Einmal gewonnen, einmal verloren - so lautet die Bilanz der Bayernliga-Volleyballer des SC Memmelsdorf nach ihrem Doppelspieltag in der Seehofhalle. Zunächst gelang ein 3:1 gegen die SG TuSpo Nürnberg/SV Schwaig, tags darauf gab es für das Team um Spielertrainer Jochen Neumerkel ein 2:3 gegen den BSV 98 Bayreuth. "Die Niederlage ist ärgerlich, weil sie nicht hätte sein müssen", so Neumerkel. "Insgesamt bin ich aber mit unserer Leistung zufrieden."
Bei seiner Bayernliga-Heimpremiere präsentierte sich der Aufsteiger in sehr guter Form. Von Beginn an konnte der SCM die Gäste aus Nürnberg/Schwaig unter Druck setzen, vor allem der Memmelsdorfer Block stand wieder einmal sicher und entschärfte zahlreiche Nürnberger Angriffe. Mittelblocker Hannes Breuninger beeindruckte mit seinen Sprungaufschlägen. Auch in Annahme und Abwehr zeigte das Team eine Topleistung und gewann so ohne seinen beruflich verhinderten Kapitän Stefan Maier die ersten beiden Sätze mit 25:19 und 25:18. Zu siegessicher ging der SCM in den dritten Satz, verlor prompt mit 20:25. Unterstützt von etwa 80 lautstarken Fans in der Seehofhalle besannen sich die Memmelsdorfer im vierten Satz dann aber wieder auf ihre Stärken. Auch ein bereits im dritten Satz vorgenommener Wechsel auf der Außenposition, Neuzugang Michael Werner für Stefan Kolb, zahlte sich nun aus - Ergebnis: 25:16. "Es war gut für uns, dass wir unsere Leistung vom ersten Spieltag bestätigen konnten", so das Fazit von "Aushilfskapitän" Martin Knobloch. Der Mittelblocker spielte mit Schmerzen in der Schlagschulter, die dann so stark waren, dass er gegen Bayreuth nur noch mit Links angreifen konnte.
Insgesamt war der SCM-Angriff im Spiel gegen den BSV 98 nicht so erfolgreich wie einen Tag zuvor. Ein Grund dafür war die sehr gut organisierte Abwehrreihe der Gäste. Zu Beginn eines jeden Satzes handelten sich die Memmelsdorfer einen Rückstand ein. In Satz 1 und 2 gelang die Aufholjagd noch, weil sich der BSV Fehler im Angriff leistete: 25:22 und 25:20. Im dritten Satz zeigte sich ein ähnliches Bild: Memmelsdorf im Rückstand, kämpfte sich heran, hatte die Chance, Satz und Spiel für sich zu entscheiden. Durch eine sowohl unnötige als auch zweifelhafte Gelbe Karte für Spielertrainer Neumerkel gegen Ende des Durchgangs, verlor der SCM allerdings Rhythmus und Satz: 22:25. Mit Angriffen aus dem Hinterfeld und von der Diagionalposition war der BSV nun fast ausnahmslos erfolgreich, dazu kamen harte Sprungaufschläge: 21:25 hieß es nach dem vierten und 9:15 nach dem Tiebreak.
SC Memmelsdorf: Beger, Breuninger, Eichler, Elting, H&uum l;sener, Knobloch, Kolb, Neufeld, Neumerkel, Wenzel, Werner