Dank Janis Strelnieks haben die Brose Baskets einen Fehlstart in die 49. Saison der Basketball-Bundesliga gerade noch abgewendet. Beim hauchdünnen 83:82 (35:42)-Erfolg der Bamberger am Freitag gegen die Eisbären Bremerhaven brachte der lettische Aufbauspieler sein Team in der Schlussphase mit zwei Dreiern entscheidend in Front. Dennoch hätte die neuformierte Mannschaft von Trainer Andrea Trinchieri den Sieg in der letzten Minute fast noch leichtfertig verspielt. Nicht nur in dieser Phase war zu erkennen, dass vor dem italienischen Coach noch eine Menge Arbeit liegt, um aus dem zweifellos vorhandenen Potenzial auch eine schlagkräftige Einheit zu formen. Am Sonntag (15 Uhr) treten die Brose Baskets zum zweiten Saisonspiel bei den Basketball-Löwen in Braunschweig an.

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Die Gäste von der Nordseeküste erwiesen sich vom Start weg als unbequemer Gegner. Dank ihrer Treffsicherheit von der Drei-Punkte-Linie erarbeiteten sie sich schnell eine Führung, die sie bis kurz vor der Pause auf elf Punkte ausbauten (37:26, 18. Min.). Die Bamberger fanden kein Mittel, die Distanzwürfe der Eisbären zu unterbinden. Sieben Dreier (bei 12 Versuchen) schlugen in der ersten Halbzeit im Korb der Gastgeber ein. Auf der Gegenseite hatten die Brose Baskets Mühe, ihre Angriffe erfolgreich abzuschließen. Nur 35 Prozent (9 Treffer bei 26 Versuchen) lautete die magere Trefferquote zur Pause. Ihre Punkte erzielten die Hausherren zumeist durch Einzelaktionen.

In der zweiten Halbzeit brachten die Bamberger dann für kurze Zeit viel Energie aufs Parkett. Der Lohn war eine 56:51-Führung. Doch dann war es, als hätte jemand den Stecker gezogen. Fast mühelos kamen die Bremerhavener zu einem 10:0-Lauf, mit dem sie sich die Führung zurückeroberten. Die Partie stand von nun an auf Messers Schneide. Zweieinhalb Minuten vor Spielende schlug die Stunde von Strelnieks: Mit zwei Dreiern in Folge machte wandelte er den Bamberger 75:77-Rückstand in eine 81:77-Vorsprung um. Die Fans waren aus dem Häuschen, doch eine eigensinnige Aktion von Wanamaker und eine Unachtsamkeit von Ryan Thompson, der bei der Ballannahme im Aus stand, bestraften die Eisbären in den letzten Sekunden eiskalt. Sie hatten mit dem letzten Wurf der Partie sogar noch die Chance zum Sieg, doch der Ball sprang vom Korb ins Feld zurück.

Brose Baskets: Brown (17 Punkte), Wanamker (15), Strelnieks (12), Thompson (11), Theis (11), Katelynas (8), Mbakwe (7), Bagaric (2), Tadda, Schmidt

Eisbären Bremerhaven: McGee (17), Williams (15), Ehambe (14), Hesson (11), Schultze (9), Searcy (6), Williamson (6), Schneiders (4), Stückemann, El Domiaty

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