Die bereits letzte Auswärtsfahrt im Kalenderjahr 2016 führt die Zweitliga-Basketballerinnen der DJK Brose Bamberg am Sonntag nach Ludwigsburg, wo es ab 17.30 Uhr in der Rundsporthalle zum Aufeinandertreffen mit den Rutronik Stars Keltern II kommt. Der Aufsteiger mit dem früheren Bundesliga-Profi Rouven Roessler (BG Karlsruhe, Gießen 46ers) an der Seitenlinie feierte unlängst seine ersten beiden Saisonsiege und ist nach leichten Anlaufschwierigkeiten offensichtlich in der zweithöchsten deutschen Spielklasse angekommen.

Einen nicht unerheblichen Anteil daran haben die beiden Ludwigsburger Talente Leonie Elbert und Linn Schüler, die beispielhaft für den Zusammenschluss zwischen Rutronik Stars Keltern und BSG Basket Ludwigsburg stehen. Beide Clubs bündelten im Frühjahr auch formal ihre Kräfte und arbeiten seitdem - ähnlich wie es in Bamberg seit einigen Jahren mit den Kooperationspartnern praktiziert wird - vom U11-Bereich bis zum Bundesliga-Betrieb engmaschig zusammen. Die beiden Youngsters sammeln dabei regelmäßig wertvolle Erfahrungen im Erstliga- bzw. wie am Mittwochabend im EuroCup-Aufgebot der Kelterner, die sie in der 2. Damen-Liga Süd zu Führungsspielerinnen ihres Teams reifen lassen.

Nach dem Vertragsende von Alyson Doherty - nach letzten Informationen hat sie den Verein zum 31. Oktober verlassen - ist die 20-jährige Elbert mit 13,8 Punkten pro Partie beste Werferin der Baden-Württembergerinnen. Ebenfalls zweistellige Werte legen US-Centerin Kiley Shoemaker (12,3), ihre Positionskollegin Sara Schubitschew (11,0) und Vanessa Seemann (10,2) auf. U18-Nationalspielerin Schüler kommt bis dato in durchschnittlich 20 Minuten auf rund sechs Zähler.


Schabacker warnt vor Neuntem

"Nachdem Keltern in der Bundesliga bereits am Samstag im Einsatz ist, gehen wir davon aus, dass wir am Sonntag auf einen Gegner in Bestbesetzung und mit Qualität auf allen Positionen treffen. Das wird kein Duell, in dem wir unser Hauptaugenmerk auf bestimmte Schlüsselspielerinnen richten können. Wir werden vielmehr als Team gefordert sein", warnt DJK-Cheftrainer Ulf Schabacker davor, den derzeitigen Tabellenneunten zu unterschätzen.

Trotz ferienbedingt nicht ganz optimaler Bedingungen wurde die Trainingswoche nach dem 82:54-Erfolg über Speyer genutzt, um das eigene Spiel zu analysieren und weiter daran zu arbeiten. Ein Ansatzpunkt war dabei laut Schabacker das schnellere Umschalten von Angriff auf Verteidigung, das auch in Ludwigsburg ein Faktor werden kann. "Die guten Innenspielerinnen und gefährlichen Schützinnen werden unsere Zuordnung sicher auf die Probe stellen. Zumal Keltern nach zuletzt zwei Siegen bestimmt darauf brennen wird, vor eigenem Publikum nachzulegen. Wir müssen geschlossen und konzentriert auftreten, wenn wir die Punkte mitnehmen wollen", ergänzt Assistenztrainerin Jessica Miller. red