Mit 61:53 gewannen die Basketballerinnen des SC Kemmern gegen den TV 1847 Augsburg. Damit führen sie weiterhin die Tabelle der Regionalliga Südost an, obwohl dies hauptsächlich dem Umstand geschuldet ist, dass der SCK im Gegensatz zu den Ligakonkurrenten bereits sieben Spiele ausgetragen hat.
Die ersten Spielminuten waren von Fehlversuchen geprägt, ehe die 14-jährige Jugendnationalspielerin Julia Förner für den erlösenden ersten Feldkorb sorgte. Jedoch wollte der Knoten nicht platzen. Nach einem ständigen Hin und Her stand es zum Ende des Viertels lediglich 13:12. Für beide Mannschaften besser lief es im zweiten Spielabschnitt. Zwar konnten sich die Gastgeberinnen bis zur Halbzeitpause eine Sieben-Punkte-Führung erspielen, aber auch die Schwaben fanden ein ums andere Mal Mirjam Unger, die ihre Größenvorteile ausspielte und unter dem Korb zum Abschluss kam (33:25). Sehenswert war der Alleingang von Franziska Hager bei nur noch sechs Sekunden auf der Uhr, die mit der Schlusssirene souverän einnetzte.
Nach der Pause begannen die Gäste mit einer für die hauptsächlich aus Jugendspielerinnen bestehenden Kemmerner Mannschaft ungewohnten 1-3-1-Zonenverteidigung. Hier war die Unerfahrenheit deutlich anzumerken. Trotz Engangements in der Verteidigung (16 Ballgewinne) rannte sich Kemmern in der Offensive fest.


Hager trifft ihre Freiwürfe

Vor dem Schlussabschnitt führten die Gastgeberinnen nur noch mit 41:40. Bis knapp zwei Minuten vor Schluss blieb es spannend. Durch taktische Fouls versuchte Augsburg nochmal das Spiel zu drehen und zwang den SC Kemmern wiederholt an die Linie. Erneut war es Franziska Hager, die mit vier Freiwürfen die letzten Punkte des Spiels erzielte. "Augsburg kämpfte bis zum Umfallen und machte das Spiel in der zweiten Hälfte nochmal spannend. Heute waren wir der Glücklichere, im Rückspiel kann das ganz anders aussehen", meinte Kemmern-Coach Tobias Schilde. red
SC Kemmern: Gut (15/2), Redeker (11/1), Förner (8), Hager (6), Ulshöfer (6), Lott (6), Landwehr (5), Gese (2), Kasper (2), Winter, Distler, Barth