Auf den Achtelfinal-einzug folgt das Frankenderby: Durch einen souveränen 73:33 (35:18)-Erfolg gegen den Ligakonkurrenten Jahn München lösten die Basketballerinnen der DJK Brose Bamberg vor gut 100 Zuschauern in der heimischen Stauffenberghalle das Ticket für die Runde der letzten 16 im DBBL-Pokal. Weiter geht es für die Truppe von Trainer Ulf Schabacker bereits am Sonntag um 15.30 Uhr mit dem Zweitliga-Gastspiel beim fränkischen Nachbarn Take-Off Würzburg.
Dort werden sich die Bambergerinnen auf deutlich mehr Gegenwehr einstellen müssen als sie die nur zu siebt angetretenen Gäste aus Oberbayern am Donnerstagabend zu leisten imstande waren. Während diese ihrer dünnen Rotation und dem Fehlen von Jezabel Ohanian, Corry Berger und Nadine Walsh Tribut zollen mussten, legte die DJK Brose mit einem 14:4-Start früh den Grundstein und setzte sich mit zunehmender Spieldauer kontinuierlich ab. Auch und gerade im Hinblick auf den Prüfstein am Sonntag in der Liga waren die Gastgeberinnen dennoch bemüht, Tempo und Intensität trotz des einseitigen Verlaufs über 40 Minuten hochzuhalten. So betrug die Differenz kurz vor der Schlusssirene 42 Zähler. Erfolgreichste Punktesammlerinnen im homogenen Brose-Team waren Lyndi Thorman (16), Liisi Sokman und Svenja Zeis (je 12).
Entsprechend zufrieden zeigte sich Trainer Ulf Schabacker, dessen Team damit weiterhin ohne Pflichtspielniederlage ist: "Das erste Viertel war teilweise etwas holprig, aber die Mädels waren sehr konzentriert und haben nicht nachgelassen, auch nicht, als sie uneinholbar vorne lagen. Sie wissen, dass nach diesem etwas ungleichen Duell in Würzburg ein anderer Wind wehen wird. Dort werden wir über die volle Distanz gefordert sein und zeigen müssen, dass wir mit Druck umgehen und auf bestimmte Situationen reagieren können."
In der Residenzstadt treffen Schabacker und seine Mannschaft auf einen Gegner, der seit Jahren über einen festen Stamm an Spielerinnen verfügt und zuletzt zweimal in Folge an die Tür zu den Play-offs klopfte. In der vergangenen Spielzeit fehlte am Ende lediglich ein Sieg zu einem Platz unter den besten Vier. Und auch in der laufenden Runde präsentieren sich die Ex-Kolleginnen von DJK-Rückkehrerin Antonia Gut bislang stark. "Sie sind deutlich tiefer besetzt als die letzten Mannschaften, gegen die wir gespielt haben. Die Blicke richten sich zwar häufig auf Deborah Yeboah, weil sie die Fäden zieht, aber Würzburg hat eine Reihe gefährlicher Spielerinnen und mit Janet Fowler-Michel eine sehr gute Trainerin. Sie pflegen eine schnelle und aggressive Spielweise. Uns erwartet dort sicherlich die bislang schwerste Aufgabe", weiß die 20-jährige Flügelspielerin um die Qualitäten und die Heimstärke der Unterfränkinnen, mit denen sie in der Vorsaison lediglich zweimal vor eigenem Publikum verlor. Gut ist dabei nicht die einzige, die am Sonntag viele bekannte Gesichter sehen wird. Ilona Brox ging den umgekehrten Weg und schloss sich nach dem Erstliga-Abstieg mit Bamberg im Spätsommer dem fränkischen Rivalen an.
DJK Brose Bamberg: Beck, Dorberth, Duckarm, Gut, Gröger, Ilmberger, Landwehr, Lohneiß, Miller, Münder, Schrüfer, Sokman, Thorman, Zeis