Während der Münchner Trainer Rüdiger Wichote von einer "verdienten Niederlage" sprach, sah DJK-Brose-Chefcoach Ulf Schabacker seine Mannschaft mit dem Sieg für ihre Einsatzbereitschaft belohnt: Im ersten Heimspiel der neuen Runde setzten sich die Bamberger Zweitliga-Basketballerinnen am Samstag vor gut 200 Zuschauern in der Graf-Stauffenberg-Halle mit 73:55 (41:29) gegen Travel & Dream Jahn München durch und manifestierten mit dem zweiten Sieg im zweiten Spiel einen gelungenen Saisonauftakt.
"Es ist schön zu sehen, dass die Mannschaft die Früchte für ihren Einsatz und den hohen Aufwand, den sie betreibt, erntet. Wir haben das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Unsere Starter haben für einen guten Einstieg in die Partie gesorgt und die Spielerinnen von der Bank wertvolle Impulse geliefert", lobte Schabacker seine Schützlinge, die ab dem 11:10 stets in Führung lagen und sich beim Stande von 69:42 Mitte des letzten Durchgangs den höchsten Vorsprung herausgespielt hatten.
Besonders mit ihrer leidenschaftlichen und druckvollen Verteidigung bereiteten die DJK-Damen den ohne Centerspielerin Corry Berger angetretenen Oberbayerinnen über weite Strecken große Probleme. Allein in den ersten Hälfte verbuchten die Gastgeberinnen elf Ballgewinne, von denen fünf auf das Konto von Jessica Miller gingen. Im Abschluss war die Kapitänin selbst zwar oftmals mit Fortuna nicht im Bunde, ihre Vorlagen aber fanden in Landsfrau und Neuzugang Lyndi Thorman eine zuverlässige Abnehmerin. 15 Zähler markierte die 1,90 m große Amerikanerin bei ihrem Heimdebüt bis zum Seitenwechsel und blieb dabei ohne Fehlversuch aus dem Feld oder von der Freiwurflinie.

Beim Rebound klar besser

Zu gefallen wussten aber längst nicht nur die beiden Profis im Team. Wenngleich sich die DJK Brose gegen die Zonenverteidigung der Jahn-Damen teils schwer tat, funktionierte das Kollektiv neben der Verteidigung insbesondere auch im Rebound. In Person von Jessie Miller (10), Tonia Lohneiß (6) und Katharina Gröger (5) sammelten drei Guards knapp die Hälfte aller Abpraller ein, sodass auch dieser Vergleich am Ende mit 44:33 klar an die Heimmannschaft ging. Mit 17 Treffern bei insgesamt 19 Versuchen bewiesen die Bambergerinnen außerdem an der Freiwurflinie ein sicheres Händchen.

"Viel Potenzial in der Mannschaft"

"Neben einem hohen Maß an Konzentration waren unsere Intensität in der Defensive und das schnelle Umschaltspiel ausschlaggebend. Man hat gesehen, dass viel Potenzial in diesem Kader steckt, wir aber auch noch viel Luft nach oben haben. Wenn wir jedes Spiel mit dieser Bereitschaft angehen, werden wir noch viele Erfolge in dieser Saison feiern", bewertete Topwerferin Thorman das erste Pflichtspiel in ihrer neuen Heimspielstätte.
Nach dem Sieg vor eigenem Publikum heißt der Gegner in der kommenden Woche erneut München - dann in der bayerischen Landeshauptstadt. Am Sonntag um 16.30 Uhr sind die Schabacker-Schützlinge zu Gast beim bislang sieglosen Aufsteiger OSB Engineering Baskets. Das nächste Heimspiel in der Graf-Stauffenberg-Halle findet am Samstag, 18. Oktober, um 15 Uhr gegen die DJK/MJC Trier um die frühere DJKlerin Johnette Walker statt.

DJK Brose Bamberg: Thorman (19), Sokman (15), Miller (8), Zeis (8), Lohneiß (6), Münder (6), Dorberth (5), Ilmberger (4), Landwehr (2), Beck, Gröger, Gut / Travel & Dream Jahn München: Ohanian (17), Damaschek (15), von Geyr (10), Steiner (5), Schmidt (3), Seligmann (3), Hürter (2), Molz / SR: Zang, Seye / Zuschauer: 200