Über Nacht war dann doch der Winter eingebrochen und hatte pünktlich zum Start der sechsten Auflage des Kordigast-Berglaufes in Weismain die Laufstrecke in eine kleine Winterlandschaft verwandelt, in der sich mehr als 160 Teilnehmer den Kordigastberg hoch kämpften. So waren mit insgesamt 161 Kindern, Frauen und Männern so viele Sportler wie nie zuvor in Weismain am Start.
Der Teilnehmerrekord ist nicht zuletzt auf den erstmals durchgeführten Obermain-Berglauf-Cup zurückzuführen. Der Kordigastberglauf war nach dem Lauf des SV Bergdorf Höhn und des Staffelberglaufs die dritte und letzte Veranstaltung. Der äthiopische Asylbewerber Mitku Seboka Tulu erreichte das Gipfelkreuz in der besten Zeit der Geschichte der Veranstaltung.
Der für die TS Lichtenfels startende Afrikaner benötigte für die 4,8 km vom Weismainer Bauhof bis zum Plateau nur 19:19 Min. Eine Zeit, mit der er die im Vorjahr vom Scheßlitzer Valentin Schuhmann aufgestellte Bestmarke (19:48 Min.) offenbar mühelos pulverisierte.
Gesamt-Zweiter wurde Roland Wild vom TSV Windeck Burgebrach in starken 20:31. Dies war natürlich der erste Platz für den Bamberger in seiner Altersklasse (AK) M40. Der Nachwuchsläufer Kevin Karrer von der LG Bamberg erreichte das Ziel schon als Gesamt-Vierter. In 20:40 Min. war ihm der Sieg in der MJU 20 nicht zu nehmen. Zwei Plätze dahinter auf Platz 6 gesamt kam Christopher Nowak vom SC Kemmern in 21:18 (3. MHK).

"Ein idyllischer Lauf"

Als "idyllisch" bezeichnete Carmen Schlichting-Förtsch vom SC Kemmern den Kordigastberglauf. Die 34-jährige junge Mutter verwies die Coburgerin Anke Härtl, die zuvor bei allen Kordigastläufen beste Dame war, auf Rang 2 (1. W45). Den zweiten Platz in der W45 erkämpfte sich Christine Geuß vom SC Kemmern. Einen weiteren Altersklassensieg holte sich Sibylle Vogler (LG Bamberg) in der W60. Es stürmten nicht nur Läufer aus der Region den Kordigast, sondern auch Sportler aus Thüringen und Sachsen.