Dabei schienen die Bedingungen im Vorfeld nicht schlecht zu sein, denn der Gegner aus Regenstauf konnte nicht in Bestbesetzung antreten. Dennoch gingen die Oberpfälzer hochmotiviert ins Spiel, da bei einem Auswärtssieg die Tabellenführung übernommen werden konnte.

So spielte der TB/ASV Regenstauf im ersten Satz im Stile eines Meisterschaftsfavoriten. Die Memmelsdorfer hatten große Schwierigkeiten, ins Spiel zu kommen. Weder die Annahme noch der Angriff passte, sodass am Ende ein deutlicher Satzverlust zu Buche stand.

Wende im zweiten Satz

Nach dem etwas verspäteten Eintreffen der SCM-Fans stand im zweiten Satz auch eine andere Hausherren-Mannschaft auf dem Feld. Die Gastgeber dominierten nun das Geschehen und ließen den Oberpfälzern nahezu keine Chancen, selbst das Spiel zu bestimmen. Die logische Konsequenz war der völlig verdiente Satzgewinn des SCM.

Auch Satz drei verlief ähnlich. Nach einem zwischenzeitlichen 19:9 der Memmelsdorfer ließ man es etwas behutsamer angehen und brachte damit den Gegner wieder zurück ins Spiel. Zwar konnte man die Satzführung auf 2:1 ausbauen, doch im vierten Durchgang hatte man es wieder mit einem erstarkten TB/ASV zu tun. Die Memmelsdorfer verpassten es, sich am Satzanfang auf das gegnerische Spiel einzustellen und liefen fortan einem großen Rückstand hinterher. Mit einem unnötigen Satzverlust ging es dann in den Tiebreak. "Wir haben bisher immer Pech gehabt, aber heute klappt's!" versuchte Kapitän Stefan Maier seine Mitstreiter zu ermuntern und die bisherigen Negativerlebnisse aus den Köpfen der Spieler zu vertreiben.

Die Stimmung in der Seehofhalle war jetzt auf dem Höhepunkt, die Gastgeber topmotiviert und die Überraschung zum Greifen nah. Es entwickelte sich ein rasantes Spiel. Durch mehrere fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen auf beiden Seiten wurde jedoch der Spielfluss zusehends gestört und die SCMler verunsichert. Am Ende versagten erneut die Nerven und die Gastgeber mussten sich zum vierten Mal in einem Fünf-Satz-Spiel geschlagen geben.

Außenangreifer Markus Neufeld nach dem Spiel: "Zum zweiten Mal die Regenstaufer zu schlagen, wäre heute sicherlich drin gewesen. Leider hatten wir wie so oft das Pech mit den Entscheidungen des Schiedsgerichts. Dadurch ließen wir uns einschüchtern lassen. Das ist schade. Sonst würden wir jetzt sicherlich nicht in der unteren Tabellenhälfte stehen." Das Team hat jetzt fünf Wochen Zeit, die Vorrunde aufzuarbeiten und neue Kräfte zu tanken. Am 19.Januar steht das wichtige Heimspiel gegen den Tabellennachbarn aus Erlangen an.

SC Memmelsdorf: Beger, Elting, Hüsener, Knobloch, Maier, Neufeld, Neumerkel, Schmelzer, M. Werner, T. WernerWeitere Bilder vom Spiel unter