal aufgestellt, und wir müssen noch hart daran arbeiten, bevor es zum Favoriten der Liga nach Gotha geht. Wir sind gewarnt. Trotzdem können wir stolz auf diese Leistung sein."
TTL Basketball Bamberg: Crittenden (19/1 Dreier), Jefferson (16/2), Müller (10/2), Duckarm (9), Hager (8/2), Reichmann (8/1), Thomas (8), Schmitt (7), Krauß (5/1), H. Land (5/1), Hubatschek, Weiß